O COUREL

Naturgebiete
Auf dem Jakobsweg
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Natur Naturgebiete ZEC — Natura-2000-Netzwerk

Standort

Lugo

A Pobra do Brollón | As Nogais | Folgoso do Courel | O Incio | Pedrafita do Cebreiro | Quiroga | Ribas de Sil | Samos | Triacastela

Koordinaten :
42º 37' 47.1" N - 7º 09' 17.5" W

Beschreibung

Auf lebendigem Schiefer
„O Courel dos tesos cumes que ollan de lonxe“ (O Courel mit ausgestreckten Gipfeln, die von Weitem blicken) erstreckt sich zwischen O Cebreiro, Eingang des Jakobsweg in Galicien, und des Flusses Sil im Süden, aber ohne diesen zu berühren. Es ist eines der ältesten Gebiete der Halbinsel. Seine geologische Bedeutung ist offenbar: zahlreiche lebendige Höhlen und Klüsen oder die spektakuläre Falte von Campodola (Quiroga), die als eines der geologischen Naturdenkmale von Europa bezeichnet worden ist.
„Terras do lobo, cavorcos do xabaril...“ (Land des Wolfes, Talmulde des Wildschweines) O Courel ist das größte grüne Reservat in Galicien. Fast alle Arten, außer die der Küste, sind hier vertreten. Zu der geografischen und klimatischen Kreuzung zwischen Atlantik und Mittelmeer kommen die Berge dazu. Die Kastanienbäume, die fast immer um die Dörfer herum sind, und die Olivenbäume in Quiroga haben Schönheit zur Landschaft zugefügt. Typische Waldlandschaften sind in O Courel die devesas (Weiden). Damit sind Wälder aus vielen anderen Pflanzenarten, in der Regel am Kopf der Flüsse, gemeint.
„Eiquí síntese ben pouco o que é un home...“ (Hier spürt man, wie wenig ein Mensch ist) setzen die Verse seines nationalen Dichters Uxío Novoneyra fort. Die geringe Bevölkerung dieser Orte, wo die Provinzen Lugo und Ourense mit dem Gebiet von El Bierzo (León) zusammentreffen, ist zurzeit eine mit der größten Überalterung Europas. Aber das Leben strahlt noch immer Vielfalt und Geschichte in den schmalen Tälern der Flüsse Lor und Lóuzara, Selmo und Soldón aus. Auf den grünen Hängen kann man das andere Erbgut von O Courel entdecken: Schieferdörfer, die das Herz der Sierra sind. Von Romeor bis Froxán und von Ferreira bis Ferramulín, den vier Himmelsrichtungen längs.

Die Jakobswege

Französischer Weg
Weg des Winters

Situation

Am südöstlichen Ende der Provinz Lugo.
Gemeinden As Nogais, Pedrafita do Cebreiro, Folgoso do Courel, Samos, Triacastela, O Incio, A Pobra do Brollón, Quiroga und Ribas de Sil.

Fläche

GGB „Ancares-Courel“ 102.438,90 ha.

Servizos

Unterkunft: Ja.
Essen: Ja.

Ohne Verlust

Zweifellos ist O Courel das große grüne Reservat von Galicien. Außerdem birgt sich hier ein reiches historisches Erbgut. Die Gemeinde Folgoso do Courel befindet sich auf einem zentralen Gebiet der Sierra. Von seinen hauptsächlichen Ortschaften aus, Seoane und Folgoso, die alte und bzw. neue Bezirkshauptstadt, gelangt man zu diesem Gebiet, da beide sich auf der Landstraße befinden, die von Pedrafita do Cebreiro bis Quiroga verläuft.
Von Seoane aus geht die erste Abzweigung zum Dorf Romeor. Von hier aus muss man noch ein paar Kilometer laufen, bis man zu einer wunderschönen Weide gelangt, wo man den Tunnel von A Louseira sehen kann, der in der Römerzeit gebaut wurde, um Wasser zu leiten.
Bei der Abzweigung der Straße, die von Seoane nach Moreda und Parada führt, kommen wir einem der Orte näher, der unbedingt besichtigt werden muss: die Devesa da Rogueira. In Moreda gibt es einen Lehrraum über Natur, der von Frühling bis Anfang Herbst und der Zeit während des Winterurlaubs offen ist. Die Herrlichkeit dieses Waldes besteht in seinem botanischem Reservat, wo eine reiche Vielfalt von Tierarten lebt: über 800 können auf einer kleinen Fläche von 200 ha. gezählt werden. Der Rundweg, der sich in der unteren Hälfte der Weide befindet, verläuft über drei Kilometer von schroffem Abhang. An den Hängen stürzen die Bächlein hinunter, die auf der Spitze entspringen wie, zum Beispiel, die Fonte do Cervo. Es handelt sich um einen großen Felsen, mit zwei Kielen, aus denen das verschiedenfarbige und geschmacksvielfältige Wasser fließt. Aus einem der zwei, strömt kristallklares und kalkhaltiges Wasser und aus dem anderen, braunes und eisenhaltiges.

Natureza senlleira

Gipfel, die von Ginstern bewachsen und, im Allgemeinen, von Buschwäldern umgeben sind. Auf halber Höhe, Wälder aus Eichen, Birken und Buchen. Gut erhaltene und bemerkenswerte Laubwälder wie die Devesa da Nogueira.
Reichliche Fauna mit über 170 Wirbeltierarten: Wölfe, Füchse, Wildschweine, Dachse, Marder… Interessante Kolonien, die mit Gipfeln und Höhlen verbunden sind.

Weitere Merkmale

Vogelbeobachtung
Letzte Aktualisierung: 04/05/2015
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