MACIZO CENTRAL

Naturgebiete
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Auf dem Jakobsweg

Standort

Lugo

Quiroga

Ourense

A Pobra de Trives | Chandrexa de Queixa | Larouco | Laza | Manzaneda | Montederramo | O Bolo | Petín | Viana do Bolo | Vilariño de Conso

Koordinaten :
42º 13' 04.9" N - 7º 17' 55.7" W

Beschreibung

Das Zentralmassiv nimmt einen großen bergigen, nahezu verlassenen Bereich ein, in dem bedeutende Übergangs- Ökosysteme erhalten werden konnten. Es handelt sich um geeignete Gebirge für den Wolf und Großwild wie Bock, Reh und Wildschwein. Auch botanische Überraschungen wie einzigartige Birken- oder Stechpalmenwälder in einer häufig zum Hervorbringen von Weideland ausgerichteten Vegetation. So hat das traditionelle Weiden noch in den Bergdörfern überdauert.
Es handelt sich um eine Gegend, die langsamen landschaftlichen und traditionellen Veränderungen ausgesetzt ist. Wie die jahrhundertealten Kastanien, die jedes Jahr ihre zarte und süße Frucht erneuern oder die römischen Brücken, über die noch heute Autos fahren. So erscheint auch das Inland der Provinz Ourense, in der die Gipfel den rauen Reiz des Steins mit den weichen großen abgeflachten Volumen vereint. Die Serra de Queixa weist den höchsten Punkt in der einzigen Winterstation Galiciens, Manzaneda, auf, nämlich den A Cabeza Grande (1.782 m). Weitere alpine Landschaften in dem San Mamede Gebirge (1.619 m) und O Fial das Corzas, deren Berge den Naturpark O Invernadeiro umsäumen. Die Flüsse, die in diesen Höhen entspringen, kommen Richtung Norden vom Sil, Richtung Westen über den fröhlichen Arnoia vom Miño; und Richtung Süden gehen Rinnsale ab, die in den bereits portugiesischen Douro (Duero) führen.
Wir befinden uns in einem wichtigen Wasserparadies, das je nach Jahreszeit kontrastreich vor Wasserreichtum oder -mangel strotzt. Kaum weniger als 200 km vor der Küste handelt es sich um eine der Regionen mit den meisten Niederschlägen in Form von Regen und Schnee. Dabei sind die Sommer sehr trocken. Die durchschnittliche Jahrestemperatur ist nicht höher als 10º C. Der Bibei begrenzt dieses Massiv im Nordosten bis zu seiner Mündung in den Sil und schafft eine Schlucht mit deutlich mediterranem Temperament. Der Weinanbau sticht besonders in der Landschaft hervor.
FLORA: Eichenhaine (Quercus pyrenaica). Birkenwälder (Betula alba) in Montederramo, gemischt mit carballeiras. Stechpalme (Ilex aquifolium) und Eberesche (Sorbus aucuparia). Berggipfel mit Weideland mit Festuca indigesta und piornal de Cytisus scoparius e C. purgans.
FAUNA: Wolf (Canis lupus), Steinadler (Aquila chrysaetos),Wiesel (Mustela nivalis), Wachtel (Perdix perdix hispaniensis).Wildtiere im Park O Invernadeiro: Rehbock (Capreolus capreolus), Gämmsen (Dama dama)und Rehe (Cervus elaphus).
M.A.N.: Naturaula, Nationalpark "O Invernadeiro" und behördliche Genehmigungen für den Besuch des Parks: Tel.: 988 386 376 Fünf geführte Rundwege. Erholungszentrum der Wildfauna (Centro de Recuperación de la Fauna Silvestre). Alto do Rodicio.
ANGEBOTE: In den Orten im FFH-Gebiet "Macizo Central".

Rundwege
Der Besuch des Naturparks O Invernadeiro setzt eine behördliche Genehmigung voraus. Es sind maximal 30 Personen zugelassen, aber im Gegenzug werden bis zu fünf geführte Rundwege mit ausgezeichneten didaktischen Möglichkeiten angeboten. So kann hier der Abstieg von Böcken und Rehen zum Fluss beobachtet werden. Was als Jagdgebiet begann, ist heute bei Schülergruppen auf der Suche nach der Natur beliebt.
Am besten nähert man sich dem Naturpark ab Verín über die Straßen, die nach Campobecerros führt. Ab Vilariño de Conso, wo der Park angesiedelt ist, gestaltet sich die Anfahrt schwieriger. Von hier aus lassen sich jedoch die Abstiege unternehmen, z.B. bis Chaguazoso, dem höchsten Ort Galiciens. Dabei kreuzen wir den Cenza, der uns flussabwärts einen wilden Wasserfall schenkt. Ein weiterer Ausflug geht bis Pradoalbar, wo der Cerveira, der später Conso heißt, in ein wunderschönes Tal fließt.
Para conocer las sierras del Macizo Central, la carretera que sale de A Pobra de Trives ofrece magníficos itinerarios. Podemos ascender hasta la Estación de Manzaneda. Desde allí parten otras pistas para ver las formas de modelado granítico o para subir a la cumbre de A Cabeza Grande y continuar hasta la aldea abandonada de Prada sobre un antiguo glaciar.
Um die Gebirge des Zentralmassivs kennen zu lernen, bietet die Landstraße ab A Pobra de Trives hervorragende Rundwege. Wir können bis zur Station von Manzaneda absteigen. Ab hier gehen weitere Routen los, die zu den Granitformungen oder zum Gipfel A Cabeza Grande und schließlich bis zu dem verlassenen Dorf Prada auf einem alten Gletscher führen. Begeben wir uns hingegen bis zur Gemeinde Chandrexa de Queixa ubre Celeiros, der Bezirkshauptstadt mit ethnographischem Museum, treffen wir außerdem auf eine Umgehungsstraße des Stausees, von der aus verschiedene Abzweige und ein angenehmer Spazierweg vom Erholungsgebiet Santa Cruz am Ufer des Queixa entlang ausgehen. Hier lang gelangen wir auch zum FFH-Gebiet "Bidueiral de Montederramo" und zu einem Waldgebiet voller bestens gepflegter Birken. Zur Serra de San Mamede allerdings gelangt man besser über die andere Seite.
Von dem Ort Arnuíde an der Straße Maceda-Xinzo de Limia geht ein Weg bis nach oben, wo Blaubeeren wachsen, ab. Am anderen Ende, in der Gegend um O Bolo steht das Foto der Bibei-Schlucht schlechthin neben dem Barock-Sanktuar As Ermidas am Berg zwischen Weingärten. Das milde Klima ermöglicht den Mönchen sogar, eine Ölmühle zum Mahlen von Oliven zu besitzen.

Zugang

 
Lage
Das Zentralmassiv Ourenses erstreckt sich über die Gemeinden O Bolo, Chandrexa de Queixa, Laza, Manzaneda, A Pobra de Trives, Viana do Bolo, Vilariño de Conso, Quiroga, Larouco und Montederramo. Der Naturpark O Invernadeiro liegt im Bezirk Vilariño de Conso.
 
Ausdehnung
Naturpark: 5.722 ha.; FFH-Gebiet "Zentralmassiv": 45.829 ha (einschließlich der Bibei Schlucht); FFH "Bidueiral de Montederramo": 1.949 ha.
 
Anfahrt
Ab Ourense Richtung Norden über die Landstraße OU-536 mit Abzweigen in Castro Caldelas oder in A Pobra de Trives. Über den Süden, Schnellstraße Rías Baixas (A-52) oder N-525 mit Ausfahrten in Xinzo de Limia und Verín. Im Osten zur Bibei Schlucht in As Ermidas, OU-533 Petín-A Gudiña, wo sie sich auch mit der Schnellstraße A-52 verbindet. Anfahrt zum Naturpark ab Verín, Richtung Campobecerros über Castrelo de Val (OU-114).

Die Jakobswege

Silberweg
Weg des Winters
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