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A MIÑA VIAXE
Die Landkreise im Inland Galiciens warten mit einem reichhaltigen Erbe auf, was die Natur und Sehenswürdigkeiten angeht. Diese Landkreise waren vor allem der Viehwirtschaft verschrieben und haben dafür gesorgt, dass die Weiden hier noch gut erhalten sind. In einer Abfolge von Tälern und Bergen, wie wir sie zum Beispiel in der Sierra de O Candán vorfinden und in den interessanten Klosteranlagen werden wir unwillkürlich in eine andere Zeit versetzt.
Das Inland Galiciens begeistert durch seine unterschiedlichen Landschaften, die alle noch weitgehend unberührt sind. Die Viehwirtschaft in Landkreisen wie Tabeirós-Terra de Montes und Deza hat eine Umgebung geprägt, in der die weiten Weideflächen sich mit bewaldeten Tälern und mit Buschwerk bewachsenen Gipfeln abwechseln.
Die zentrale Lage innerhalb Galiciens führte bereits im Mittelalter zur Errichtung von heute noch aktiven Klosteranlagen, die als religiöse Zentren dienten, aber auch wirtschaftlich eine große Bedeutung einnahmen und oft Sitz der Gerichte waren. Dazu gehören zum Beispiel Aciveiro und Carboeiro.
Aciveiro befindet sich innerhalb der Gemeinde Forcarei und erhebt sich am Fuß des Osthangs der Sierra de O Candán. Das Kloster von Santa María de Aciveiro liegt an einem wunderschönen, aber sehr kalten Ort an einer Biegung des Flusses Lérez, der hier in der Höhe noch nicht sehr breit ist. Die Einsamkeit des Ortes schien angemessen für die Gründung als Benediktinerkloster im 12. Jahrhundert und den Übergang zum Zisterzienserorden im 13. Jahrhundert. Seine Macht lag in dem Besitz weitläufiger Ländereien, was dazu führte, dass das Kloster innerhalb Galiciens auch als Gerichtsstand diente.
Das architektonische Ensemble wurde im Laufe der Jahre mehrfach umgebaut und erweitert. Die Kirche von Santa María, die vermutlich vom Bau der Kathedrale von Santiago inspiriert wurde, ist eines der bedeutenden Beispiele der fruchtbaren Pontevedra-Romanik, mit Ausnahme der Fassade, die völlig neu gestaltet wurde.
Hinter Aciveiro beginnt der Aufstieg auf den Puerto de O Candán, der an diesem Hang eher gemächlich nach oben führt. Die Berglandschaften mit Felsen und Buschwerk vereinen sich in Höhenlagen bis zu 1000 Meter, die im Winter oft schneebedeckt sind, mit Almwiesen.
Die Sierra de O Candán wurde 2014 zum Naturschutzgebiet der Kategorie Zona Especial de Conservación erhoben und ist bereits seit 2004 ein Lugar de Interés Comunitario. Außerdem gehört sie dem Netzwerk Red Natura 2000 an.
Bei den „neveiras“ von O Candán handelt es sich um eine Art Kühlhaus, das kreisförmig ausgehoben und dann mit Steinmauern versehen wurde. Die Klosteranlage von Aciveiro hat damals Eis bis nach Santiago de Compostela geliefert. Dabei wurde der Schnee tief in der Erde gelagert, um die Temperatur unter dem Gefrierpunkt zu halten und später damit Lebensmittel zu konservieren.
Der Porto de O Candán (854 m) markiert die Grenze zwischen Forcarei und Silleda. Dabei verlassen wir Tabeirós –Terra de Montes und fahren ab jetzt durch den Landkreis Deza. Mit dem Perspektivwechsel bietet sich uns ein schöner Blick auf den Landkreis Deza. Bei der Fahrt ins Tal begleitet uns die herrliche Kulisse eines grünen Tals. In Laro endet die Abfahrt und bei der Abzweigung nach Silleda beginnt ein Streckenabschnitt, der durch Wiesen und Eichenhaine führt, wie sie für diese Täler typisch sind.
Silleda ist eine bedeutende Ortschaft an der Vía de la Plata. Auf dem großen Markt der Semana Verde de Galicia werden im Laufe des Jahres mehrere Aktivitäten angeboten und verleihen dieser Ortschaft ein ausgesprochen lebendiges Ambiente. Während Sie hier sind, sollten Sie unbedingt das köstliche Gebäck, die melindres probieren. Außerdem empfehlen wir einen Abschnitt zu den Castros in der unmittelbaren Umgebung, darunter das von Toiriz (direkt neben dem Ort) und A Copa do Castro (neben der wunderschönen Romanischen Kirche San Mamede).
Die Klosteranlage von Carboeiro versteckt sich in einem dichten Wald, der wunderbar in den Verlauf des Flusses Deza eingebunden ist. Es wurde im 10. Jahrhundert als Benediktinerkloster gegründet und gehört zu den repräsentativsten Bauwerken der galicischen Romanik, die hier schon einige Hinweise auf die nachfolgende Gotik gibt. Seine Lage an diesem abgelegenen und abrupt abfallenden Ort versetzt uns unwillkürlich in vergangene Zeiten. Hier beenden wir unsere heutige Tour.
Carboeiro beweist eine schöne Ausgewogenheit zwischen Natur und von Menschenhand geschaffenen Gebäuden. Neben der historischen Relevanz des Klosters sollte man auch auf andere Sehenswürdigkeiten hinweisen, die Carboeiro zu einem geradezu magischen Ausflugsziel machen.
Der Fluss Deza fließt hier durch ein tiefes Tal, das ein ganz eigenes Mikroklima hervorbringt. Hier wachsen Erdbeerbäume (Arbutus unedo) und Korkeichen (Quercus suber), die wir sonst eher einem mediterranen Klima zuordnen. Die jüngste Einrichtung eines botanischen Lehrpfades von geringem Schwierigkeitsgrad und großem Interesse, bietet uns die Möglichkeit die Namen einer wichtigen Anzahl von Baumarten zu erfahren.
Neben dem Kloster führt eine Brücke, die Puente de O Demo aus dem Mittelalter über den Fluss. Ihr Name (Teufelsbrücke) verweists auf eine der Legenden dieser Gegend, die besagt, dass das Kloster nur aufgrund eines Paktes geschlossen werden konnte, den die Mönche mit dem Teufel eingegangen sind. Geschichten von Raubüberfällen und anderen Ereignissen rund um die Brücke bestärken diese Theorie, und schon bald wurde der Name allgemein gebraucht. Antonio de Valenzuela hat das folgendermaßen beschrieben: „Das Kloster von Carboeiro hat nichts zu sagen, es ist ja schon alles gesagt worden. Es verbirgt die Reinheit seiner romanischen Archivolten aus dem 12. Jahrhundert in einem dichten, von Druiden heimgesuchten Eichenhain“.
Der Gipfel Puerto de O Candán bietet uns einen schönen Blick auf den Landkreis Deza. Mit der Sierra de Faro und der Sierra de Farelo als Kulisse können wir die herrlichen Naturlandschaften dieses Landkreises ganz in Ruhe genießen.
Das große Tal von Deza ist von Gebirgszügen und Bergen umgeben und bildet ein ganz eigenes Feuchtgebiet, das vom Fluss Ulla gespeist wird. Mittelgroße Flüsse, wie der Arnego oder der Asneiro sprudeln hier aus dem Boden und bilden ein dichtes Netzwerk von Bächen und Flüssen. Gemeinsam bilden sie das Flusssystem Ulla-Deza, das wegen seiner Uferwälder und den darin lebenden Fischen zum Naturschutzgebiet erhoben wurde.
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