Schon Jules Verne erzählte, dass das bestgehütete Geheimnis von Kapitan Nemo sich in Vigo befände. Wussten Sie, dass das U-Boot Nautilus hierher kam, um Gold zu laden? In der Ría de Vigo liegen Dutzende von versunkenen Galeonen, die mit dem Gold aus Amerika beladen waren. Schätze, die bis heute noch nicht gehoben sind.

Es gibt jedoch auch Schätze, die sich in Reichweite aller befinden. Zum Beispiel durch den Casco Vello zu schlendern und in A Pedra Austern zu essen. Oder einen Tag am Strand in Samil zu verbringen. Oder den Parque de Castrelos mit seinen Herrenhäusern und Gärten zu besuchen. Oder einen Ausflug mit dem Boot zu den paradiesischen Illas Cíes zu machen. Oder durch mit eleganten Kamelien bepflanzte Straßen zu spazieren.

Einige Ressourcen können ohne Georeferenz sein und sind deshalb nicht auf der Karte dargestellt.

Oder zum Castro hochzusteigen, um einen atemberaubenden Sonnenuntergang zu betrachten. Und für alle die, die sich jung fühlen, das legendäre Nightlife von Vigo ... Wo die Nacht zum Tag gemacht wird.  Das ist Vigo, die größte Stadt Galiciens. Eine moderne, weltoffene Stadt mit Unternehmergeist.

Sehenswert

Wer Vigo besucht, hat eine einmalige Gelegenheit, unberührte Landschaft zu genießen: auf den Illas Cíes. Die aus drei Inseln bestehende Inselgruppe ist dem Eingang zur Ría de Vigo vorgelagert und gehört zum Parque Nacional Marítimo Terrestre das Illas Atlánticas de Galicia. Dazu gehört ein Campingplatz und eine reguläre Fähre, die die Touristen in der Hochsaison zum Archipel bringt, mit mehreren Fahrten pro Tag. Es sollte jedoch immer bedacht werden, das pro Tag eine beschränkte Besucherzahl gestattet ist und man von daher frühzeitig die Überfahrt buchen sollte. Der ideale Ort, um ein naturbelassenes Ambiente an einem paradiesischen Strand zu genießen. Landschaftlich wertvoll mit Reichtum an Tieren (vor allem Seevögel) und Pflanzen.

Empfohlene Route

Eine Besichtigungstour durch die verschiedenen historischen Epochen Vigos, angefangen bei den Überresten der Vergangenheit bis hin zu den Sehenswürdigkeiten neuerer Konstruktion, wobei das Vigo von Ende des 19. und Anfang des 20. Jh.einer besonderen Erwähnung bedarf, da es sich um eine Periode handelt, in der das industrie- und handelsorientierte Bürgertum die Neustadt errichtete, in der sich einige sehr repräsentative Gebäude befinden.

Los geht's beim Monte Castro ...

Ausgangspunkt unserer Tour ist der Monte do Castro. Auf diesem Berg erfahren wir mehr über den Ursprung von Vigo, da sich hier die Spuren der Vergangenheit befinden und wichtiger Personen oder Geschehen gedacht wird, die die Seele Vigos erläutern. An dieser Stelle können wir die Überreste einer Castrosiedlung (3. Jh. v. Chr. - 2. Jh. n. Chr.), die Ruinen der Festung aus dem 12. Jh. ansehen oder die Denkmäler des beliebte mittelalterlichen Troubadour Martín Códax und der Anker, die an die Schlacht von Rande erinnern. Dieser Hügel stellt einen wunderbaren Aussichtspunkt über die Stadt, die Ría und die Illas Cíes, um einzigartige Fotos von unserem Besuch zu machen, besonders bei Sonnenuntergang, wenn die Ría sich golden schillernd von ihrer schönsten Seite zeigt.

In O Berbés ...

Vom Monte do Castro gehen wir zur Praza do Rei, an der sich die Casa do Concello befindet und weiter zum Paseo de Alfonso XII, einem guten Ausguck auf die Ría und den Hafen, auf der Suche nach dem Wahrzeichen der Stadt: der Olivenbaum. In dieser Straße wurden mehrere Bäume dieser Art gepflanzt, was der Stadt den Beinamen „Olivenstadt“ gab. Weiter geht es entlang der Rúa Poboadores und Rúa Anguía in Richtung O Berbés, dem alten Fischerviertel, in dem noch einige typische Bauten mit Arkaden und Kolonnaden erhalten sind. Hier in der Nähe befindet sich auch die Fischbörse. Nach dem Entladen der Fische einer Versteigerung beizuwohnen ist ein wahres Spektakel; man muss allerdings eine große Willenskraft haben, denn diese findet zwischen vier und fünf in der Frühe statt. Wer einen Einblick in das authentische Leben der Stadt haben und sich ein Bild über eine der Aktivitäten machen will, die Vigo am besten definieren, nämlich den Fischfang, der darf sich einen Spaziergang durch diese Gegend und das Treiben um den Fisch nicht entgehen lassen.

Bis zum Markt A Pedra ...

Von hier aus führt uns die Rúa Teófilo Llorente zur Praza da Pedra mit ihrem einzigartigen Markt und dem typischen Bild der Austernverkäufer, die den Passanten diese köstlichen Muscheltiere anbieten. Anschließend biegen wir in die Rúa Oliva und gehen bis zur Colexiata de Santa María, der Konkathedrale von Vigo, ein neoklassischer Tempel, der das Bildnis des Cristo de la Victoria beherbergt, das in der Stadt hoch verehrt wird. Unser Weg führt uns nun zur Praza de Almeida, an der die Casa Ceta (15. Jh.) steht und die Casa Pazos Figueroa, ein Renaissancebau aus dem 16. Jh. und Sitz des Instituto Camões. Dieser Platz ist ein gemütliches Eckchen, in dem wir die ungewöhnlichsten Konstruktionen der Stadt finden und uns in das mittelalterliche Vigo zurückversetzen lassen.

Durch das Stadtzentrum ...

Der nächste Halt auf unserer Route ist die Porta do Sol, an der wir einen Meilenstein des zeitgenössischen Vigos finden, der Skulptur „O Sireno“ von Francisco Leiro, und ein ausgezeichnetes Beispiel modernistischer Architektur wie dem Edificio Simeón, ein Gebäude von 1911. Mit der Rúa Policarpo Sanz betreten wir den so genannten „ensanche“, die Neustadt von Ende des 19. Jh. und Beginn des 20. Jh., in der einige Zeugen der Architektur jener Epoche stehen wie das alte Hotel Moderno (1897) oder das Teatro García Barbón, ein Bau aus dem Jahr 1913 von Antonio Palacios. Diese spiegeln die wirtschaftliche Macht der industrie- und handelsorientierten Bourgeoisie, die für die Errichtung dieser Gebäude verantwortlich war. In diesem Gebiet pulsiert das Stadtleben und es finden sich gute Restaurants und Terrassen, vor allem in der Umgebung der Rúa Colón und in Richtung Alameda, einem wunderschönen Platz zum Ausruhen und in dem wir den Anblick hundertjähriger Bäume sowie Brunnen, Skulpturen und Gartenanlagen genießen können. In unmittelbarer Nähe befindet sich der Paseo das Avenidas, der uns mit einem anderen für Vigo sehr charakteristischen Ort verbindet: dem Puerto Deportivo und dem dazugehörigen Club Náutico, ein rationalistisches Gebäude von 1944.

Von der Rúa Areal bis zur Gran Vía ...

Unsere Route führt uns nun entlang der Rúa Areal, die besonders nachts sehr belebt ist, und in der wir das prachtvolle Bonín-Gebäude (1910) betrachten können. An der Kreuzung zu Serafín Avendaño biegen wir in die Rúa García Barbón und von hier gelangen wir zum zentralgelegenen Bahnhof, der uns direkt mit einer der Hauptstraßen der Stadt verbindet, der Gran Vía, eine belebte und vielbesuchte Einkaufsstraße. In dieser Straße treffen wir auf drei Skulpturgruppen, die unbedingt besichtigt werden sollten, da sie künstlerisch besonders wertvoll sind und authentische Ikonen der Stadt Vigo darstellen: hierbei handelt es sich um das Denkmal Monumento ao Traballo von Ramón Conde, dem Brunnen Fonte dos Cabalos (Praza de España) von Juan Oliveira und der Porta do Atlántico (Praza de América) von Silverio Rivas.

Im Parque de Castrelos ...

Auf der Praza de América entlang, dem Zusammenfluss mehrerer großer Chausseen des modernen Vigos, begeben wir uns über die Avenida de Castrelos zum gleichnamigen Park , der eine Ausdehnung von 24 ha hat. Zu diesem Platz gehört ein großes Open-Air-Auditorium und der Pazo de Lavandeira (17. Jh.), auch unter dem Namen Quiñones de León bekannt und Sitz des Stadtmuseums. Das Ensemble wird mit einer Perle der Romanik gekrönt, nämlich der Kirche Santa María de Castrelos (12. Jh.). Diese grüne Lunge der Stadt lädt zu einem Spaziergang ein und gibt einem die Gelegenheit mal richtig die Seele baumeln zu lassen. Nachdem wir diese Grünanlage in vollen Zügen genossen haben, kehren wir zur Praza de América um und von dort zurück über die Rúas A Coruña und Beiramar zu unserem Ausgangspunkt in O Berbés, wo wir unsere Besichtigungstour beenden.

Wo essen

Auch in der Gastronomie von Vigo spielt das Meer eine Hauptrolle. Die Gerichte werden in erster Linie von Fisch und Meeresfrüchten bestimmt, die hier von ganz besonderem Geschmack sind. Sie werden nicht etwa besonders raffiniert zu bereitet, sondern auf einfach und naturbelassen, wenig gewürzt, um so ihren vortrefflichen Geschmack und die ausgezeichnete Qualität hervorzuheben. Unter den Weinen sind besonders die Albariños, vor allem die aus O Condado zu erwähnen.

Die beste Gegend zum Essen oder um einige kleine Happen zu sich zu nehme, befindet sich in der Altstadt, von der Praza da Constitución bis zum Hafen. Hier erwartet uns das einmalige Erlebnis, in der Rúa da Pescadería (A Pedra) zu den „ostreiras“ zu gehen und hier vor Ort Austern und andere Meeresfrüchte zu schlemmen. In As Travesas gibt es rund um die Praza da Independencia eine beachtliche Anzahl von Lokalen. In Bouzas ist die Gegend um die Praza de Abastos interessant. Und im Calvario gehören die Seitenstraßen der Rúa Urzáiz zu den kulinarischen Hotspots. In Teis ist die Rúa Sanjurjo Badía eine ausgezeichnete Adresse, vor allem ab dem O-Toural-Markt.

Das sollten Sie sehen

  • FESTA DA RECONQUISTA
    Auf der Praza da Constitución (Altstadt) wird am 28. März mit diesem Fest der Schlacht der Bewohner von Vigo gegen die französischen Truppen im Jahr 1809 gedacht.
  • FESTA DA CHEGADA DA PRIMAVERA
    Am zweiten Maisonntag wird auf der Praza da Constitución eine symbolische Aufführung inszeniert, um den Frühling willkommen zu heißen.
  • FESTA DO SANTÍSIMO CRISTO DOS AFLIXIDOS DE BOUZAS
    Ein touristisch wertvolles Fest, das am dritten Julisonntag im Viertel Bouzas stattfindet. Diese Festlichkeit datiert von 1605. Unter den verschiedenen Veranstaltungen sind besonders erwähnenswert die Procesión del Cristo, die Regata de Faluchos (traditionelle Boote) und das Feuerwerksfestival.
  • FESTAS DO CRISTO DA VICTORIA
    Die menschenbepackte Prozession, die am ersten Augustsonntag den Stadtheiligen durch die Straßen trägt, um dem Sieg über die französischen Truppen Anfang des 19. Jh. zu gedenken, stellt den Startschuss zur „Semana Grande de Vigo“ dar.
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