Die Gebirgskette Os Ancares ist eine Gegend Galiciens von unerwarteter Schönheit. Sie liegt im Osten der Provinz Lugo, an der Grenze zu den benachbarten Provinzen Kastilien und León und dem Fürstentum Asturien.

1. Tag

Wir starten unsere Route durch Os Ancares in der Ortschaft Becerreá. Wir nehmen die Kreisstraße LU-722, in Richtung Madrid links von der N-VI gelegen (rechts in Richtung A Coruña).

Einige Ressourcen können ohne Georeferenz sein und sind deshalb nicht auf der Karte dargestellt.

Bereits auf der LU-723, sind die ersten Ortschaften, die wir antreffen A Borquería und As Pontes de Gatín. Von Liber kommend finden wir ein Schild, das uns darauf hinweist, dass „Os Ancares über Doiras 30 km“ entfernt liegt. Hier biegen wir rechts ab.

Der erste Weiler, den wir finden, ist Lama de Rei. Anschließend kommen wir an O Mosteiro, O Fabal,Vilanova vorbei und nach den 30 angekündigten Kilometern schließlich nach Doiras. In den Wintermonaten ist es an diesem Punkt, wo wir durch Schilder darauf hingewiesen werden, ob die Pässe Piornedo und O Portelo wegen Schnee gesperrt oder offen sind.

Im Weiler Doiras befindet sich die gleichnamige castelo eine Festung aus dem 16. Jh. Sie befindet sich in Privatbesitz. Auch die Römerbrücke über den Río Cervantes.

Nach eineinhalb Kilometern kommen wir an eine Kreuzung und biegen links in Richtung Degrada ab, eine Ortschaft, die sich 11,2 km von Doiras befindet, auf halbem Weg zwischen Castelo de Frades und Cela. Bei Ankunft in A Degrada und A Campa da Braña, eine Ortschaft, die für As Brañas de Brego und den Club de Montaña Os Ancares bekannt ist, treffen wir rechts an eine Kreuzung, die uns zum Besucherzentrum aula da natureza do Parque Natural dos Ancares bringt.

Einen der Wege, den wir zurücklegen können, ist der, der in A Degrada beginnt und zum Pico dos Tres Bispos hochführt. Der „Gipfel der drei Bischöfe“ heißt so, da sich dort die Bischöfe der drei angrenzenden Diözesen getroffen haben sollen. In diesem Gebiet gibt es ganze Wälder von Stechpalmen, einem Strauch von außerordentlicher Schönheit. Da dieses Buschart vom Aussterben bedroht ist, wird das Beschneiden und Pflücken auf freiem Land sanktioniert.

Weiter geht es geradeaus nach Piornedo, und Ende unserer ersten Etappe.

2. Tag

Unser zweiter Tag beginnt in Piornedo, wo wir die pallozas, (uralte traditionelle Behausungen) besichtigen sowie das ethnographische Ensembleund die Capela de San Lourenzo. Genau am Eingang dieser Ortschaft steht ein Brunnen, der von der Bevölkerung finanziert wurde und folgende Inschrift trägt: „1787 gebaut. Hoch lebe Piornedo“. Nach unserem Besuch biegen wir am Brunnen ab und gelangen nach eineinhalb Kilometern in die Provinz León. Von der Bergspitze haben wir einen phantastischen Blick auf die Weiler Suárbol und Balouta.

Einige Ressourcen können ohne Georeferenz sein und sind deshalb nicht auf der Karte dargestellt.

Suárbol, umringt von Wäldern und Bergen, befindet sich vier Kilometer von Piornedo entfernt und ist „das Dorf der Laute“. Das Gemurmel und Geplätscher von zwei Bächen hüllen den Ort in eine sinnträchtige Melodie. Dazu gesellt sich das Geläut der Kuhglocken, die am frühen Morgen auf die Weiden gehen und am Abend wieder zurückkehren. Zu den bedeutendsten Monumenten dieser Ortschaft gehören Casa das Cadeas (Haus der Ketten) und die Igrexa de Suárbol.

Fahren wir diese Straße weiter, gelangen wir an eine Kreuzung mit einem Schild nach Ponferrada (49 km). Geradeaus kommen wir nach Balouta. Vorher empfiehlt es sich jedoch, einen kleinen Abstecher zu machen und die Brañas de Pan do Zarco (hochgelegenes Weideland) und den Pico Surcio genau gegenüber, zu besuchen.

Anschließend fahren wir weiter in Richtung Balouta, wo wir einige Pallozas besichtigen können. Die Pallozas, ein prächtiges Beispiel traditioneller Architektur, sind das Erbe eines Lebensstils, der bis vor kurzem noch geführt wurde und sich durch die Härte, Abgeschiedenheit und den ständigen Kampf gegen die Naturgewalten auszeichnete.

Nachdem wir den ersten Abschnitt des Engpasses des Río Rao (in León wird er Balouta genannt) hinter uns gelassen haben, gelangen wir nach Murias de Rao und nach Rao, wo unsere zweite Etappe der Route durch Os Ancares zu Ende geht.

3. Tag

Der Ausgangspunkt unseres dritten und letzten Tages in Os Ancares ist die Ortschaft Rao. Es handelt sich ethnographisch gesehen um einen sehr bedeutenden Ort, in dem wir traditionelle Häuser, Schmieden und Mühlen vorfinden. Eines der wichtigsten Bauwerke dieser Ortschaften ist die Pfarrkirche Santa María. Sie beherbergt zwei besonders reiche Retabel.

Einige Ressourcen können ohne Georeferenz sein und sind deshalb nicht auf der Karte dargestellt.

An diesem Ort findet man häufig sogenannte „Cortíns“. Von einer gewöhnlich runden Mauer umschlossene Bienenstöcke, die aus Stein und Schiefer gebaut waren und zum Schutz gegen Tiere, vor allem Braunbären gedacht waren. Da diese Tierart hier heutzutage so gut wie nicht mehr vorkommt, hat diese Konstruktion ihren Sinn verloren.

Wir führen unseren Weg fort bis nach A Proba de Navia. Dort besichtigen wir seine Burg, ein mittelalterliches Bauwerk. Während der Irmandinischen Revolte wurde sie angegriffen, zerstört und später wieder aufgebaut..

In derselben Ortschaft werden wir auch Zeit finden, die BrückeBrücke. genauer zu betrachten. Sie überquert den Río Navia mit nur einem Bogen und stellt einen der interessantesten Brücken Galiciens dar.

Einige Kilometer weiter auf der Straße LU-722 biegen wir links ab und fahren zum castro de Santa María de Cervantes. . Dieses äußerst wertvolle historische Gut bezeugt, dass es in diesem Gebiet schon seit uralten Zeiten mehr oder weniger ständig Siedlungen gab.

Schließlich geht es nach Becerreá. Dort, wo wir vor drei Tagen unsere Route begannen, setzen wir unserer Route durch Os Ancares den Schlusspunkt.

Arriba