Die Gemeinden, die diese Geodestination bilden sind: A Bola, Baltar, Bande, Calvos de Randín, Cartelle, Celanova, Entrimo, Gomesende, Lobeira, Lobios, Muíños, Os Blancos, Padrenda, Porqueira, Quintela de Leirado, Rairiz de Veiga, Ramirás, Sandiás, Sarreaus, Tramiras, Verea, Vilar de Barrio, Vilar de Santos und Xinzo de Limia.

Celanova ist das Land der Dichter wie Curros Enríquez oder Celso Emilio Ferreiro, die sich zweifellos von der Schönheit der Umgebung haben inspirieren lassen. Die Praza Mayor von Celanova wird von dem majestätischen Kloster San Salvador, einem der barocken Schätze Galiciens dominiert. In der Umgebung befinden sich der Castro de Castromao und Vilanova dos Infantes, ein mittelalterliches Dorf mit herrschaftlichen Häusern, die um einen alten Turm angeordnet sind.

Richtung Südosten verschmelzen diese Gebiete mit denen von A Limia, wo die besten Kartoffeln Galiciens angebaut werden. In Xinzo de Limia werden vor allem zwei Festlichkeiten ganz groß gefeiert: Eine ist das „O Entroido“, das fünf Sonntage lang stattfindet und einer der ältesten und verrücktesten Karnevals ganz Spaniens ist. Die andere ist die „Festa do Esquecemento“ (das Fest des Vergessens), das an die Episode des Limia-Flusses mit den römischen Truppen erinnert. Die Legionen, die bis hierher kamen, weigerten sich, den Fluss zu überqueren, da sie meinten, wer das täte, würde das Gedächtnis verlieren ... Bis Décimo Junio Bruto den Fluss überquerte und vom anderen Ufer jeden einzelnen Soldaten bei seinem Namen rief. So endete die Legende und so begann das Fest.

Das Erbe

Tatsächlich erscheint auf dem Itinerarium Antonini die Vía XVIII oder Vía Nova, die Braga mit Astorga verband. Von portugiesischem Boden umgeht sie bei Portela de Home was heute die Grenze darstellt und führt ab dort schnell gen Süden. Ein Teil wurde rekonstruiert, um sich Vorstellung dessen zu machen, wie sie damals ausgesehen hat, genau hinter der größten Konzentration an Meilensteinen, die in Galicien existiert.

Einige Ressourcen können ohne Georeferenz sein und sind deshalb nicht auf der Karte dargestellt.

Um ein emblematisches Kloster zu finden, muss man allerdings nicht so weit zurückgehen: Celanova, mit der Besonderheit in seiner Anlage einen winzig kleinen Tempel zu beherbergen, der dem San Miguel gewidmet und der Vorromanik zugeordnet ist; ebenso wie Santa Comba de Bande.

Die Esplanade namens Chaira da Limia wird von vier Türmen bewacht. Drei von ihnen lassen keinen unberührt: Sandiás (ein Beispiel, wie man der Senkrechten trotzt), A Pena (in Xinzo, bewacht den nördlichsten Teil und ist sehr gut erhalten) und A Forxa (Gemeinde Porqueira). Von dem vierten Turm sind nur Ruinen erhalten, die auf einem Hügel gelegen einen wunderschönen Blick über diese Eben haben (Celme, in Rairiz de Veiga). Mindestens drei weitere Festungen sollten hier erwähnt sein: das Castelo dos Araúxo, in Lobios, von dem nur einige Überreste erhalten sind, jedoch an einem Ort, der über einen spektakulären Panoramablick verfügt; die Torre de Vilanova, in Celanova, in der sogar einmal die Büros des Rathauses untergebracht waren; und das unzugängliche Castelo de Sande (ebenfalls in Celanova).

 

Naturgebiete

Und da liegt er nun, der immer häufiger besuchte Parque Natural de Baixa Limia-Serra do Xurés, der sich im Norden durch ein weiteres Schutzgebiet namens Baixa Limia, verlängert und im Süden portugiesischen Boden betritt und dort in den grenzübergreifenden Parque Nacional da Peneda-Gerês übergeht.

Einige Ressourcen können ohne Georeferenz sein und sind deshalb nicht auf der Karte dargestellt.

In Xurés, wo der Steinbock wieder eingeführt wurde, geben nicht nur hohe Gebirgsketten wie die Santa Eufemia den Ton an, sondern auch tiefgelegenen Enklaven wie der Caldo-Fluss mit seinen Thermalgewässern. Grenzübergreifend ist auch das Biosphärenreservat von Gerês-Xurés zu dem sechs galicische und fünf portugiesische Gemeinden gehören. Zu dem europäischen Schutzgebietnetz Natura 2000 gehört auch eine winzige Au, die jedes Jahr von zahlreichen Störchen aufgesucht wird: Ponteliñares gehört bereits zur Gemeinde Rairiz de Veiga und grenzt an die Mündung des Limia.

Da Bild ist nicht komplett, ohne nicht die drei Gemeinden zu erwähnen, die zum Biosphärenreservat Área de Allariz gehören: Rairiz de Veiga, A Bola und Vilar de Santos. In dieser Geodestination befindet sich auch der höchste Wasserfall Galiciens, der Corgo da Fecha, gegenüber dem Dorf Torneiros gelegen (interessante „Hórreos“ oder auch „Canastros“ genannt).

Festlichkeiten und Gastronomie

Zum Entroido de Xinzo de Limia (ein zum Touristisch Interessanten Fest Spaniens erklärter Karneval) finden sich jedes Jahr mehr und mehr Menschen ein. Von Touristischem Interesse in Galicien ist die Romaría da Saínza, ein bitterer Kampf, der schon seit einigen Jahrhunderten in diesem winzigen Ort (der zu Rairiz de Veiga gehört) zwischen Mauren und Christen ausgetragen wird und bei dem, wie erwartet, Erstere besiegt werden, obwohl sie die Burg erobern. Der Event findet zur Hl. Merced am 24. September statt.
 
Ein Fest mit geprägtem ethnographischen Charakter ist das Raigame, das seit einigen Jahren in dem kleinen wiederaufgebauten Dorf Vilanova stattfindet und früher die bedeutendste feierliche Veranstaltung Celanovas war. An dem Tag, immer am 17. Mai (fällt auf den Día das Letras Galegas - Tag der Galicischen Literatur), sind hier nicht nur die „Pulpeiras“ (Pulpoverkäuferinnen) und „Charangas“ (Musikkapellen) anzutreffen, sondern auch viele Kunsthandwerker, die zu diesem Anlass aus ganz Galicien kommen.

HIGHLIGHT: Lebendige Geschichte

Das Kleinod der Geodestination Celanova-Limia heißt San Miguel de Celanova. Ein kleiner Bau, der sich seit über tausend Jahren vollkommen intakt innerhalb des riesigen galicischen Klosters Mosteiro de San Salvador befindet und die einzige Erinnerung an die Herrschaft des fast mythischen San Rosendo darstellt. Die Kapelle ist das einzige hochmittelalterliche Monument aus dem 10. Jh., das seit seiner Entstehung keinerlei Veränderungen unterzogen wurde. Dieses kleine Oratorium mit einer in der christlichen Architektur einmaligen Anordnung erinnert eher an die Gebetsnische einer Moschee oder die Nische eines privaten Bades von Medina-Azahara. Eine weitere Perle dieser Gegend ist die Kirche der Santa Comba de Bande, sicherlich das wichtigste noch erhaltene Glied, um die westgotische Architektur des 7 Jh. zu erforschen.

Auch die Castrokultur ist in der Geodestination Celanova-Limia präsent, so zum Beipiel in Enklaven wie der archäologischen Fundstätte Castromao, die einer der Hauptbezugspunkte der Castrokultur im Norden der Iberischen Halbinsel ist, sowohl wegen ihrer langen Existenz (mindestens vom 5. Jh. v. Chr. bis zum 2. Jh. n. Chr.), als auch wegen ihres dokumentarischen Reichtums, der bei mehreren sukzessiven Ausgrabungen und Forschungen an diesem Ort zum Vorschein kam. In Castromao wurden so besondere Fundstücke ausgegraben wie die durchbrochene Triskele, eine Schriftttafel, eine tierähnliche Figur und ein Münzenschätzchen aus dem 1. Jh., die sich alle im Museo Arqueológico Provincial befinden.

Arriba