RÍA DE CAMARIÑAS

Flussmündungen und Strände
261

Standort

Koordinaten :
43º 07' 44.4" N - 9º 10' 46.9" W

Beschreibung

Camariñas steht als Beispiel für eine andere Art von Rias: Sie ist klein, liegt in geschützter Lage und verändert kaum die Küstenlinie. Im äußersten Westen wird sie durch zwei felsige Landzungen begrenzt: Der südlich gelegenen Punta da Barca und dem im Norden an ihrem Eingang gelegenen Cabo Vilán. Zum Landesinneren hin verliert die Ria zunehmend ihren maritimen Charakter, um dann bei Ponte do Porto als ruhiges Gewässer in den Fluss Grande zu münden.
Die an der Ria gelegenen Fischerorte Camariñas und Muxía sowie die Reste des ehemaligen Hafens von Ponte do Porto verdienen besondere Aufmerksamkeit. In den engen, winkligen Gassen dieser Orten sind Bauten verschiedensten Stils zu bewundern; neben den Fischerhäusern gibt es herrschaftliche Gebäude mit verglasten Veranden, die als Vorbauten auf Mauern aufliegen, die genauso bunt bemalt sind wie die Schiffe, die in ihren Häfen vor Anker liegen.
Das Meer hat allem seinen Stempel aufgedrückt; bis vor noch nicht allzu langer Zeit waren alte Traditionen zu beobachten, wie zum Beispiel das Räuchern der Fische an der Sonne. Die Tradition der Spitzenherstellung hat dagegen einen neuen Aufschwung erlebt. Besucher, die etwas Zeit mitbringen, können sicher sein, hier zu sehen, wie die palilleiras (Klöpplerinnen) mit wahrer Meisterschaft die Klöppel hin- und herbewegen und dabei wie von Zauberhand aus dem Garn ein echtes Filigranwerk entsteht.

Die religiöse Folklore konzentriert sich auf die Anbetung und Verehrung der Virxe da Barca. In ihrer Wallfahrtskapelle, die in Muxía auf einem felsigen Gelände am an manchen Tagen tobendem und an anderen Tagen wieder ganz ruhigem Meer liegt, versammeln sich jedes Jahr Tausende von Pilgern, die vor der Jungfrau niederknien und der Tradition folgend unter dem Pedra dos Cadrís entlanggehen oder versuchen, den derzeit zerbrochenen Pedra de Abalar zu bewegen.
Wird die Punta da Barca mit Religiösem verbunden, dann wird die Landzunge Vilán von der Natur geprägt: Klippen riesigen Ausmaßes ragen aus dem Meer empor und widerstehen Wind und Wellen. Von dem an diesem Punkt errichteten Leuchtturm hat man einen herrlichen Ausblick auf die Küstenlandschaft, in der das Blau des Himmels, die rosa schimmernden Felsgebilde und das gelbliche Weiß der Strände das Hauptmerkmal sind. Ein echtes Paradies der wilden Natur.

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