Ourense ist die Stadt des Wassers. Acht Brücken überqueren den Miño, der zu Zeiten der Römer eine Goldgrube war. Heute gibt es zwar kein Gold mehr aber dafür wertvolle Gewässer: die Thermalquellen.

Es gibt sie in der ganzen Stadt und viele sind kostenlos. Wie zum Beispiel die A-Chavasqueira-Thermen am Flussufer, wo Sie sich mit einem Zen-Bad verwöhnen lassen können. Mitten im Zentrum sprudelt das Wasser sogar mit einer Temperatur von 65 ºC aus dem Boden: diese Thermalquelle, As Burgas, ist zusammen mit denen von Santo Cristo und Ponte Romano, das Wahrzeichen der Stadt.

Einige Ressourcen können ohne Georeferenz sein und sind deshalb nicht auf der Karte dargestellt.

Ourense besitzt jedoch auch eine sehr originelle Praza Maior ... geneigt und inmitten eines von Kirchen und Kapellen durchsetzen historischen Stadtkerns. Der Pórtico do Paraíso der Kathedrale zeigt noch heute seine ursprüngliche Polychromie aus dem 13. Jh.

In der Capela de San Cosme e San Damián, erwartet den Besucher etwas ganz Besonderes: Hier ist das ganze Jahr über die erstaunlichste Krippe ausgestellt, die man sich vorstellen kann.  Und wenn Sie Lust auf Ambiente haben, keine Sorge, wenn es etwas gibt, auf was die Leute aus Ourense wirklich stehen, dann ist das das Leben auf der Straße.  

Sehenswert

Der Besucher von Ourense darf den Ort nicht verlassen, ohne die Essenz der Stadt kennengelernt zu haben, das Element, das hier zur Entstehung einer Siedlung geführt hat: die Thermalquellen.

Das Thermalgebiet von A Chavasqueira–Outariz bietet eine einzigartige Gelegenheit, die Wohltat der mineral-medizinischen Eigenschaften des heißen Wassers genießen und nutzen zu können, die um die Stadt herum in den verschiedenen „burgas“ entspringt. Dazu bietet es sich an, den Paseo Termal entlangzuspazieren, der am rechten Ufer des Miño vom Campo da Feira bis Outariz verläuft.

Auf der 3 km langen Strecke liegen vier Thermalbäder. Das erste ist A Chavasqueira, mit öffentlichen Becken, deren mineral-medizinisches Wasser bei 41 ºC entspringt, und dem privaten, japanisch inspirierten Bad Termas da Chavasqueira. 500 Meter weiter befindet sich die Thermalquelle Fonte de augas termais do Tinteiro, dessen 43 ºC warmes Wasser besonders für dermatologische Probleme empfehlenswert ist. Folgen wir dem von der Stadt angelegten Weg etwa zwei Kilometer, gelangen wir zur Burga do Muíño das Veigas mit vier öffentlichen Thermalpools, deren Wasser bei Temperaturen zwischen 65 ºC und 72 ºC entspringen. Die Thermalroute endet in Outariz, einem Bad, dessen Becken denen von A Chavasqueira ähneln, mit Wasser, das bei 61 ºC entspringt und besonders bei Beschwerden wie Rheuma und Arthritis angewendet wird.

Die landschaftliche Umgebung, durch die der Weg verläuft, ist überwältigend, denn das wiedergewonnene und hergerichtete Flussufer des Miño ist von unschätzbarem Naturwert. Sowohl die öffentlichen Bäder unter freiem Himmel wie auch die privaten Einrichtungen können zu jeder Jahreszeit besucht werden.

 

Empfohlene Route

Die Umgebung der Praza Maior ...

Ausgangspunkt unserer Besichtigung der Stadt Ourense waren ihre Wahrzeichen, nämlich die Burgas, , Thermalquellen, die bei 67 ºC entspringen und die ersten menschlichen Siedlungen an diesem Ort begünstigten. Nun gehen wir über die Rúa Barreira bis zur Praza Maior, dem Altstadtkern, wo das Rathaus und das Archäologische Museum steht, auch bekannt unter dem Namen Pazo do Bispo. Wir befinden uns in einem Stadtteil mit stark mittelalterlichem Flair, das uns in vergangene Zeiten zurückversetzt. Gehen wir eine der Treppen hoch, die sich an den Seiten befinden, kommen wir zur Igrexa de Santa María Nai, an deren Tür noch Säulen aus dem 6. Jh. erhalten sind, Überreste von der ursprünglichen suebischen Kathedrale, als Ourense Hauptstadt des germanischen Reichs war. Wir überqueren die Praza da Magdalena, schauen uns das wunderschöne Kreuz, den „cruceiro“, an und gehen nun zur Praza do Trigo, auf der vor ewigen Zeiten, wie der Name schon sagt, mit Weizen gehandelt wurde, und die - mit der Fonte Nova in der Mitte - von Kolonnaden und herrschaftlichen Häusern gesäumt ist. Der Platz geht in die Praza de Damas über, die ehemalige Orangerie der Kathedrale.

Die Kathedrale ...

So gelangen wir zur Kathedrale, ein romanischer, in die Gotik übergehender Tempel mit den Zügen einer Wehranlage. Wir empfehlen hier einzuhalten und uns Zeit für eine detaillierte Besichtigung zu nehmen, vor allem der Hauptkapelle, der Capela do Santo Cristo, des Kuppelbaus, des Pórtico do Paraíso, der deutlich die Handschrift der compostelanischen Schule des Meisters Mateo trägt, und des Kreuzganges, auch bekannt unter dem Namen Claustra Nova, in dem sich das Museum der Kathedrale befindet. Der Besuch dieses Gotteshauses mit seinen Licht- und Schattenkontrasten, den verschiedenen Kapellen und Räumlichkeiten scheint uns in die Atmosphäre eines wahrhaft zauberhaften Universums zu transportieren.

Igrexa de Santa Eufemia...

Nach unserer Besichtigung gehen wir hinten um die Kathedrale herum und folgen der Rúa Juan de Austria und Rúa Coronel Ceano bis zur Igrexa de Santa Eufemia, mit ihrer beeindruckenden konkaven Fassade im compostelanischen Barockstil. Nun ist es an der Zeit, ein wenig auszuruhen und dazu sind wir gerade am rechten Ort, nämlich in der traditionellsten Tapasgegend der Stadt, in der auch einige kulturelle Cafés anzutreffen sind.

Vom Pazo Oca-Valladares zur Alameda ...

Wieder auf der Route, gehen wir die Rúa Lamas Carvajal entlang und kommen am Pazo Oca-Valladaresvorbei, ein Gebäude im Renaissancestil des 16. Jh. und Sitz des Liceo Ourensano. Die Besichtigung seines Patios mit Säulen und Brunnen in der Mitte erfordert eine Genehmigung. Anschließend gehen wir um das Gebäude herum und biegen rechts in die Avenida de Pontevedra über die wir zur Alameda gelangen, umgeben von hervorragenden Beispielen modernistischer Bauten. Gleich neben der Alameda befindet sich der traditionelle Mercado de Abastos; auf diesem Markt können wir das geschäftige Treiben des alltäglichen Lebens beobachten.

In Richtung des Miño-Flusses ...

Weiter geht es nun in Richtung Miño, entlang der Rúa do Progreso, in der sich der Übergang von der Altstadt zur ersten Erweiterung der Stadt bemerkbar macht. Wir können beim Centro Cultural Diputación halt machen und das Museo del Tren (Eisenbahnmuseum) besichtigen und anschließend dieselbe Straße bis zur Capela de Nosa Sra. dos Remedios weitergehen, ein Renaissancebau in unmittelbarer Flussnähe, der jedoch augenscheinlichen Reformen unterzogen wurde. Von hier aus bietet es sich an, bis runter zum Ufer und über die kürzlich angelegten Wege bis zum Ponte del Milenio zu gehen. Diese Brücke verfügt über eine Fußgängerzone, von der aus wir auf einer Höhe von 22 Metern einen fantastischen Panoramablick auf den Fluss und ein Gesamtbild Ourenses erhalten. An dieser Stelle überqueren wir den Miño und am ehemaligen Messegelände machen wir an den Pozas da Chavasqueira eine Pause. Dieses Thermalquellenensemble, dass auch unter dem Namen Baños do Bispo bekannt ist, besteht aus mehreren öffentlichen und kostenlosen Freibädern in einer ruhigen Grünanlage. Anschließend gehen wir am rechten Flussufer durch die Anlage von O Ribeiriño bis zum Ponte Vella ou Maior zurück. Eine Brücke römischen Ursprungs, die jedoch im 13. und 18. Jh. stark verändert wurde. Wir überqueren sie und gelangen durch die Xardíns de San Juan Bosco und die Rúa Concello zum Parque de San Lázaro, das grüne Herz der Neustadt, in dessen Nähe wir die gotische Kirche des San Francisco besuchen können, die Stein für Stein von ihrem Originalstandort im oberen Teil der Stadt, den wir später besuchen werden, umverlegt wurde.

Durch die Altstadt ...

Wir führen unsere Besichtigungstour weiter entlang der Rúa de Santo Domingo und besuchen die gleichnamige Kirche, in die wir unbedingt eintreten sollten, um ihre barocken Retabel und Malereien, die hier besonders guter Qualität sind, bestaunen zu können. Nun gelangen wir auf die Praza do Ferro, ein trotz seines geringen Ausmaßes doch sehr typischer Platz. Wieder in der Altstadt, gehen wir die Straßen Viriato, Pizarro und Correxidor entlang und erklimmen später eine Reihe von Treppen in der Rúa da Estrela bis zum Convento de San Francisco, der Ort, an dem sich ehemals die Kirche befand, die wir vorher in San Lázaro besichtigt haben. Hier ist ein beeindruckender gotischer Kreuzgang erhalten und auch der romantisch angelegte Friedhof ist eine Besichtigung wert, zumal er im Jahr 2000 zum Gut von Kulturellem Interesse erklärt wurde. Schließlich begeben wir uns auf den letzten Teil unseres Rundgangs und gehen die Rúas Monte Pena Trevinca, Monte Seixo und Cabeza de Manzaneda hinauf, bis zur Praza de San Cosme e San Damián, an der die Eremitage und das ehemalige Hospiz im Nebengebäude - beide im plateresken Stil - stehen. Weiter geht es über die Rúa Julio Prieto Nespereira bis zu den traditionellen Xardíns do Posío.Später biegen wir in die Rúa Padre Feijoo, an der die Iglesia de la Santísima Trinidad steht, deren Stil dem Übergang von der Romanik zur Gotik entspricht und deren Türme dem Bau den Anblick einer Wehranlage verleihen. Hier endet unser Rundgang, gleich neben unserem Ausgangspunkt bei den Thermalquellen As Burgas.

Wo essen

Wenn es um Gastronomie geht, so repräsentiert Ourense die Küche des galicischen Innenlandes, bei der Fleisch und Süßwasserfische ganz oben im Menü stehen. Berühmt ist das Gericht carne ao caldeiro, gekochtes Rindfleisch mit Kartoffeln (natürlich aus A Limia, und die die Beilage der meisten Gerichte darstellen), Knoblauch, Paprika und Öl.

Vom Schwein wird besonders Wert auf die Ohren und den Kopf (cacheira o cachucha) gelegt und was das Getränk betrifft, so liegt Ourense an der Ostgrenze des Ribeiro-Gebietes, sodass es dieser vorzügliche Wein ist, der hier auf den Tisch kommt, natürlich neben anderen Herkunftsbezeichnungen aus dieser Provinz wie Valdeorras, Ribeira Sacra und Monterrei.

Die Stadt verfügt über ein breit gefächertes Angebot, wo all diese Speisen probiert werden können. Die Gegend mit den meisten Restaurants liegt jedoch an der Altstadtgrenze zur Neustadt (Rúas Progreso, Paseo, Quiroga Palacios, Capitán Eloy, Buenos Aires, Parque de San Lázaro usw.). Außerhalb der Stadt ist es Brauch, Aal in verschiedenen Zubereitungsarten (gebraten, in Pastete usw.) zu essen.

Das sollten Sie sehen

  • FESTA DE "OS MAIOS"
    Wird am 3. Mai gefeiert. Altüberliefertes Fest aus der vorrömischen Zeit, um das Frühjahr willkommen zu heißen. Wurde zum Touristisch wertvollen Gut in Galicien erklärt. Zu diesem Anlass werden Holzstrukturen in Kegelform aufgestellt, mit Moos bedeckt und mit Blumen, Girlanden, Orangen, Eiern usw. geschmückt. Die Leute versammeln sich um die Kegel, um Spottlieder über Brauchtümer und aktuelle Ereignisse zu singen.
  • FESTAS DE OURENSE
    Beginnt am Tag des Corpus Christi im Juni, zu dessen Anlass zahlreiche Events stattfinden wie die Kanuabfahrt auf dem Miño, Paraden wie die „Batalla de flores“, Konzerte, Umzüge u.v.m.
  • FESTIVAL INTERNACIONAL DE CINE
    Mit einer jährlichen Ausgabe seit 1996 gehört das Independent Filmfestival zu den Klassikern und ist das wichtigste Filmfestival in Galicien. Es wurde zum offiziellen Wettbewerb der Städte des „Eje Atlántico“ (Atlantikachse) ernannt und findet im November statt.
  • FESTA DE "OS MAGOSTOS"
    Am 11. November, dem Martinstag wird der "„Magosto“ gefeiert, ein altüberliefertes Fest, bei dem geröstete Maronen die Hauptrolle spielen. Zu diesem Anlass strömt das Volk in den Park der Alameda do Concello.
  • KARNEVAL
    Ein äußerst beliebtes und traditionelles Fest, das nicht nur in der Provinzhauptstadt gefeiert wird. Am Karnevalssonntag findet ein Umzug mit Komparsen und Karossen statt. Enden der Festivitäten ist am Aschermittwoch mit der „Begrabung der Sardine“. Die Daten sind variabel.
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