Der Jakobsweg
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A MIÑA VIAXE
Die Atlantikroute EuroVelo 1 durchquert die Iberische Halbinsel von Nord nach Süd auf einer Strecke von insgesamt 1.685 Kilometern. Von Irún bis nach Ayamonte an der Grenze zu Portugal führt die Route durch die vielfältigen Landschaften der Autonomen Gemeinschaften Navarra, La Rioja, Kastilien und León, Extremadura und Andalusien. Der Weg beginnt mit der Überquerung der Atlantischen Pyrenäen von Frankreich aus und führt hinein in das grüne Navarra. Vorbei an Pamplona folgt die Strecke teilweise dem Jakobsweg bis in die Rioja, wo die Klöster Yuso und Suso in San Millán de la Cogolla bedeutende kulturelle Wegpunkte bilden.
In Kastilien und León überschneidet sich die Route mit vier historischen Wegen: dem Jakobsweg, dem Canal de Castilla, der Ruta del Duero und der antiken Vía de la Plata. Letztere, eine ehemalige Römerstraße, leitet die Radtouristen in Richtung Extremadura, überquert den Béjar-Pass und durchläuft die Region bis hin zur andalusischen Sierra in der Provinz Huelva. Besonders nennenswert sind hier das historische Erbe der hiesigen Städte, wie Cáceres und Mérida, die von der UNESCO beide zum Weltkulturerbe erklärt wurden, sowie wunderschönen Weidelandschaften der Region Extremadura.
Der letzte spanische Abschnitt der EuroVelo 1 vor der Grenze nach Portugal führt durch eine atemberaubende Landschaft und bietet die einzigartige Möglichkeit, das Bergbaugebiet des Flusses Tinto zu entdecken. Weiter geht es vorbei an den historischen Ort, die aufs Engste mit Christoph Kolumbus und seinen Entdeckungsreisen verbunden sind, sowie durch die Stadt Huelva, um schließlich die Atlantikküste mit ihren weiten, hellen Sandstränden zu erreichen.
Mit einer Gesamtlänge von 11.704 Kilometern verbindet die EuroVelo 1 „Atlantic Coast Route“ den Norden mit dem Süden Europas und verläuft dabei entlang der gesamten Atlantikküste. Der Beginn liegt in den norwegischen Fjorden. Nach der Überquerung der Nordsee und dem Erreichen britischen Bodens führt der Weg entlang der irischen Küste sowie durch Wales e Cornwall. Zurück auf dem europäischen Festland verläuft die Route entlang der gesamten französischen Atlantikküste. Anschließend quert sie Spanien im Landesinneren – von den Pyrenäen bis an die portugiesische Grenze, wo der Weg erneut auf die Atlantikküste trifft. Von dort aus verläuft die Route in nördlicher Richtung bis an die Grenze zu Galicien an der Internationalen Brücke über den Fluss Miño. In Galicien erstreckt sich der Weg entlang der Atlantikküste der Provinzen Pontevedra und A Coruña, bis er in der Ortschaft Cee auf die EuroVelo 3 („Pilgrims Route“) trifft und gemeinsam mit dieser das Kap Finisterre (Cabo Fisterra) erreicht.
| Höhenmeter + | Höhenmeter - | Maximale Höhe | Minimale Höhe | Höhe am Etappenstart | Höhe am Etappenziel | |
|---|---|---|---|---|---|---|
Gesamtdistanz 536,7 Km | 6.495 m | 6.383 m | 197 m | 0 m | 17 m | 131 m |
Der erste Teil dieser Etappe verläuft parallel zum Fluss Miño und durchquert die Gemeinden Tui, Tomiño und O Rosal. Ein landschaftlicher Höhepunkt ist die spektakuläre Flussmündung in A Guarda mit dem monte de Santa Trega im Hintergrund – einer der bedeutendsten geografischen und visuellen Orientierungspunkte Galiciens.
Vom Fischerort A Guarda aus führt die Route in nördliche Richtung über einen Küstenradweg entlang einer schroffen und wilden Uferlandschaft. Mehrere Abschnitte überschneiden sich hierbei mit dem Jakobsweg „Camino de Santiago Portugués de la Costa“. Weiter geht es nach Oia, einen für sein direkt am Meer gelegenes Zisterzienserkloster berühmten Küstenort, und schließlich in das touristisch bedeutende Hafenstädtchen Baiona.
Baiona nimmt einen besonderen Platz in der Geschichte ein: Es war der erste Ort in Europa, der von der erfolgreichen Entdeckung Amerikas durch Christoph Kolumbus erfuhr, als die Karavelle Pinta am 28. Februar 1493 hier im Hafen vor Anker ging.
Von Baiona aus verläuft die Route über den Radweg in Richtung der Mündung des Foz do Miñor, wo man die vielfältige Tierwelt der Marschlandschaft beobachten kann. Nach dem Passieren der mittelalterlichen Brücke von Ramallosa führt der Weg zum weitläufigen Sandstrand von Playa América, der bei Touristen besonders beliebt ist und sich bis zum Hafen von Panxón erstreckt. Von hier aus geht es weiter in nördliche Richtung, bis die Bucht von Samil in Sicht kommt. Auf dem städtischen Radweg wird dann die Stadt Vigo durchquert. Die Route folgt dann dem „Senda del Agua“ (Wasserweg) und bietet spektakuläre Ausblicke auf die Mündung des Foz do Miñor und die Rande-Brücke.
In Redondela fallen insbesondere die Eisenbahnviadukte auf, die in den Jahren 1870 bis 1880 errichtet wurden und das Stadtbild prägen.
Mit Blick auf den Strand von Cesantes führt die Route bergauf, bis sie auf den portugiesischen Jakobsweg (Camino Portugués) trifft. Dieser verläuft in Richtung der Brücke von Ponte Sampaio, die römischen Ursprungs ist und in ihrer heutigen Form aus dem Mittelalter stammt. Die Strecke umrundet die historischen Salzwiesen von Ulló in Vilaboa und führt entlang der Bucht von San Simón in der Ría de Vigo auf die moderne Rande-Brücke zu. Bei Ebbe offenbart sich eine grüne Küstenebene, die reich an Muscheln – wie den berühmten Austern von Arcade – und zahlreichen Wasservögeln ist.
Das kulturelle Herzstück der Bucht bilden die Inseln San Simón und Santo Antón. Im Laufe ihrer Geschichte wurden sie als Klosterzentrum, Lazarett und während des Spanischen Bürgerkriegs als Konzentrationslager genutzt. Ein Besucherzentrum erläutert ihre abwechslungsreiche Vergangenheit. In der Hochsaison sind die Inseln von den Häfen von Cesantes (Redondela) und Santo Adrán de Cobres (Vilaboa) aus erreichbar.
Die Cíes-Inseln sind die unbestrittenen Protagonisten dieser Etappe, auf der Radfahrer einen Teil der Halbinsel O Morrazo erkunden können. Zusammen mit den Inseln Ons, Sálvora und Cortegada gehören sie zum Nationalpark Islas Atlánticas de Galicia, der im Jahr 2002 zum Schutz dieses Ökosystems ins Leben gerufen wurde. Mehrere Abschnitte der Route bieten spektakuläre Panoramablicke auf dieses Naturparadies, insbesondere die Klippen von Donón an der berühmten Costa da Vela.
Der letzte Teil der Strecke führt die Bucht von Aldán entlang und passiert auf dem Weg zum Cabo Udra zahlreiche Sandstrände, darunter Menduíña, Area de Bon, Lagos und Ancoradouro, bevor schließlich das Hafenstädtchen Bueu erreicht wird.
Von Bueu aus führt die Route fast den gesamten Meeresarm Ría de Pontevedra entlang. Im Herzen der Rías Baixas erwartet Radfahrer eine Küstenlandschaft mit zahlreichen Badestränden und charmanten Küstenwegen.
Die Stadt Pontevedra gilt als obligatorischer Zwischenstopp: herrschaftlich, voller Leben und bekannt für ihre lebendigen Straßencafés. Ihr perfekt erhaltener historischer Stadtkern und ein konsequent fußgängerfreundliches Stadtkonzept führten dazu, dass die UNO sie im Jahr 2014 zur „lebenswertesten Stadt Europas“ erklärte.
Ein weiteres Highlight ist Combarro, das als historisch-künstlerisches Ensemble unter Denkmalschutz steht. Der Ort gilt als Paradebeispiel traditioneller galicischer Architektur und vereint Fischerhäuser harmonisch mit den typischen Getreidespeichern (Hórreos) und Steinkreuzen (Cruceiros). Gegen Ende der Etappe führt der Weg durch Sanxenxo, ein touristisches Zentrum, das für die Qualität seiner Strände und sein lebhaftes sommerliches Flair bekannt ist.
Die Route führt zum Strand A Lanzada, einem 2,5 km langen Sandstrand, der die Landenge der Halbinsel O Grove markiert Dieser Abschnitt bietet einen spektakulären Panoramablick auf die Insel Ons.
Über die Bucht von O Grove erreicht die Strecke die Ría de Arousa. In Cambados setzt sich der Weg in Richtung der Zufahrtsbrücke zur Insel A Illa de Arousa fort. An diesem Punkt folgt die Route dem Pfad „O Terrón“, der zum Wanderwegenetz von Vilanova de Arousa gehört. Über einen Radweg erreicht man dann das Stadtzentrum von Vilagarcía de Arousa.
Von dort führt die Route landeinwärts den Fluss Ulla hinauf zu den Marschlandschaften von Catoira. Das Ziel sind die Torres de Oeste, eine historische Verteidigungsanlage, die das Land und seine Einwohner einst gegen die Wikinger schützen sollte. An jedem ersten Sonntag im August findet hier ein berühmtes Fest statt, das an die Verteidigung Galiciens gegen die normannischen Einfälle erinnert.
Dieser Abschnitt führt entlang der Nordseite der Ría de Arousa über die gesamte Halbinsel O Barbanza. Die Strecke besticht durch eine Küstenlandschaft, die von unzähligen Stränden, Aussichtspunkten sowie einem reichen monumentalen und maritimen Erbe geprägt ist. Zu den kulturellen Höhepunkten zählen bedeutende Museen, wie das des galicischen Schriftstellers Valle-Inclán in A Pobra do Caramiñal, prähistorische Fundstätten wie die Keltenfestung Castro de Neixón in Boiro sowie herrschaftliche Landhäuser (Pazos) wie der Pazo de Martelo in Rianxo. Den Abschluss bildet das authentische maritime Flair von Santa Uxía de Ribeira, einem der wichtigsten Fischereihäfen der Region.
Die Vielfalt der Wege – von Provinzstraßen über Radwege bis hin zu Küstenpfaden und Strandpromenaden –, die zahlreiche Ortschaften durchqueren, macht diesen Abschnitt zu einem besonders abwechslungsreichen und interessanten Erlebnis. .
Am westlichen Zipfel der Barbanza-Halbinsel erstreckt sich der Naturpark Corrubedo mit den Lagunen von Carregal und Vixán – Heimat der größten Wanderdüne Galiciens. Dieses Naturparadies markiert den fließenden Übergang zwischen den Meeresarmen Ría de Arousa und Ría de Muros e Noia.
Bevor man das malerische Fischerdorf Porto do Son erreicht, lohnt sich ein Abstecher zum Castro de Baroña. Diese frei zugängliche Siedlung gewährt faszinierende Einblicke in das Leben der galicischen Urvölker vor der Ankunft der Römer. Heute gilt das Castro als einer der meistfotografierten Schätze der gesamten galicischen Küste.
Nachdem man den Ort Portosín durchquert hat, endet dieser Routenabschnitt in Noia. Die Wurzeln dieser Stadt reichen tief ins Mittelalter zurück: Ihre historische Altstadt erzählt noch heute von einer glanzvollen Vergangenheit, die untrennbar mit dem Meer und der traditionellen Steinmetzkunst verbunden ist.
Dieser Abschnitt führt entlang der Nordküste der Ría de Muros e Noia. Auch wenn das Meer zu Beginn nicht immer unmittelbar im Blickfeld liegt, tut dies der Faszination dieser Etappe keinen Abbruch. Auf dem Weg durch die Gemeinde Outes schlängelt sich die Route durch den schmalen Küstenstreifen zwischen den küstennahen Bergen, feinen Sandstränden und sanften Tälern. Im weiteren Verlauf wandelt sich das Landschaftsbild: Es öffnen sich weite Panoramablicke über die Küste, gesäumt von urigen Pfaden und historischen Schiffswerften – stumme Zeugen der tief verwurzelten Seefahrertradition dieser galicischen Region.
Etappenziel ist der charmante Ort Muros. Er beherbergt einen der schönsten mittelalterlichen Stadtkerne Galiciens, der bereits 1970 zum „Conjunto histórico-artístico“ erklärt wurde.
Von Muros aus öffnet sich der Weg erneut dem weiten Atlantik. Diese Route ist reich an landschaftlichen, natürlichen und kulturellen Schätzen. Zu den absoluten Höhepunkten zählen die Lagune von As Xarfas (oder Louro) am Strand von Area Maior sowie die berühmten Hórreos von Lira und Carnota – die zu den längsten traditionellen Getreidespeichern Galiciens gehören. Unterwegs trifft man aber auch auf wilde, spektakuläre Strände wie Lariño, Carnota und Langosteira. Für einen unvergesslichen Zwischenstopp sorgt der Wasserfall von Ézaro, den der Fluss Xallas bildet. Er gilt als der einzige Wasserfall Europas, der direkt ins offene Meer stürzt.
Ab der Ortschaft Cee teilen sich die EuroVelo 1 und die EuroVelo 3 einen letzten gemeinsamen Abschnitt. Dieser führt hinauf zum Leuchtturm von Fisterra und endet am legendären „Kilometer 0“ des Jakobswegs – am Kap am Ende der Welt.
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