Diese Route, die nach Santiago de Compostela und zu den schönsten Landsitzen bis Pontevedra und Soutomaior führt, beginnt in Padrón. Neben den Gartenanlagen kommt man auch in den Genuss von Geschichte und Gastronomie.

Die besondere Blumenart, die Kamelie, eine der hervorstechendsten Pflanzen in den Palastgärten Galiciens, verleiht ihnen Schönheit und Persönlichkeit.

Wir schlagen Ihnen einen Ausflug zu den edelsten Landsitzen in Galicien, den Pazos, vor. Ihre Gartenanlagen und Wälder bilden ein wahres Pflanzenuniversum, das hier seinen Ausdruck findet. Heimische und exotische Pflanzenarten gedeihen nebeneinander an Teichen, Brunnen und Wasserfällen. Sie sind spielerisch verbunden in geometrischen Anlagen, an denen der französische Einfluss sichtbar wird, oder in einem eher wilden, englischen Erscheinungsbild.

Weitere Informationen ...
- Pazo de Lestrove. www.pazodelestrove.com
- Pazo de San Lourenzo. www.pazodesanlorenzo.com
- Pazo de Santa Cruz de Ribadulla. Telefon: 981 512 011
- Pazo de Oca. Telefon: 986 587 435
- Pazo de Rubiáns: www.pazoderubianes.com
- Finca de A Saleta. Telefon: 986 872 323
- Pazo de Lourizán. Telefon: 986 805 000
- Castelo de Soutomaior: www.hotelpousadadelcastillo.com

1. Tag

Die Gärten von Padrón

Die edlen Gärten in Galicien sind weitläufig und bieten sich für einen ruhigen Spaziergang und das Gespräch an.

Einige Ressourcen können ohne Georeferenz sein und sind deshalb nicht auf der Karte dargestellt.

Wir beginnen unseren Ausflug in Padrón, einer Ortschaft mit literarischer Kreativität und eng mit Jakobus verbunden. Sie liegt in der Region del Sar, im Süden der Provinz A Coruña. Um die Gärten in Ruhe genießen zu können, empfehlen wir Ihnen, am frühen Nachmittag anzukommen und eine Unterkunft im Ort oder in der Umgebung zu suchen, hier werden Hotels, Pensionen, Landhäuser und Herrensitze, die als Übernachtungsgelegenheiten eingerichtet wurden, angeboten.

Im botanisch künstlerischen Garten gibt es 300 verschiedene Pflanzenarten

Nachdem Sie eine Unterkunft gefunden haben, können Sie sich zum botanisch-künstlerischen Garten, aufmachen, der 1946 zum Gut von kulturellem Interesse in der Kategorie historischer Garten ernannt wurde. Er liegt zu Füßen der Nationalstraße auf ihrem Weg durch Padrón, in der Avenida de Compostela.

Die Gartenanlage erinnert an eine französische Mode, die seinerzeit von den galicischen Landsitzen aufgenommen wurde. Sie ist von einem schmiedeeisernen Gitter im Stil des 19. Jahrhundert umgeben, das das romantische, von der Üppigkeit des Pflanzenwuchses bereits vorgegebene Flair verstärkt. Direkt hinter dem Eingang gelangt man auf den Hauptweg, eine Platanenallee, von der die einzelnen Wege abzweigen. Diese führen dann zu den verschiedenen Parkbereichen.

Der Garten besitzt einen Mammutbaum,
einen Liebesbaum und
eine Palme aus Senegal

In dieser Gartenanlage wachsen auf kaum einem Hektar Gelände dreihundert Pflanzenarten, von denen viele exotisch und einige einzigartig in Spanien sind. Besondere Aufmerksamkeit gilt dem Mammutbaum, der das Blätterdach des Garten bildet und neben einer Statue des mittelalterlichen Troubadours  Macías oder Namorado steht, der Liebesbaum, dessen stachelige Zweige miteinander verschlungen eine Christus-Krone bilden und die Palme aus Senegal, deren Zweige am Palmsonntag genutzt werden. Wenn Sie dem Garten im Winter einen Besuch abstatten, genießen Sie die farbenprächtigen Kamelien und zu Beginn des Sommers ist die Luft vom Duft der Gardenien erfüllt.

Zum Pazo de Lestrove gehören fünf Hektar Gartenanlagen

Ganz in der Nähe des Stadtzentrums, wenn man der Straße Rúa do Carme folgt, und nachdem man den Fluss, Sar auf einer Brücke überquert hat, findet sich eine, wegen ihrer Architektur und landschaftlichen Anlage interessante Sehenswürdigkeit, die sich über eine Gartenanlage von fünf Hektar erstreckt. Es ist der Pazo de Lestrove, ein Gebäude aus dem 16. Jahrhundert, das den Erzbischöfen von Santiago als Erholungsort diente. Heute ist hier ein sehenswertes Vier Sterne Hotel untergebracht.

Das Gebäude ist ebenfalls als Pazo Ángel de la Guarda (Schutzengel) – ein Hinweis auf seine Kapelle - bekannt. Man sollte sie sich unbedingt ansehen, wegen einer beeindruckenden Bildhauerarbeit der Schmerzensreichen in Originalgröße, ein Werk des Bildhauers Ferreiro. Ferner gehört zu den zauberhaften Gartenelementen auch ein dreistöckiger Steinbrunnen, dessen Abschluss eine Pilgerfigur des heiligen Jakobus bildet. Dieser heißt die Gäste im Hof des Eingangs willkommen.

Die berühmten Paprika aus Padrón

Am Ende dieses Ausflugs besteht die Möglichkeit, im Restaurant des Landsitzes oder in der Ortschaft Padrón ein Abendessen einzunehmen. In den Restaurants, Tapasbars, den Pulperías, in den das typische Krakengericht zubereitet wird, und den traditionellen Kneipen der Altstadt werden die regionalen Spezialitäten angeboten. In diesem Ort gibt es vor allem Paprika aus Padrón mit geschützter Herkunftsbezeichnung für die Paprika aus Herbón – die ganze Gemeinde ist für diese Spezialität bekannt. Der Spruch, der den Genuss der Paprika begleitet, lautet: „Einige sind scharf und andere nicht”.

 

2. Tag

Die Gärten von Santiago und die Landsitze in der Umgebung

Die Alameda, die große Grünfläche von Compostela

Um die Nähe von Padrón zu Santiago de Compostela zu nutzen, schlagen wir Ihnen vor, diesen Morgen dem Kennenlernen seiner spektakulären Grünflächen zu widmen. Man kommt über die Autobahn oder über die Nationalstraße in die Stadt. Das Hotelangebot ist äußerst vielfältig. Es gibt Hotels mit Charme, Herbergen, Pensionen, Jugendherbergen und Landhäuser.

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Nach der Ankunft empfehlen wir Ihnen, einen Ausflug in die Alameda zu unternehmen - man könnte den Park auch die Gartenpalastanlage nennen, aufgrund der Rolle, die sie im Leben der Adligen als Erholungsort und Freizeitraum spielte. Die heutigen Bewohner der Stadt nutzen den nahe beim Stadtzentrum gelegenen Park für die gleichen Beschäftigungen wie früher. Die Gartenanlage ist in drei Bereiche unterteilt, die Alameda, die A Carballeira de Santa Susana und A Ferradura. Jeder von ihnen gehört einer anderen Epoche mit unterschiedlichem Design an.

Die Skulptur von „As Marías” – die meist fotografierte

Die Alameda beginnt am Eingang des Stadttores Porta Faxeira; hier stehen in lockerer Folge Platanen, Kamelien und ein herrliches Exemplar eines Mammutbaums, Sequoia sempervirens, sowie eine, von der Gesellschaft der Freunde des Landes gepflanzte Magnolie. Am Ende dieser Allee trifft man auf die Skulptur „As Marías”, die zwei in Compostela sehr bekannte Frauen darstellt. Gewöhnlich sieht man hier viele Leute, die eine Aufnahme mit diesen malerischen Persönlichkeiten besitzen möchten.

Hinter der Skulptur nimmt der große zentrale Spazierweg seinen Anfang, der in vergangenen Zeiten den Angehörigen der oberen Gesellschaftsschichten vorbehalten war. Den unteren Schichten war es erlaubt, auf den Seitenwegen spazieren gehen. Dort bieten Kamelien und silberne Linden Schatten auf den hübschen Steinbänken mit schmiedeeiserner Verzierung, die aus dem ehemaligen Werk aus Sargadelos stammen. Wenn Sie den Park im Winter aufsuchen, sehen Sie prächtige Magnolien aus Soulange.

Der zentrale Spazierweg der Alameda war in vergangenen Zeiten den Angehörigen der oberen Gesellschaftsschichten vorbehalte, auf den Seitenwegen flanierten die unteren Schichten.

Eichen, Kamelien und hundertjährige Eukalyptusbäume

Das Jugendstilambiente wird durch einen Teich und einen Musikpavillon abgerundet. Ebenfalls hinter den „As Marías” erkennt man einen Weg, der zu Kirche Santa Susana, führt. Er ist umgeben von einem großartigen Eichenbestand mit Bäumen, von denen einige mehr als dreihundert Jahre alt sind. Dieser Bereich ist der älteste des ganzen Parks. Im Mittelalter wurde hier der lokale Markt abgehalten. Einigen Bewohnern der Stadt ist er noch als Viehmesse bekannt.

Durch A Ferradura werden die beiden Endpunkte der Parkanlage Alameda verbunden. Auf der einen Seite befindet sich ein großes Eichengewölbe, neben dem jahrhundertealte Kamelien stehen. Dieser Weg ist als Löwenallee (Paseo de los Leones) aufgrund der beiden Statuen, die sich auf den beiden, am Eingang stehenden Säulen befinden, bekannt. An dieser Stelle bieten die Kathedrale und die Altstadt ein perfektes Motiv für ein Foto.

Von der Statue der Rosalía de Castro mit Blick auf den Campus der Universität

Etwas weiter auf dem Weg bietet ein riesiger, hundertjähriger Eukalyptusbaum, Eucaliptus globulus, dem Besucher eine Holzbank, die um seinen Stamm herumführt. Nehmen Sie Platz, ruhen Sie sich hier ein Weilchen aus und atmen Sie die duftende Luft der Blätter ein, während Sie die Fassade der Kathedrale auf dem Obradoiro betrachten. Im Anschluss bietet ein interessanter Raum, in dessen Mittelpunkt sich die Statue der galicischen Dichterin Rosalía de Castro befindet, einen wunderbaren Ausblick auf den Campus der Universität. Der Park besitzt noch eine weitere Skulptur, das „Milchmädchen“ („la Lechera”), sowie Brunnen und Teiche und einen hohen Taubenschlag.

A Ferradura hat bemerkenswerte Baumexemplare wie die „Perona”, die zur Art der Abies nordmanniana gehört und im Jahr 1947 aus Anlass des Besuchs von Eva Peron gepflanzt wurde. Ferner befinden sich hier auch einige Lawson-Zypressen, Kaukasustannen und Zedern sowie verschiedene Reihen kanarischer Palmen und Rosskastanien.

Der Pazo de San Lourenzo beherbergt über hundert verschiedene Pflanzenarten

Vom Aussichtspunkt  der Gärten des südlichen Campus führt eine großartige Treppe nach unten. Steigt man diese hinab und wendet sich nach rechts, muss man die Avenida das Burgas überqueren und gelangt schließlich zum Eichenwald San Lourenzo. In seinem Rücken erhebt sich der gleichnamige Pazo, der zwischen dem 13. und 17. Jahrhundert erbaut wurde, und zum nationalen künstlerischen Erbe gehört.

Ausgedehnte, vollständig von einer Mauer umgebene Wälder und Gartenanlagen bergen über hundert verschiedene Pflanzenarten. Die größte Kostbarkeit befindet sich jedoch im Klostergarten – eine hohe, mit religiösen Symbolen geschnittene, vierhundert Jahre alte Buchsbaumhecke, die sowohl wegen ihrer Größe als auch wegen ihres Alters zu den bedeutendsten Stücken der spanischen geometrischen und religiösen Gartenkunst gehört.

Kosten Sie in der Altstadt typisch galicische Speisen 

Beim Abschluss des Ausflugs ist es Zeit für das Mittagessen. Die Straßen der Altstadt, im Besonderen die Rúa do Franco, A Raíña und andere, in der Nähe gelegene, bieten eine große Auswahl an Speiselokalen, in denen man die typischen galicischen Gerichte kosten kann, das Krakengericht Pulpo á feira, Raxo, Paprika aus Padrón, Schweinsohren, Herzmuscheln, Miesmuscheln und gekochter oder gebratener Schinken unter anderem. Wenn Sie möchten, können Sie auch eine klare Brühe zu sich nehmen, oder das Fleischgericht Caldo gallego, Meeresfrüchte oder Fisch in Brühe (caldeirada) oder auch galicisches Kalbfleisch..

Riesige Kamelien auf dem Landsitz Pazo de Santa Cruz de Ribadulla

Nur wenige Kilometer von Santiago entfernt, gibt es zwei großartige Palastgärten, die von der Nationalstraße N-525 in Richtung Ourense gut ausgeschildert sind. Der erste ist der Pazo de Santa Cruz de Ribadulla, auf der Höhe der Gemeinde Vedra.

„Ich möchte darauf hinweisen, dass die Kamelien beim Öffnen `Aha´ sagen und wenn sie sich vom Zweig lösen und auf die Erde fallen sagen sie `Hota´. Das haben wir von den Japanern gelernt.”.
Álvaro Cunqueiro

Eine Abzweigung weist auf den Pazo de Ortigueira, hin, den Ort, an dem sich das Landhaus befindet. Die Gärten gelten unter Experten als die faszinierendsten ornamentalen Botanikanlagen in ganz Galicien. Hier wachsen verschiedene Kamelienarten und auch einige riesige Exemplare. Den so genannten Carrera de las Novias (Brautgang) bilden Kamelien, die eine bukolische Stimmung entstehen lassen. Wenn Sie jedoch Zauber und Geheimnis bevorzugen, wenden Sie sich zum Carreira das Oliveiras, der einen ausgedehnten Spaziergang zwischen jahrhundertealten Olivenbäumen, deren Zweige über den Köpfen der Besucher verschlungen sind, bietet.  Sie sollten sich auch zauberhafte Winkel wie den Barockbrunnen Coca und den Wasserfall nicht entgehen lassen.

Die wunderschönen Gärten des Pazo de Oca

Nach diesem Abstecher geht es weiter auf der Nationalstraße N-525 in Richtung Ourense. Man fährt zur Abzweigung Pazo de Oca. Der Landsitz befindet sich bereits im Gemeindegebiet  A Estrada. Von vielen wird er wegen seiner wunderschönen Gartenanlagen als das „galicische Versailles“ bezeichnet. Außen sind Landsitz und Kapelle durch einen rechten Winkel verbunden, der durch einen wunderschönen Bogengang vor dem Platz gebildet wird.

ODer große Teich in der Gartenanlage besitzt eine Brücke, durch die Gutes und Böses symbolisch voneinander getrennt werden.

Im Inneren lassen sich die vollständig von einer Mauer umgebenen Gartenanlagen besichtigen. Eines der schönsten Elemente des Parks ist der große Teich, der sich wie ein Fluss diagonal durch die Anlage windet. Eine Steinbrücke mit geschwungenen Brückenbögen, unter der sich ein kleiner Bootssteg und eine auch heute noch funktionstüchtige Mühle verbergen, führen auf der Hälfte des Weges über den Teich. Sie trennt Gutes und Böses symbolisch voneinander. Es wird auf der einen Teichseite durch die Skulptur eines Fischers aus Stein und auf der andern Seite - das Böse - durch Kanonen und steinernen Raubtierdarstellungen repräsentiert.

Im französischen Garten ist ein Buchsbaumlabyrinth, das einer Zeichnung des Bodenbelags der Kathedrale von Canterbury entlehnt ist, zu besichtigen. Die Anbauflächen der Kamelie befinden sich überall im Park. Auf der Lindenallee zeigen sich, wenn man der Fantasie freien Lauf lässt, Szenen von Pferderennen zwischen jungen Adligen. Wir empfehlen Ihnen, sich hier auf einem Bummel zu verlieren, auf dem man Brunnen, Waschplätze, Krüge und Steinnischen und Keramiktöpfe mit Pflanzen entdecken wird. Sie werden unter den vielen Pflanzenarten auch auf besondere Exemplare stoßen wie die große Kamelie Camellia reticulata, eine jahrhundertealte Cryptomeria japónica und einen Mammutbaum.

Abendessen in Vedra

Für das Abendessen raten wir Ihnen, auf dem Rückweg nach Santiago in Vedra einen Halt einzulegen, um die köstliche Gastronomie der Gemeinde zu genießen.  Speisen wie die oreja de cerdo (Schweinsohren) und die Weine und Schnäpse des Ulla-Gebietes geben Anlass  zu einem besonderen Fest in dieser Gemeinde.

3. Tag

Die Palastgärten der Rías Baixas

Auf dieser Rundfahrt zu den schönsten Palastgärten schlagen wir Ihnen vor, nach dem Frühstück in die Region O Salnés, an den Rías Baixas, zu fahren. In der Gegend ist es sehr einfach, eine Übernachtungsmöglichkeit zu finden, da ein breites Angebot hochwertiger Hotels vorhanden ist. Wenn Sie den Wunsch haben sollten, in einem Parador zu übernachten, gibt es hier den außergewöhnlich schönen Pazo de Bazán in Cambados und ganz in der Nähe befindet sich auch in Pontevedra ebenfalls ein in solcher, der in einem zentral gelegenen Renaissance- Palast untergebracht ist.

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Die Kamelie, die Königin im Pazo de Rubiáns unter mehr als hundert Blumensorten

Über die Autobahn AP-9 gelangt man nach Vilagarcía de Arousa. Ganz in der Nähe dieses Ortes befindet sich der Pazo de Rubiáns, zu dem die Landstraße nach Pontevedra führt. Auf diesem Landsitz ist die Kamelie die Herrin über mehr als hundert Blumensorten, seit der Herzog von Caminha dem Besitzer des Landhauses im frühen 19. Jahrhundert ein erstes Exemplar schenkte. Heute werden aus den Samen dieser Kamelien Öle gewonnen, mit denen die Ordensschwestern aus dem Kloster von Armenteira Seifen, die sich auch im Pazo erwerben lassen, herstellen.

Zu dem 65 Hektar großen Gelände gehört neben dem Landsitz eine Gartenanlage, ein auf einem Berg gelegener Korkeichenwald, ein Weinberg mit der Traubensorte Albariño, der die Winzerei des Gutes beliefert und durch die Herkunftsbezeichnung der Rías Baixas geschützt ist. Die Aufmerksamkeit des Besuchers wird sofort auf die Eukalyptusbäume, der Sorte Eucaliptus globulus gelenkt, die als Geschenk des Bischofs von Tui 1820 auf dem Gelände gepflanzt wurden. Sie gehören heute zu den größten ganz Europas und besitzen einen Umfang von mehr als 14 Metern.

Das Weingut und die Gartenanlagen des Pazo de Fefiñáns

Von Vilagarcía de Arousa gelangt man schnell nach Cambados. In diesem Ort, der sowohl Fischerambiente als auch herrschaftliches Flair besitzt, sollte man die Gärten und das Landhaus Pazo de Fefiñáns, am gleichnamigen, zentral gelegenen Platz besichtigen, an dem ebenfalls die Kirche San Benito steht, eine Warte mit Aussichtspunkt, sowie eine schöne Rundbogenbrücke aus dem Barock. Die gesamte Anlage wurde zum Gut von kulturellem Interesse erklärt.

Im Inneren des Landsitzes ist die älteste Kellerei des Ortes untergebracht. Sie ist seit 1904 in Betrieb. Der Besucher erhält die Gelegenheit, einen Rundgang über den einen Hektar großen Weinberg zu machen, dem eine pergolaähnliche Wuchsform  verliehen wird, und durch die Gärten mit heimischen Pflanzenarten und jahrhundertealtem, sorgfältig gepflegte Buchsbaum. Auch das Innere des Landsitzes kann besichtigt werden. Hier erhält man einen Einblick in den feinen Geschmack des galicischen, in Dörfern und Städten ansässigen Landadels.

Die Eukalyptusbäume des Pazos de Rubiáns mit 14 Metern Umfang gehören zu den größten in Europa

Fisch und Meeresfrüchte in Cambados, „der Hauptstadt” des Albariñoweins

Nach der Besichtigung ist Mittagszeit. In den Straßen der Ortschaften findet man Restaurants, Gasthäuser und Tapasbars, die die vielen Besucher mit Fischgerichten und Meeresfrüchten aus der Bucht überraschen. Vergessen Sie nicht, das Essen mit einem guten Albariño mit Herkunftsbezeichnung Rías Baixas abzurunden, denn nicht umsonst befindet man sich hier in der „Hauptstadt“ dieses Weins.


Die vielen Farben der Kamelie auf dem Grundstück von A Saleta


Für den Nachmittag kann ein Besuch auf dem Grundstück von A Saleta, in der Gemeinde Meis, eingeplant werden. Dort befindet sich ein großes Bauernhaus mit einem Getreidespeicher, einem Taubenschlag und einer Kapelle. Die Anlage liegt auf einem fünf Hektar großen Gelände mit Eichen, Eukalyptusbäumen und Korkeichen sowie einer Gartenanlage im englischen Stil, die von der englischen Landschaftsarchitektin Brenda Colvin entworfen wurde
Auch hier wieder steht die Kamelie, die die Landschaft während ihrer Blüte mit ihren Blättern weiß, rosa, rot und violett oder marmoriert färbt, im Vordergrund. Der Garten besitzt darüber hinaus aber auch Rhododendren, Azaleen, australische Proteaceae und Myrtengewächse sowie südamerikanische Ericacaean, die alle perfekt gekennzeichnet sind.

Beeindruckende Kamelien im Pazo de Lourizán

Poñemos rumbo a Pontevedra. Moi preto desta poboación, na estrada que se dirixe a Marín, atópase o Pazo de Lourizán e o seu gran terreo de 54 hectáreas, que hoxe alberga o Centro de Investigacións Forestais. A súa relevancia botánica e arquitectónica merece unha visita. Von hier aus geht es weiter Richtung Pontevedra. Ganz in der Nähe dieser Ortschaft, an der Landstraße nach Marín, befindet sich der Pazo de Lourizán und sein großes, 54 Hektar großes Grundstück, auf dem heute das Waldforschungszentrum untergebracht ist. Wegen seiner Bedeutung für die Botanik und Architektur lohnt hier ein Besuch.

Beeindruckend ist das große Jugendstilgebäude mit seiner majestätischen Aufgangstreppe, vielen Säulen, riesigen Fensterfronten, Statuen und Ornamenten. Die Villa wurde von dem Politiker Montero Ríos erbaut, der im Jahr 1898 den Vertrag von Paris aushandelte, durch den der spanisch-amerikanische Krieg beendet wurde.

In der Nähe des Hauses liegen zahlreiche interessante Plätze wie der aus Glas erbaute Wintergarten, ein Taubenschlag, der Getreidespeicher, die Weinpresse, die Überreste einer Mühle, ein Waschplatz, der Forellenteich, der Parque de las Rías sowie verschiedene alte Quellen und die mit buntem Glas geschmückte Gruta de los Espejos (Spiegelgrotte).

Im botanischen Garten stehen  
japanische und chinesische Kastanien,
Libanonzedern und  
holländische Ulmen


Im 1949 mit der Bezeichnung „Arboreto” angelegten botanischen Garten sind sowohl exotische als auch heimische Pflanzenarten erhalten, die vom 19. Jahrhundert bis heute gepflanzt wurden. Die Libanonzeder, Metasequoia glyptostroboides, und die chinesischen und japanischen Kastanien wurden in den Atlas für einzigartige Bäume in Galicien aufgenommen. Ein besonderes Exemplar ist auch die holländische Ulme, die Königspalmen sowie die Magnolienallee. Die Kamelien der Sorte „Alba Plena” gelten unter Experten als beeindruckend. Die ältesten Kamelienpflanzen stammen aus dem 19. Jahrhundert.


Nach diesem Besuch bietet sich ein Abendessen in Pontevedra an. In der Altstadt  des Ortes finden sich gute Gasthäuser und Restaurants mit ausgezeichneter typisch galicischer Küche.

4. Tag

Das Schloss von Soutomaior und sein internationaler Exzellenzgarten

Nach dem Frühstück in Pontevedra empfehlen wir Ihnen, den Morgen zu einem letzten Besuch auf dem Schloss von Soutomaior zu nutzen, das in der gleichnamigen Ortschaft steht. Die Entfernung beträgt eine gute halbe Stunde mit dem Auto. Die Gartenanlage des Schlosses war die erste in Spanien, die aufgrund der großen Bedeutung dieser Blume im botanischen Park von Soutomaior von der Internationalen Kameliengesellschaft auf dem internationalen Kamelienkongress 2012 in China mit der Zertifizierung eines „internationalen Exzellenzgartens“ ausgezeichnet wurden.

Einige Ressourcen können ohne Georeferenz sein und sind deshalb nicht auf der Karte dargestellt.

Der ausladendste Kamelienbaum von Galicien

In diesem botanischen Garten gibt es 400 Kameliengewächse, die bis zu 25 verschiedenen Sorten angehören - einige von ihnen sind mehrere hundert Jahre alt. Einer der Kamelienbäume besitzt achtzehn, aus dem Boden wachsende Stämme, die eine einzige, 17 Meter breite, enorme Krone bilden. Es ist der ausladendste Kamelienbaum in ganz Galicien.

Auf dem 35 Hektar großen Gelände wachsen Palmen, Orangenbäume, Eukalyptusbäume, Kastanien, Eichen und Magnolien auf dem Schlosshügel. Das ursprüngliche Schloss stammt aus dem 12. Jahrhundert. Später richtete sich hier Pedro Madruga, eine Schlüsselfigur im Galicien des 15. Jahrhunderts aufgrund seines Kampfes gegen die aufständischen Bauern als auch gegen die Katholischen Könige, seinen Stammsitz ein.

Zur mauernbewehrten Schlossanlage gelangt man über eine Zugbrücke. Hoch über der Brücke erkennt man das Wappen des Marquis von Mos. Im Palast selbst kann man die völlig restaurierten Räumlichkeiten sowie die exzellent gemeißelte „Galería de Damas” besichtigen, die einen wunderbaren Ausblick auf den Waffenhof bietet.

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