O Courel „der hohen Gipfel, der von weitem zu erblicken sind“ (Uxío Novoneyra) ist ein Gebirgszug, der sich zwischen O Cebreiro, dort, wo der Jakobsweg galicischen Boden betritt, und dem Sil-Fluss erstreckt, ohne diesen jedoch zu berühren. Das Durchschnittsalter der Bevölkerung dieser Region ist eines der höchsten der gesamten iberischen Halbinsel.

Ihr geologischer Wert ist eindeutig: Interessant sind die zahlreichen aktiven Höhlen und Risse oder die spektakuläre geologische Falte unter freiem Himmel von Campodola (Quiroga), die als eines der geologischen Monumente Europas gilt.

Einige Ressourcen können ohne Georeferenz sein und sind deshalb nicht auf der Karte dargestellt.

Land der Wölfe, Revier der Wildschweine ...

O Courel ist das große grüne Reservat Galiciens, in dem sich außer den Küstenarten nahezu alles aus der Flora und Fauna dieser geographischen und klimatischen Kreuzung zwischen Atlantik und Mittelmeer tummelt. Kastanien rund um die Weiler und Olivenbäume in Quiroga. Charakteristische Waldformationen in O Courel sind die Devesas, ein Name, den besonders jene Wälder erhalten, in denen die unterschiedlichsten Baumarten, vor allem an den Flussquellen wachsen.

Hier spürt man so richtig, wie klein der Mensch doch ist ...

... heißt es weiter in der Lobeshymne an die Schönheit der Natur in den Versen des galicischen Dichters Uxío Novoneyra. Die geringe Bevölkerung dieser Ortschaften, wo die Provinzen Lugo und Ourense mit dem Landkreis El Bierzo in León zusammentreffen, ist zur Zeit eine der ältesten Europas. Aber das Leben in den engen Flusstälern des Lor, Lóuzara, Selmo und Sondón ist enorm vielseitig und geschichtsträchtig. An den grünen Hängen liegt eben dieses andere Kulturgut von der Serra do Courel, nämlich die schieferbedeckten Häuser der Weiler, das eigentliche Herz des Gebirgszuges: von Romeor bis Froxán und von Ferrería bis Ferramulín, von Norden nach Süden und Westen nach Osten.

Einzigartige Natur

In dieser Berglandschaft dominieren hauptsächlich Stechginster, Niederwald und auch Heidekraut sowie der hier „Xesteiras“ genannte Ginster. In mittleren Höhenlagen wachsen Eichen, Birken und Buchen. Ein gut erhaltener und bemerkenswerter Wald ist die üppig bewachsene Devesa da Rogueira.

Vielfältige Fauna mit 170 Wirbeltierarten: Wölfe, Füchse, Wildschweine, Dachse, Marder … Interessante, mit Schachthöhlen und Höhlen verbundene Kolonien.

Interessante Daten

Lage
Südöstlicher Zipfel der Provinz Lugo. Gemeinden: As Nogais, Pedrafita do Cebreiro, Folgoso do Courel, Samos, Triacastela, O Incio, A Pobra do Brollón, Quiroga und Ribas de Sil.

Fläche
GGB „Ancares-Courel“ 102.438,90 ha.

Anfahrt

  • Die Landstraße LU-651 durchquert O Courel von Norden nach Süden.
  • Vom Norden erreicht man sie über die Abfahrt bei O Cebreiro auf der LU-633 Pedrafita-Sarria.
  • Vom Süden, Abzweigung bei Quiroga auf der N-120 Ponferrada-Ourense.

Serviceleistungen

  • Unterkunft: Ja.
  • Verpflegung: Ja.

Infrastruktur
Besucherzentrum: Aula de la Naturaleza de Moureda do Courel (Folgoso do Courel).

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