RÍA DE CORME E LAXE

Flussmündungen und Strände
250

Standort

Koordinaten :
43º 14' 05.5" N - 8º 57' 00.4" W

Beschreibung

Reist man nach Norden weiter, gelangt man an die Ria von Corme und Laxe, die sich bei der Mündung des Flusses Anllóns wie ein prähistorisches Urtier mit breitem Kopf und schmal auslaufendem Schwanz in das Land gefressen hat.
Vom Uferweg aus sieht man die schroffe Steilküste, aus deren Granitfels irgendein mysteriöses Wesen mit viel Geduld äußerst eigenwillige Formen herausgearbeitet zu haben scheint. In den Penedos sind zylinderförmige Gebilde entstanden, die Aushöhlungen erinnern an die Taufbecken in Kirchen und sehen aus, als ob Tausende von Wespen hier an ihren Waben gearbeitet haben ... sie scheinen am Felsgestein zu kleben und verleihen diesem Abschnitt der Costa da Morte etwas Geheimnisvolles. Davon überzeugen kann man sich zum Beispiel in der Umgebung von Roncudo oder aber bei einem Ausritt entlang der Steilküste diese abrupte, steil abfallende Landschaft bewundert.

Die Orte Corme und Laxe, zwei bedeutende Fischereihäfen, liegen am Rande der Ria. Corme lebt in erster Linie von der Fischindustrie. Der Ortskern weist eine geschlossene Struktur mit engen, steilen Gassen auf. Neben der neuen Bebauung gibt es noch die alten Fischerhäuser, die - wie es typisch für die galicische Küste ist - in kräftigen Farben angestrichen sind. Laxe, auf der anderen Seite des Fjords, wird eher vom Handel geprägt. Besondere Aufmerksamkeit verdienen seine schöne Kirche aus dem XIV. Jahrhundert und die Rúa Real, in der noch Spuren seiner herrschaftlichen Vergangenheit zu erkennen sind.
Am Ende der Ria, an der Mündung des Flusses Anllóns und jenseits des Monte Blanco, wo Wasser und Wind eine weitere atemberaubende Strandlandschaft geschaffen haben, liegt Ponteceso. Hier wurde der Dichter Pondal geboren, der in seinen Lieder nicht nur meisterhaft diese Gegend beschrieb, sondern auch den wunderbaren Text für die Hymne Galiciens verfasste.

Letzte Aktualisierung: 04/05/2015
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