Die Gemeinden, die diese Geodestination bilden sind: A Arnoia, Amoeiro, Avión, Beade, Beariz, Boborás, Carballeda de Avia, Castrelo de Miño, Cenlle, Cortegada, Leiro, Maside, Melón, O Carballiño, O Irixo, Piñor, Pontedeva, Punxín, Ribadavia, San Amaro und San Cristovo de Cea.

Im Herzen der Provinz Ourense gelegen, handelt es sich bei O Ribeiro um eine Landschaft mit fruchtbaren Tälern und zahlreichen Flüssen wie der Miño, der Arnoia oder der Avia. O Ribeiro ist ein Synonym für Wein, den die Mönche des Klosters San Clodio de Leiro bereits im Mittelalter für die Tische hoher Herrschaften in Spanien und Portugal anbauten. Tatsächlich ist D.O. Ribeiro die älteste Herkunftsbezeichnung Galiciens und einer der ersten, die in Spanien anerkannt wurden.

Kunstliebhaber kommen hier voll auf ihre Kosten. Zu entdecken gilt es die Ruta del Románico; den Parque Arqueológico de San Cibrao de Las, einer der größten und beeindruckendsten Castros Galiciens; oder das Mosteiro cisterciense de Oseira, das dank seiner Pracht als „galicischer Escorial“ betrachtet wird.

O Ribeiro ist außerdem ein Land der Kurbäder und Thermalwasser. Arnoia, Laias, Cortegada, Berán und Prexigueiro sind ideal für einen entspannenden Kurztrip. Unbedingt einen Besuch wert ist Ribadavia, berühmt für sein Judenviertel, eines der wichtigsten Spaniens, und für seine beeindruckenden Festlichkeiten. Im benachbarten O Carballiño wird zudem dieFesta do Polbo gefeiert, bei dem eine der Delikatessen Galiciens, der Pulpo, geehrt wird.

Das Erbe

Wollen wir die Werke betrachten, die unsere Vorfahren hinterlassen haben, so ist die Altstadt von Ribadavia dank ihres interessanten Judenviertels besonders bemerkenswert, mit dem Zusatz, dass sich in geringer Entfernung ein kleiner und einer der wenigen vorromanischen Tempel befindet, die bis in unsere Zeit überlebt haben: der westgotische San Xes de Francelos. Mit all dem konkurriert auf gesunde Art und Weise ein sehr abgelegenes Gebäude, das so gut saniert wurde, das es seinerzeit den Preis Europa Nostra erhielt: das Convento de Oseira in der Gemeinde Cea.

Einige Ressourcen können ohne Georeferenz sein und sind deshalb nicht auf der Karte dargestellt.

In dem Weiler O Carballiño, bekannt für seine Mineralwasser die an den Ufern des Arenteiro entspringen, wurde in der Mitte des vergangenen Jahrhunderts der Templo da Veracruz, ein Werk des Architekten Antonio Palacios errichtet. Im eklektischen Stil gehalten, stellt er eines seiner großen religiösen Bauwerke dar, mit dem sich die Ortschaft besonders hervorhebt.

Naturgebiete

Im Kapitel Naturschätze müssen zweifellos die Pena Veidosa genannt werden, über zweitausend Hektaren zum Gebiet gemeinschaftlicher Bedeutung erklärter Landstrich, der im Nordosten des Mosteiro de Oseira brach darliegt. Das Naturmonument Pena Corneira befindet sich zwischen den Gemeinden Carballeda de Avia, Leiro und Avión, ein großes, zehn Meter hohes “Steinhorn“ inmitten einer ebenso steinernen Landschaft.

Einige Ressourcen können ohne Georeferenz sein und sind deshalb nicht auf der Karte dargestellt.

Festlichkeiten und Gastronomie

In dieser Geodestination werden Festlichkeiten groß geschrieben ... Wie in ganz Galicien, nebenbei gesagt, aber hier finden einige Feste ganz besonderer Bedeutung statt. Events bei denen es rund um Wein, Pulpo, Paprika und Brot geht sind die in Ribadavia, mit der Exposición e Exaltación do Viño do Ribeiro, O Carballiño, wo man besonders stolz auf seine allerseits beliebte Festa do Polbo, A Arnoia wirkt wie ein Magnet auf die Menschen dank der Festa do Pemento und in San Cristovo de Cea hält der gesamte Ort ein, wenn die Festa de Exaltación do Pan de Cea gefeiert wird (alle Backstuben sind übrigens permanent ausgeschildert). In der Festa da Istoria, ebenfalls in Ribadavia und zum Touristisch interessanten Fest in Spanien erklärt, wird die Welt der Juden dargestellt, mit Erlass, Straßenzug, lebendem Schachspiel und Hochzeit inklusive. Und was die Kultur betrifft, so muss man wieder nach Ribadavia gehen, wo jedes Jahr die Mostra Internacional de Teatro stattfindet.

Es ist nicht leicht, jemanden zu finden, dem der Name dieser Geodestination nicht geläufig ist, was zweifellos seinem Wein aus der O Ribeiro, zu verdanken ist, mit Herkunftsbezeichnung und seit über vierhundert Jahren berühmt. Der Avia-Fluss stellt hier die Arterie dar, um die herum sich ein Teil des Gebietes anordnet, das von schroffem Gebirge umringt ist. Es ist an den Ufern des Avia und an den Berghängen, die den Flussbegrenzen, wo die meisten Weingärten angelegt sind.

HIGHLIGHT: Pazos de Arenteiro und die Festa do Polbo

Das malerische Dorf Pazos de Arenteiro im Herzen von O Ribeiro stellt ein hervorragendes Beispiel für die traditionelle und höfische Architektur in diesem Teil Galiciens dar. Eine attraktive Route durch die Ortschaft, die bei der nahegelegenen Igrexa de San Salvador beginnt und entlang eines ausgeschilderten Weges bei der romantischen mittelalterlichen Brücke den Arenteiro überquert und am Pozo de los Humos an einem Wasserfall endet. Die autochthone Vegetation der Uferlandschaft und der Weingärten verschmilzt mit der steinernen Landschaft dieses hübschen Fleckchens.

Einer besonderen Erwähnung in dieser Geodestination bedarf der Pulpo von O Carballiño, der eines der meistbesuchten und typischsten gastronomischen Feste Galiciens veranlasst hat: die Festa do Polbo. Dieser Event findet an jedem zweiten Augustsonntag im Parque Municipal der Ortschaft statt und genießt das Privileg seit 1969 ein Touristisch interessantes Fest in Galicien zu sein.

 

Arriba