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Celanova-Limia

GEODESTINATION

Celanova-Limia

Celanova ist das Land der Dichter wie Curros Enríquez oder Celso Emilio Ferreiro, die sich zweifellos von der Schönheit der Umgebung haben inspirieren lassen ...

Das verborgene Erbe

Ourense: Charmante Steine

Auf dieser Route durch das Land von Ourense entdecken wir einen Großteil seiner unbekanntesten Güter.

Steinerne Überlebenskünstler der Vergangenheit, die zwar unterschiedlich gut erhalten sind, aber alle nach wie vor als Zeugen des kunsthistorischen und ethnografischen Geschehens relevant sind.

Eckdaten

  • Ausgangspunkt: A Merca
  • Ziel: Xunqueira de Ambía
  • Anzahl Tage: 2
  • Wegstrecke (ca.): : 112 Km
Wenn Sie in Santa Comba de Bande angekommen sind, wird Ihnen sofort der Besondere Charme dieses Ortes auffallen: Außerhalb der Mauern dieses Tempels sind die Überreste einer angebauten Kapelle zu sehen, in der Taufen vorgenommen wurden, damit jeder, der dorthin kam, als Christ die Kirche betreten konnte; tatsächlich existiert das Taufbecken noch.
    Beschreibung von Vilanova nach Curros Enríquez
Weitere Eckdaten...
- Museo de Arte Sacro de Santa Clara:
Geschlossen vom 15. Januar bis zum 15. Februar. Mehr Info zu Öffnungszeiten und Eintritt auf www.allariz.com.
- Centro Arqueolóxico Aquae Querquennane: 988 444 401.
Mehr Info zu Öffnungszeiten und Eintritt auf www.fundacionaqvianova.com/contacto.

Route - 1. Tag

Wir beginnen unsere Tour in einem Ort mit Markenqualität, da er mit der größten Anzahl von Hórreos ganz Spanien aufwartet. Bis zu 35 „Cabaceiras“ oder auch „Hórreos“ (Getreidespeicher) sind in dem Ensemble der Hórreos da Merca zu finden.

Ampliar
Zur perfekte Belüftung an einem Hang aufgereiht, stellen Sie einen einzigartigen Zeugen einer äußerst lebhaften ländlichen Vergangenheit dar. Auf unserem Weg über den Campo da Feria spüren Sie, wie der Wind durch Spalten in den Holzwänden braust. In Merca sind außer zweien, die gemischt sind, alle Hórreos aus Holz. Wenn Sie herausfinden möchten wie alt jedes Exemplar ist, beachten Sie die Nägel an seiner Tür. Sind sie schmiedeeisern, stehen Sie vor den ältesten.
Nach diesem ethnographischen Stopp, führen wir unsere Route fort in Richtung Celanova, häufig besungen von berühmten Autoren unserer Literatur wie Curros, Celso Emilio oder Méndez Ferrín. Wir beginnen in dem mittelalterlichen Dorf  Vilanova dos Infantes. Schlendern wir durch seine Straßen, finden wir einige der alten Herrenhäuser, die den Burgturm umgeben, der von den Irmandiños Mitte des 15. Jh. zerstört und später wieder aufgebaut wurde. Neben der heutigen Pfarrkirche im romanischen Stil befinden sich die Reste eines Klosters. In diesem Tempel ist ein Christus aus Holz aus dem 12. Jh. in Lebensgröße und mit byzantinischen Zügen erhalten. Beachten Sie das Kreuz, das den Ästen eines Baumes ähnelt.
Im Ortskern von Celanova, angekommen, steht mitten auf der Plaza Mayor und nahe des Convento de Celanova die mozarabische Kapelle des San Miguel. Sie ist auf der gesamten Iberischen Halbinsel einzig in ihrer Art und ein wesentliches Element, um die Zeit der christlichen Wiederbevölkerung zu verstehen. Sicherlich wird Ihnen sofort ihr Ausmaß auffallen, denn sie ist nur knappe 22 Quadratmeter groß, aber auch ihre Struktur ist interessant. Betreten Sie sie und schauen Sie sich ihren Hufeisenbogen mit Verzierung aus der Nähe an.
Wenige Kilometer von Celanova entfernt erwartet Sie der Castro de Castromao auf einer Anhöhe, die den Río Arnoia überschaut. Am felsigen Gipfel angekommen lassen Sie Ihren Blick über den weiten Horizont vor Ihnen schweifen. Stellen Sie sich für einen Moment die Bewohner dieses Landes vor, ihr alltägliches Leben in diesen Behausungen. Laufen Sie die 500 Meter Mauer ab und betrachten Sie den mit Bruchsteinmauerwerk befestigten Hang. Sein Standort, direkt an der Römerstraße XVIII, erklärt die vielen Fundstücke wie Münzen, Keramik oder Meilensteine, die heute im Museo Provincial ausgestellt sind.
Weiter geht es gen Süden, auf den Spuren der Vergangenheit bis nach Bande, auf der Suche nach dem westgotischen Tempel Santa Comba. Dieses Heiligtum aus der zweiten Hälfte des 7. Jh. hat den Grundriss eines griechischen Kreuzes, dem eine Apsis und eine Vorhalle hinzugefügt wurde. Wenn Sie dort sind, lassen Sie sich vom Charme betören, den dieser Ort ausstrahlt: An den Außenmauern des Tempels sind noch die Reste einer angebauten Kapelle zu sehen, in der Taufen vorgenommen wurden, für alle Pilger oder Reisenden, die hierher kamen und so als Christen die Kirche betreten konnten; sogar das Taufbecken ist noch erhalten. Ein weiteres Detail, das Ihre Aufmerksamkeit wecken wird, ist der Brunnen der hier „O Pociño dos Enamorados“ (Der Brunnen der Verliebten) genannt wird und direkt an den Mauern der Vorhalle steht. Trinken Sie von seinem Wasser und vielleicht liegt Ihnen bald jemand zu Füßen.
Nun führt uns unsere Route zum benachbarten Lobios, wo die Igrexa de San Salvador de Manín, steht, die allgemein unter dem Namen Igrexa de Aceredo bekannt ist. Dieser heilige Ort hat eine reiche Geschichte voller Anekdoten. Die Beeindruckendste ist zweifellos ihr zweimaliger Standortwechsel, Stein für Stein. Ursprünglich wurde der Tempel in Manín errichtet und später, im 18. Jh., zu dem heute vom Stausee Lindoso überschwemmten versetzt. Ihr architektonischer Wert als einer der besten Vertreter der Barockarchitektur dieses Landstriches rettete sie im 20. Jh. erneut vor dem Untergang, da sie an ihrer heutigen Enklave neu errichtet wurde.
Mit dem Ziel, in der Zeit unserer Entdeckungen noch ein wenig mehr zurückzugehen, besuchen wir in Muíños die Dólmenes de Maus de Salas. Dies ist eine der wichtigsten megalithischen Fundstätten Galiciens. Unweit von hier liegt der wilde Parque do Xurés, zweifellos eine Perle von unschätzbarem natürlichen und landschaftlichen Wert.
Am Ausgrabungsort Xacemento de Maus de Salas, können Sie mehrere Grabstätten der Megalithkultur in ihren verschiedenen Bauetappen besichtigen. Eine davon, die Casiña da Moura, steht nicht an ihrem Urspungsort, da dieser beim Bau des Stausees überschwemmt wurde. Um zu diesem Dolmen zu gelangen, müssen Sie mehrere Kilometer zurücklegen und eine schmale Brücke am oberen Teil der Talsperre überqueren. Auf der anderen Seite finden wir die Casola do Foxo, die zur Anfangsperiode der Megalithkultur gehört. Ursprünglich befand sich der Zugang nach Südosten ausgerichtet, wie fast alle Dolmen Galiciens. Der Originalzugang wurde von den Hirten geschlossen, um sich vor dem Wind zu schützen.
Ein krönender Abschluss für diesen Tag ist ein kleiner Spaziergang in der Umgebung des Stausees: bei Sonnenuntergang färbt sich das Wasser in warmen Tönen und wirkt so entspannend, dass man mal so richtig die Seele baumeln lassen kann.
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