Die Gemeinden, die zu dieser Geodestination gehören sind: A Gudiña, A Mezquita, Castrelo do Val, Cualedro, Laza, Monterrei, Oímbra, Riós, Verín, Viana do Bolo, Vilardevós und Vilariño de Conso.

Verín, Laza und Viana do Bolo sind berühmt für ihre verrückten Feste zur Karnelvalszeit, O Entroido, sicherlich der älteste und exotischste Karneval Spaniens. Einzigartige Figuren wie der „Cigarrón“, der „Peliqueiro“ oder der „Boteiro“ versetzen die Straßen in einen lebendigen und farbenfrohen Rausch mit einer magischen Zeremonie als Highlight.

Verín liegt in einem fruchtbaren Tal, durch das der Támega fließt und das von dem Castelo de Monterrei, der größten Burg Galiciens, beherrscht wird, die sich in unmittelbarer Nähe zur portugiesischen Grenze befindet. Dies ist das Land der Heilwasser, denn hier befindet sich die größte Konzentration an mineralisch-medizinischen Wassern Galiciens: Sousas, Fontenova, Cabreiroá, Caldeliñas, Requeixo ...

Verín ist auch das Land der D.O. Monterrei, diese Herkunftsbezeichnung stellt einige der modernsten Weine in Galicien her. Die Weine von Monterrei waren bereits im Mittelalter bekannt und gelangten sogar dank des 5. Grafen von Monterrei und Vizekönig von Neuspanien nach Amerika.

Das Erbe

In dieser Geodestination liegt das Schwergewicht auf drei Elementen. Eines ist die Natur, das zweite ist der Jakobsweg und das dritte die befestigte Stadt Monterrei. Letztere hat Verín zu ihren Füßen. Monterrei ist ohne jeden Zweifel der repräsentativste Festungsbau mit nicht militärischer Bevölkerung der nordwestlichen Iberischen Halbinsel. Hier stand die erste Druckerei Galiciens und hier wurde auch das erste Buch Spaniens nach dem Gutenbergsystem gedruckt. Ein ehrgeiziges Sanierungsprojekt wird diese Stadt in den kommenden Jahren in eine Referenz für ganz Spanien verwandeln. Innerhalb ihrer Mauern befindet sich eine Herberge für Pilger mit einer langen Tradition, die schon Ende des 20. Jh. restauriert wurde.

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Denn hier führt tatsächlich der Jakobsweg , vorbei, der sogenannte Camiño do Sueste-Vía da Prata. Er betritt Galicien genau in der Gemeinde A Mezquita mit zwanzig unvergesslichen Kilometern, um sich dann bei A Gudiña zu teilen. Hier muss man sich für Norden oder Süden entscheiden. Wer Ersteren wählt, wird den Camiño Vello beschreiten. Das heißt, den Weg, dem die Galicier folgten, die zur Getreideernte nach Kastilien gingen und den Rosalía de Castro in ihren Versen verewigte. Wer sich für den zweiten Weg entscheidet, geht bis zur Ebene hinunter, wo er auf Verín und Monterrei trifft, dann den spektakulären Alto de Cualedro besteigt um anschließend wieder bergab zu wandern. Die beiden Jakobswege treffen sich wieder kurz vor der Provinzhauptstadt.

Naturgebiete

Wer hier Natur sagt, meint Berge. Die gesamte Grenze zu Portugal und Zamora besteht aus hohen Bergen, die die Gebiete Pena Trevinca und Pena Maseira bilden, außer dort wo der Támega-Fluss von Norden nach Süden fließt (alle diese Gebiete gehören zu Natura 2000) und portugiesischen Boden betritt, nachdem er ein langes, breites Tal geschaffen hat. Bemerkenswert sind auch die Naturräume Parque do Invernadeiro, der zu der Gemeinde Vilariño de Conso gehört und sich inmitten des Macizo Central befindet.

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Festlichkeiten und Gastronomie

Wenn der Karneval beginnt, ist ganz Galicien ein Fest, aber in der Provinz Ourense sicherlich noch ein bisschen mehr als in der übrigen Region. In dieser Provinz sind drei Ortschaften besonders bemerkenswert, und zwei davon befinden sich in dieser Geodestination. Eine ist Verín, die andere, Laza. Sowohl beim nächtlichen Umzug von Monterrei nach Verín, den Xoves de Comadres (die Frauen nehmen dabei alle örtlichen Restaurants ein), sowie bei der Baixada da Morena in Laza, finden sich Tausende von Menschen ein. Bei diesem letzten Event ist es sogar Brauch, die Leute mit rabiaten, mit Mehl vermischten Ameisen zu überschütten, was jeder so oder so über sich ergehen lässt.

Im Kapitel Festlichkeiten darf auf keinen Fall die Feira do Viño de Monterrei fehlen, die zwar kein traditioneller Event ist, da die Herkunftsbezeichnung noch recht jung ist, die aber Jahr für Jahr an Beliebtheit gewinnt.

Der Entroido de Verín ist ein Karnevalsfest, das zum Touristisch interessanten Fest in Spanien erklärt wurde und der Entroido de Laza zum Touristisch interessanten Fest in Galicien. Großen Anklang in dieser Gegend findet auch die Festa do Pemento de Oímbra, sowie die Festa da Androlla e do Entroido in Viana do Bolo. Auch diese beiden werden in Galicien als touristisch interessant eingestuft.

Die bergige Gemeinde Riós, durch die der Jakobsweg, führt, gewinnt in ganz Galicien immer mehr an Bedeutung dank eines Produktes, das von Europa gefördert eine spezifische Route erhielt: die bescheidene aber immer beliebtere Kastanie, die im 20. Jh. aus dem kollektiven Gedächtnis verschwand, aber inzwischen seit Jahrzehnten ihr Revival erlebt. Die Festa da Castaña e do Cogomelo in Riós gilt als in Galicien touristisch interessant.

HIGHLIGHT: Natur und Weingärten

Im Parque Natural do Invernadeiro gibt es keine Siedlungen, sondern nur Natur pur. Vollständig in diese Geodestination integriert umschließt das über 1'500 Meter hohe galicische Gebirgsmassiv diesen Naturpark. Hier sind ein Großteil der Wildtiere, allen voran der Wolf und seine Beutetiere, das Reh und das Wildschwein, zuhause. Die Folge von tiefen Tälern und gerundeten Gipfeln entstand durch die Eiszeit, die hier zu Urzeiten dieses landschaftliche Gebirgsmodell zustande brachte. Daher kann man von den Berggipfeln auch einen überraschenden Gletscherkessel sehen sowie verschiedene beeindruckende Wasserfälle, die die Hänge herabstürzen.

Die viñedos der Herkunftsbezeichnung Monterrei sind in einigen Gebieten genau dieser Geodestination angelegt. Die Symbiose zwischen der Bodenbeschaffenheit und dem besonderen Klima, zusammen mit der von Generation zu Generation überlieferten Weintradition ermöglichen es, aus den alten Weinstöcken einen Wein mit einem unnachahmlichen Charakter hervorzubringen.

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