CATEDRAL DE SANTIAGO DE COMPOSTELA

Religiös
Auf dem Jakobsweg
1796

Standort

Straße : do Obradoiro, s/n

15705  Santiago de Compostela - A Coruña

Telefon : +34 981 583 548

Fax: +34 981 563 366

Koordinaten :
42º 52' 50.3" N - 8º 32' 42.9" W

Beschreibung

Im 9. Jh. macht Bischof Teodomiro aus Iria Flavia einen Römertempel als Grab des Apostels Santiago aus. Infolge dieser Entdeckung lässt König Alfons II., der Keusche, ein bescheidenes Gotteshaus um diesen heidnischen Bau errichten. Die Zunahme der Pilgerungen und eine gewisse Stabilisierung nach den maurischen Angriffen führen zu einem neuen Bau, mit dem 1075 unter Alfons VI. Und unter der Leitung des Erzbischofs Diego de Peláez begonnen wird. So wird der Bau der romanischen Kathedrale eingeleitet, der unter Erzbischof Diego Gelmírez weitergeht und erst mit dem großen Gotteshaus endet, das wir heute bewundern können. Die Kathedrale ist aus Granitquadern gebaut und mit ebensolchen Ziegeln bedeckt. Romanischer Aufbau mit Grundfläche in Form des lateinischen Kreuzes, Längsarm und Transept mit drei Schiffen, Chorumgang am Kopfende und Tribüne entlang des gesamten Umfangs. Die Seitenkapellen sind geordnet entlang der ganzen Kirche angeordnet und weisen einen jeweils unterschiedlichen Raum mit eigenem Charakter auf. Von den romanischen Kapellen sind nur noch einige des Chorumgangs erhalten. Die Seitenschiffe sind mit Profilgewölben bedeckt, das Mittelschiff mit Tonnengewölbe, das von Bögen gestützt wird. Die Acibechería-Fassade ist neoklassisch (Ventura Rodríguez und Lois Monteagudo). Die Fassade das Praterías ist romanisch und das Paradigma der mittelalterlichen Ikonographie. Die Heilige Tür, barock (1611), wird nur in heiligen Jahren geöffnet. Die Fassade del Obradorio (Fernando Casas y Novoa, 1738-1750) ist eine Kombination aus Stein und Glas, in der das große Fenster im Mittelkörper hervorsticht, das zu den größten vor der Industriellen Revolution gehört. Seit 1986 unter Denkmalschutz. Verknüpfte Teilbereiche:
Corticela-Kapelle
Glorienportal
Fassade del Obradoiro

BESICHTIGUNG DER KATHEDRALENDÄCHER:

1.- Einleitung
Die treppenförmigen Dächer der Basilika von Santiago de Compostela waren seit den Ursprüngen dieses Bauwerks aus Granit gefertigt und über die Türme der mittelalterlichen Fassade des Meisters Mateo zugänglich. (Nur im späten 18. und frühen 19. Jahrhundert waren diese mit Dachziegeln gedeckt, wobei man Mitte des 20. Jahrhundert erneut auf die steinerne Variante zurückgriff). Die Dächer bilden einen nicht wegzudenkenden Bestandteil dieses wunderschönen und modellhaften Exemplars eines romanischen Gotteshauses, welches über die Jahrhunderte hinweg in verschiedene prachtvolle Roben im Gotik-, Renaissance- und insbesondere im Barockstil gehüllt wurde.
Ein Aufstieg auf die Dächer dieser Heiligen Endstation des Jakobuswegs verkörpert ein unvergleichliches Privileg, da man von oben aus nicht nur die Basilika in ihrer vollen Pracht bewundern sondern auch die gesamte Stadt Compostela überblicken kann: ihre Ursprünge, Entwicklung und Ausdehnung, als auch der weitreichende Panoramablick über den umliegenden Landkreis, zu welchem auch die historischen Berge zählen, die auf eine geschichtsträchtige Vergangenheit voller Jakobus- und Pilgertraditionen zurückblicken können.
Im Codex Calixtinus hielt Aymerico Picaut fest, dass jedwede melancholische Person, die auf die Dächer stiege, wieder glücklich zurückkäme.
Dieser hervorragende Panoramabalkon, dessen umwerfende Aussicht seine Besucher vor lauter Schönheit in wahres Entzücken versetzt, lädt außerdem zur Reflexion über die historischen und künstlerischen Ereignisse ein, angefangen beim Grabmal des Apostels Jakobus dem Älteren.

2.- Projekt
Nach Auswertung aller gesammelten Erfahrungswerte nahm die Möglichkeit, eine organisierte Besichtigung anbieten zu können, im Laufe der vergangenen Jahre langsam Gestalt an.
Das vom Domkapitel initiierte Projekt, die Dächer der Öffentlichkeit zugänglich zu machen, bringt sowohl die Sanierung als auch den Erhalt der Türme und Dächer mit sich, wobei zudem gleichzeitig durch den Versuch, diesem Publikumswunsch auf adäquate und organisierte Weise entgegenzukommen, diese Sehenswürdigkeit für große Besuchergruppen besser und sicherer begehbar gemacht sowie eine unvergessliche Besichtigung angeboten werden kann.

2.1- Merkmale der Besichtigung
Die geführten Besichtigungen finden in Gruppen mit höchstens 25 Personen statt.
Vorgesehen sind auch organisierte Besichtigungen für umfangreichere Gruppen wie Kongresse oder Konventionen, wobei zudem Vorbereitungen für spezifische Anfragen, bei denen spezielle Vorkehrungen erforderlich sein könnten, getroffen wurden.

2.2.- Verlauf der Führung
Die Führung beginnt am Palacio de Gelmírez (Obradoiro), von wo aus die Besucher den Carraca-Turm hinaufsteigen, hierbei das Kathedraletor Pórtico de la Gloria passieren und schließlich über den Glockenturm hinauf auf das Dach der Basilika gelangen, welches in seiner gesamten Ausdehnung besichtigt wird, wobei der Abstieg danach über den Carraca-Turm erfolgt, wodurch die Besucher erneut am Gelmírez-Palast angelangen.

2.3.- Inhaltz
Die Erklärungen werden der Typologie der Besucher sowie deren Anforderungen unter Berücksichtigung der Altersklasse und des Bildungsgrades angepasst.
Auch die Möglichkeit, Kindergruppen zur Besichtigung zuzulassen wurde in Erwägung gezogen, wobei jedoch jedwede Verantwortung den Eltern oder Begleitpersonen obläge.

2.4.- Öffnungszeiten und Kartenverkauf
Die Führungen finden von Dienstag bis Sonntag zwischen 10.00 und 14.00 Uhr sowie zwischen 16.00 und 20.00 Uhr zu jeder vollen Stunde statt.
Es wird überdies eine Zentrale für die Annahme telefonischer Vorreservierungen sowie ein Büro für die Ausgabe von Informationen sowie den Verkauf der Eintrittskarten (im Palacio de Gelmírez) eingerichtet werden.
Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an: Dirección del Museo de la Catedral (Museumsleitung), Rúa del Villar, nº 1, 1º izq. Tel.: +34 981 56 05 27, Fax: +34 981 56 33 66; E-Mail: edumuseocatedral@archicompostela.org.

2.5.- Preis
Regulärer Eintrittspreis: 10 . Ermäßigt (Studenten und Rentner): 8 .
Für die Nebensaison ist die Organisation von Sonderkampagnen für Ausbildungsstätten und Vereine geplant.

2.6.- Büro
Palacio de Gelmírez (Plaza del Obradoiro).

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Letzte Aktualisierung: 06/06/2017
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