In der Nähe von Tui und im Gebirgszug Serra do Galiñeiro gelegen, bietet der Monte Aloia etwa 10 km Wanderwege inmitten einer einzigartigen Landschaft. Sie ist das Resultat einer exotischen Wiederaufforstung vor hundert Jahren mit Zypressen, Tannen und Zedern aus dem Libanon.

1978 zum Naturpark erklärt, der erste Galiciens, ist der Monte Aloia ein wahrhaftiger Wachturm auf 700 m Höhe mit 5 Aussichtspunkten und spektakulären Blicken auf den Miño. Auf diesem Berg wurden prähistorische und römische Überreste mit einer sagenumwobenen Geschichte gefunden. Man sagt, dass hier die wilden Stuten vom Wind befruchtet werden. Und auch, dass dies der mythische Monte Medulio sei, Schauplatz eines kollektiven Suizid der keltischen Stämme, statt in die Hände der Römer zu fallen. Vielleicht.

Einige Ressourcen können ohne Georeferenz sein und sind deshalb nicht auf der Karte dargestellt.

Heute ist der Monte Aloia eine Farbsymphonie in der Höhe, die sich mit jeder Jahreszeit ändert: gelb wie der Ginster, weiß wie die Zistrose, lila wie die Heide ...

Der Frieden der Natur

Üppige Natur, warmherziges Klima ... Der Aloia weiß, wie attraktiv die Landschaft ist, die er beherrscht. Ein grüner Berg, der tief im granitenen Boden verankert ist. In seiner langen Vergangenheit hat er der Verteidigung, der Religion, der Forstwirtschaft sowie der Freizeit und Entspannung gedient. Er war der erste Naturpark Galiciens und da liegt er nun, in Komplizenschaft mit dem Fluss, der sich zu seinen Füßen zu verabschieden beginnt, bevor er sich dem Meer hingibt.

Die Serra do Galiñeiro, die sich wie eine kleine Bergkette direkt am Meer entlang zieht, steigt von unter hundert Metern Höhe bis auf die 629 Meter des Alto de San Xián. Wie ein Wachposten überblickt der Hügel die Landschaft und den Miño. Alle Bäche, die im Aloia entspringen suchen auf einer kurzen aber heftigen Reise das Miño-Tal und erinnern dabei an ihre Mühlsteine antreibende Vergangenheit.

Dank der Lage des Parks in einem der Gebiete mit der höchsten Bevölkerungsdichte Galiciens und im Norden von Portugal, hat er zahlreiche Möglichkeiten im Hinblick auf Umwelterziehung. So wird das Haus, das der Forstwirt aus Tui, Rafael Areses, im Jahr 1921 errichtete, heute als Besucherzentrum benutzt. An klaren Tagen belohnt der Aloia uns mit Panoramablicken. Das Gebiet ist beliebt wegen all der Möglichkeiten, die es für Freizeitaktivitäten unter freiem Himmel bietet, zu denen vor allem das Wandern gehört. Es ist in das Routennetz durch den gesamten O Baixo Miño eingegliedert, das sich von hier bis zur Stadt Vigo erstreckt.

Nicht entgehen lassen

Im Besucherzentrum „Casa do Enxeñeiro Areses“ erwartet uns eine Dauerausstellung und viel Information zum Park. Hier beginnen die sechs Routen, um den Berg zu erforschen. Die Wege verbinden fünf Aussichtspunkte, ebenso viele Freizeitareale und sieben Wassermühlen, die besichtigt werden können (Ruta dos Muíños do Tripes und Ruta dos Muiños de Paredes). Der Rundweg ist insgesamt über zehn Kilometer lang. Dazu gehört ein botanischer Weg, mit Infotafeln zu den Pflanzenarten und mit deren Hilfe wir bei Spielen lernen können, die verschiedenen Arten zu identifizieren.

Der meistbesuchte Ort und Zentrum der Volkstraditionen ist die Ermida do Alto de San Xián. Dieses Heiligtum im romanischen Stil und die Treppe bis zur Quelle des Heiligen, die im 18. Jh. restauriert wurden, waren die Antwort auf die alte Christianisierung des Steinkults und anderer Elemente aus der Natur. Die Rituale sprechen von dem Steinbett, in dem der Heilige geschlafen haben soll und wo kein Gras wächst, oder von dem Wasserstein und Sonnenstein, die für meteorologische Bitten verwendet wurden.

Die älteste Route zu Fuß ist die des Castro do Alto dos Cubos, eine Wohnstätte, von der die 1.250 lange Mauer noch erhalten ist, deren eigenartiger Name, Kyklop, auf der Tatsache beruht, dass sie aus großen Steinen ohne Mörtel errichtet wurde.

Einzigartige Natur

Üppige Vegetation. Autochthone Waldflecken, hauptsächlich mit Laubbäumen. Wiederaufgeforstet mit Pinien und exotischen Bäumen, die bereits hundert Jahre alt sind.

Begleitet wird sie von der typischen Bergfauna. In diesem Sinn stellt der Aloia für gemeine Arten wie Kaninchen, Raubvögel und Amphibien ein Refugium vor dem um sie herum herrschenden Druck dar.

Interessante Daten

Lage

  • In der Gemeinde Tui (Pontevedra).

Fläche

  • 746,29 ha.

Anfahrt

  • Abzweigung in der Nähe von Tui, auf der Kreisstraße PO-340 Gondomar-Tui.

Serviceleistungen

  • Unterkunft: Nein, aber in Tui.
  • Verpflegung: Ja.

Infrastruktur

  • Besucherzentrum „Casa Forestal Enxeñeiro Areses“ (Tel. 986 685 095).
  • Infotafeln.

 

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