Auf dieser Reise werden die Besichtigungen der schönsten galicischen Gartenanlagen, von Schlössern und Herrenhäusern mit einem Ausflug zu Weinbergen und Winzereien mit Herkunftsbezeichnung verbunden. Ausgezeichnete Fische und Meeresfrüchte aus den galicischen Flussmündungen werden mit den köstlichsten Weinen abgerundet.

Auf dieser Reise werden die schönsten galicischen Gartenanlagen von Palästen und Herrenhäusern mit einem Ausflug zu Weinbergen und Winzereien mit Herkunftsbezeichnung verbunden. Ausgezeichnete Fische und Meeresfrüchte aus den galicischen Flussmündungen werden mit den köstlichsten Weinen abgerundet.

Wir empfehlen Ihnen, eine Weinreise in Verbindung mit den schönsten galicischen Gartenanlagen von Palästen und Herrenhäusern zu erleben. In den Garten glänzt die Kamelie von selbst. Sie wächst neben anderen botanisch und ästhetisch wertvollen heimischen und exotischen Pflanzen, die mit Liebe und Sorgfalt gepflegt werden. Auf dem Weg ist man umgeben von Gärten, Obstplantagen und Weinbergen, von deren Trauben die ausgezeichneten galicischen Weine mit Herkunftsbezeichnung stammen

Weitere Informationen ...
- Pazo de Bazán. Telefon: 986 542 250
- Museo Etnográfico e do Viño. Telefon 986 526 119
- Adegas do Palacio de Fefiñanes. www.fefinanes.com
- Pazo de Rubiáns. www.pazoderubianes.com
- Pazo Quinteiro da Cruz. www.pazoquinteirodacruz.es
- Finca de A Saleta. Telefon: 986 872 323
- Castelo de Soutomaior. www.hotelpousadadelcastillo.com   

 

1. Tag

En Cambados, der Wiege des Albariño

 Cambados, ein gleichermaßen herrschaftlicher und beschaulicher Fischerort liegt in der Region O Salnés, in der autonomen Provinz Pontevedra, an den Rías Baixas. Der Ort bietet einen ausgezeichneten Ausgangspunkt für dieses Abenteuer bei dem Weinberge und Gartenanlagen miteinander verbunden werden. Über die nahe gelegene Autobahn, die Autopista del Atlántico (AP-9) und untergeordnete Straßen gelangt man sehr schnell hierher

Einige Ressourcen können ohne Georeferenz sein und sind deshalb nicht auf der Karte dargestellt.

Wir empfehlen Ihnen, am frühen Nachmittag anzukommen, damit Sie Zeit haben, im Hotel einzuchecken und damit Sie bereits beginnen können, einige der Zauber der Gegend zu entdecken. Das Übernachtungsangebot erstreckt sich auf Herrenhäuser, Landhäuser sowie Weingüter, die Gästezimmer anbieten. Das schönste Hotel ist natürlich der großartige Pazo de Bazán, der in einem Gebäude aus dem 17. Jahrhundert untergebracht ist, der heutige Parador de Turismo. Hier übernachtete seinerzeit auch General De Gaulle. 

Der Pazo ist zentral gelegen, direkt der Allee Alameda da Calzada gegenüber, deren Pappeln und Ulmen den Besuchern während des Weinfestes „Festa do Viño Albariño”, das in der ersten Augustwoche stattfindet und zum Fest von nationalem touristischem Interesses erklärt wurde, Schatten spenden. Wenn Ihr Besuch in diese Zeit fällt, werden Sie den Ort äußerst animiert mit vielen Leuten, gutem Essen, Getränken und Gesprächen an den einzelnen, von den verschiedenen Winzern  unterhaltenen Ständen erleben. Während des Weinfestes werden die besten Albariño-Weine zu sehr günstigen Preisen angeboten. Der Wein eignet sich bestens als Begleitung zu den ausgezeichneten Meeresfrüchten aus der Bucht.

Das Geheimnis des Weins von O Salnés

Wir empfehlen Ihnen, den Nachmittag im Ethnographie- und Weinmuseum zu beginnen, einem der ersten Museen Spaniens, das sich diesem Thema widmete. Von der Alameda da Calzada geht es eine Stück auf der Avenida de Vilariño bis zur Kreuzung mit der Straße Rúa de San Francisco, der man bis zur Avenida da Pastora folgt. Auf dieser geht es bergan bis zum Museum. Die Ausstellungsräume sind im ehemaligen Rektorenhaus aus dem 16. Jahrhundert untergebracht, der so genannten Casa de Ricoy. Das Gebäude lässt sich leicht am großen Schriftzug an der Fassade erkennen. In seinem Inneren entdeckt man die Geheimnisse des Weins von O Salnés und der Herkunftsbezeichnung de Orixe Rías Baixas.

Die Ruinen von Santa Mariña Dozo

Wenige Schritte vom Museum entfernt befinden sich die Ruinen von Santa Mariña Dozo, die zur nationalen Sehenswürdigkeit erklärt wurden. Hier liegt ein Friedhof, der von Álvaro Cunqueiro als der „melancholischste Friedhof“ beschrieben wurde. Kaum lässt man das schmiedeeiserne Eingangstor hinter sich, um die Reste dieser Kirche zu sehen, die ursprünglich im gotischen Seefahrerstil erbaut wurde, versteht man weshalb ihre Besichtigung ein absolutes Muss ist. Die Mauerreste halten noch einige, nackte, himmelwärts zeigende Bögen, die jedoch überreich mit kreisförmigen Ornamenten geschmückt sind. Den Boden teilen sich unzählige, mit Kreuzen, Skulpturen und Blumen geschmückte Grabplatten, mit einer widerspenstigen Vegetation, die zwischen den Steinen hervorstrebt.

Als Ursache für die teilweise Zerstörung der Kirche im 19. Jahrhundert wird ein zufälliger oder beabsichtigter Brand, im Zuge der damaligen ständigen Auseinandersetzungen angenommen. Das Gefühl der Melancholie und Romantik, das dem Besucher hier entgegenschlägt, wird an bewölkten Tagen oder an sonnigen Tagen, wenn die Sonne im Atlantik hinter dem Berg Monte da Pastora verschwindet, noch verstärkt. Zu diesem Zeitpunkt verwandelt sich das Szenario in wunderbare Licht- und Schattenspiele zwischen den Bögen - eine einmalige Gelegenheit dieses Motiv im Bild festzuhalten.

Weinlokale im Stadtviertel Fefiñáns

Nach beendetem Rundgang, steht Ihnen sicher der Sinn nach einer Verkostung von Albariño- Weinen aus O Salnés. Dafür empfehlen wir Ihnen, ins Stadtzentrum von Cambados zurückzukehren und im aristokratischen Viertel Fefiñáns am gleichnamigen Platz einzukehren. Der gewaltige Vorplatz aus Stein ist umgeben von einer künstlerischen Anlage aus dem 16. Jahrhundert, die zum Gut von kulturellem Interesse erklärt wurde. Dazu gehören die Kirche San Benito, eine Warte und Aussichtsturm, die Bergfried genannt wird, eine wunderschöne Bogenbrücke mit barockem Flair und der prächtige Pazo de Fefiñáns, an dessen Seiten sich zwei kuriose runde, an Kanzeln erinnernde Balkone befinden.

Ein Besuch auf dem Weingut Fefiñáns

Der Besucher erhält die Gelegenheit, einen Rundgang über den einen Hektar großen Weinberg zu machen, dem eine pergolaähnliche Wuchsform  verliehen wird, und durch die Gärten mit heimischen Pflanzenarten und jahrhundertealtem, sorgfältig gepflegte Buchsbaum. Auch das Innere des Landsitzes kann besichtigt werden. Hier erhält man einen Einblick in den feinen Geschmack des galicischen, in Dörfern und Städten ansässigen Landadels.
Im Inneren des Landsitzes Pazo de Fefiñáns ist die älteste Kellerei des Ortes untergebracht. Sie ist seit 1904 in Betrieb. In der Winzerei des Palastes Fefiñanes werden drei verschiedene Arten von Albariño-Weinen und Schnäpsen hergestellt. Bei einer frühzeitigen Anmeldung des Besuches, ist es möglich, die einzelnen Räumlichkeiten für die Gärung, Reifung und das Abfüllen des Weins zu besichtigen. Man kann dem Herstellungsprozess in Begleitung von Mitarbeitern vor Ort zusehen, und erhält gleichzeitig Erläuterungen über die einzelnen Produktionsschritte der Weinentstehung. Eine Verkostung findet ebenfalls statt. In diesem renommierten Unternehmen erlebt man hautnah wie moderne Produktionstechniken harmonisch neben dem Reifungsprozess in Eichenfässern, die in einer Umgebung aus Stein und Holz aufbewahrt werden, bestehen.

Der Weinberg, der Garten und der „Zauberwald“ des Pazo de Fefiñáns

Eine weitere Sehenswürdigkeit auf dem Gelände des Pazos ist der alte Weinberg. Ein Ausflug zu ihm wird von der Kellerei Gil Armada organisiert. Ein Spaziergang durch die Anlage ist mit Führung eines Önologen möglich. Dabei erfährt man die besonderen Charakteristiken, die diese Traube, ihren Anbau, das Klima und den Boden ausmachen. Im Anschluss wird der Besucher zu einer abschließenden Verkostung begleitet, auf der man Aromen unterscheiden lernt, die an Zitrone, feuchtes Gras, Wildrose oder tropische Früchte erinnern - eine wahre Geruchs- und Geschmackssymphonie, die dem Weinglas entsteigt.
  
Am Ende der Anpflanzungen, an denen diese alten Rebstöcke stehen, liegt auch der „Zauberwald“. Diese Bezeichnung ist wohl verdient, denn er taucht überraschend nach dem Durchqueren eines Gangs mit pergolaähnlichen Weinstöcken auf. Plötzlich befindet man sich   unter einem beeindruckenden Buchsbaumgewölbe, neben dem heimische Bäume wie Eichen und jahrhundertealten Kastanien stehen. Auch ein Spaziergang durch den Garten ist möglich. Dieser zeigt je nach Jahreszeit verschiedene Farben und Gerüche u. a., dank Rosen, Pfingstrosen, Flieder, Heliotrop, Pfeifensträuchern und Maiglöckchen.

Das Interieur des Landsitzes

Das Weingut bietet auch eine Besichtigung des Landsitzes und seiner Räumlichkeiten an. Hier erhält man einen Einblick in den feinen Geschmack des galicischen, in Dörfern und Städten ansässigen Landadels - weit entfernt von der bäuerlichen Welt. Sie werden sicherlich überrascht sein von den mit orientalischen Motiven bemalten Tapeten in einem der Salons. Dabei handelt es sich um eine exotische Laune, die der erste Marquis von Figueroa aus Russland mitbrachte, wo er im frühen 19. Jahrhundert als Botschafter tätig war.

Fisch, Meeresfrüchte und Albariño

Beim Abschied vom Weingut und seinen verschiedenen Anbauflächen, ist es Zeit zum Abendessen. Auf den Speisekarten der Restaurants  und Tapaslokale in den an die Praza de Fefiñáns angrenzenden Straßen stehen Fische und Meeresfrüchte aus der Bucht, die gegrillt oder mit Soßen und Beilagen, einschließlich Weinsaucen mit Albariño,  köstlich serviert werden.
 

2. Tag

Kamelien und Weinberge in den Pazos von Vilagarcía de Arousa und Ribadumia

Der Pazo de Rubiáns - ein majestätischer Wintergarten

Nach einem ruhigen Frühstück in Cambados empfehlen wir Ihnen, den Morgen mit einer Besichtigung, die unter botanischem, önologischem und historisch-künstlerischem Gesichtspunkt besonders wertvoll ist, zu verbringen. Wir beziehen uns auf den ganz in der Nähe der Ortschaft Vilagarcía de Arousa liegenden Pazo de Rubiáns. In kaum 20 Minuten mit dem Auto gelangt man über die VRG-43 dorthin.

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Am Eingangsportal zum Grundstück sollte man zunächst die alte Inschrift von García de Caamaño y Mendoza, dem Hausherrn der Casa de Rubiáns, betrachten. Die etwa zweistündige Besichtigung findet unter Führung eines Mitarbeiters des Hauses statt. Der Spaziergang führt durch die Gartenanlage, den Park, den Wald und den Weinberg und endet im Inneren der Casa de Rubiáns. Bei einem Umbau im 18. Jahrhundert wurde der Familienwohnsitz in einen Pazo umgebaut.

Kamelien  gibt es im Pazo de Rubiáns seit der Herzog von Caminha dem Besitzer des Landhauses im frühen 19. Jahrhundert die ersten Exemplare schenkte.

Die Kamelie ist hier die Königin unter mehr als hundert Blumensorten, seit der Herzog von Caminha den Besitzern des Landhauses im frühen 19. Jahrhundert die ersten Exemplare schenkte. Alter und Aussehen haben sich zu überraschenden Gestaltungen entwickelt. Heute gibt es hier mehr als 35 Arten und 800 verschiedene Sorten, die Rubiáns zu einem majestätischen Wintergarten werden lassen. Einer  der zauberhaften Orte auf dem Spaziergang ist der Froschteich, der Estanque de las Ranas, mit einer Pergola und einem Rondell, umgeben von Platanen und Buchsbaum. Dahinter gelangt man in einen gartenähnlichen Wald mit verschiedenen üppigen Laubbäumen. An einem sonnigen Tag sollten Sie darauf achten, wie das Unterholz durch das Licht zum Leben erwacht.

Zur Erntezeit ist es möglich, an der Lese teilzunehmen

Von hier aus geht es einen Weinberg hinunter, auf dem hauptsächlich Albariño-Reben stehen. An dieser Stelle zeigt sich ein wunderbarer Ausblick über die Bucht und Vilagarcía de Arousa. Der gesamte Weinberg erstreckt sich über 25 Hektar. Den Reben wird eine Wuchsform, die „pergolaähnlich“ ist oder auch als „Spalier“ bekannt ist, verliehen. Vielleicht kann man sogar der Traubenlese zusehen. Auf Wunsch besteht auch die Möglichkeit, nach Voranmeldung in der entsprechenden Jahreszeit selbst an der Lese teilzunehmen.

Nach dem Weinberg geht es auf Entdeckung im neuesten Gartenbereich, auf 25.000 m², bei dem sich felsige Hänge und wunderschöne Wasserläufe abwechseln. Der Gedanke, der hinter den hier geplanten und teilweise bereits umgesetzten Arbeiten steht, ist die Wiedergewinnung eines Geländes, das während einer Brandwelle im Jahr 2006 in Galicien zerstört wurde.

Der besondere Geruch nach Kampfer

Die Hausherren achten sehr darauf, dass man sich keine Einzelheit der Anlage aus eleganten Sicheltannen, Palmen, der immergrünen Magnolien im Eingangsbereich, von kalifornischen Weihrauchzedern, riesigen Korkeichen und Kampferbäumen entgehen lässt. Man wird sogar aufgefordert, an einem Blatt des Kamferlorbeers zu schnuppern, um den typischen Kampfergeruch wahrzunehmen. Sicher werden Sie überrascht sein von den Ausmaßen der enormen Eukalyptusbäume, der Sorte Eucaliptus globulus, die 1820 gepflanzt wurden, und zu denen einer der größten Bäume in ganz Europas mit einem Umfang von mehr als 14 Metern gehört. Die Überraschungen scheinen auf Rubiáns kein Ende zu nehmen.

Die Besichtigung der Innenräume des Pazos, seiner Bäckerei und des Weinkellers

Nach dieser ausgiebigen Besichtigung der Außenanlagen, tritt man nun in den Landsitz selbst ein. Die Räumlichkeiten sind im Stil des 18. Jahrhunderts ausgestattet. Zur Besichtigung gehört auch die im 16. Jahrhundert erbaute und dem heiligen Josef gewidmete Familienkapelle. Hier lässt sich eine Seltenheit der religiösen Symbologie beobachten, die Verlobung der Jungfrau Maria. Auch die Darstellung des so genannten Heiligen „San José Milagreiro”, ein Bildnis des jungen Heiligen mit dem Jesuskind in Armen ist eher ungewöhnlich.

Der Rundgang findet seinen Abschluss mit verschiedenen Gebäuden, die seit dem 15. Jahrhundert erhalten sind. Dazu gehören die Bäckerei, der Weinkeller und die renovierten Pferdeställe, die Besuchern und dem Geschäft dienen. Hier werden selbst hergestellte Erzeugnisse aus der Produktion von Rubiáns, z. B. Kampferkerzen, Seifen aus Kamelienöl,  handwerklich hergestellte Schmuckstücke sowie auf dem Landsitz gekelterte Weine zum Verkauf angeboten.

Die Venusmuscheln aus Carril

Zum Mittagessen schlagen wir Ihnen eine kurze Fahrt mit dem Wagen nach Vilagarcía de Arousa, eine der wichtigsten Ortschaften in Galicien vor. Hier bieten die Restaurants köstliche Speisen aus Fischen und Meeresfrüchten an. Eine andere Möglichkeit besteht darin, zehn Minuten in Richtung Norden bis in die Ortschaft Carril, weiter zu fahren. Das Dorf ist bekannt für seine Venusmuscheln, die im August mit einer eigenen gastronomischen Feierlichkeit gewürdigt werden. Wir empfehlen Ihnen ein Menü mit dieser köstlichen Muschelart, und weiteren Meeresfrüchten der Gegend in Begleitung eines Albariños aus der Gegend O Salnés mit der Herkunftsbezeichnung de Orixe Rías Baixas.

Die „Goldene Kamelie“ aus dem Pazo Quinteiro da Cruz

Nach dem Essen schlagen wir Ihnen die Besichtigung einer der schönsten Palastgärten in Galicien vor. Es handelt sich dabei um den Pazo Quinteiro da Cruz, in der Pfarrgemeinde Lois, im Gemeindebezirk von Ribadumia. Der Garten besitzt einen hohen botanischen und ornamentalen Wert, wobei die Kamelie im Mittelpunkt der Gartenanlage steht, nicht nur weil hier über tausend verschiedene Sorten gezüchtet werden, sondern weil es mit Liebe und Sachkenntnis geschieht. Aus diesem Grund wurde diesem Ort bereits mehrmals die Auszeichnung „Goldene Kamelie“ während der internationalen Kamelienschau verliehen.
  
Der Pazo Quinteiro da Cruz besitzt Wein- und Ackerbaugeräte, die im europäischen Katalog  für Weinbautradition aufgeführt werden. Bei einem Rundgang über das sieben Hektar große Gelände kann man feststellen, wie die Umgebung das Wesen der galicischen Symbolhaftigkeit durch die vorhandenen Bauelemente verströmt. Das Landhaus ist ein schönes Gebäude aus dem 18. Jahrhundert. Von den beiden beeindruckenden Getreidespeichern ist einer ganze 15 Meter lang und der andere liegt an einem Teich, der als Waschplatz dient. Zwei Kreuzwege, verzierte Brunnen, Taubenschlag und Kapelle runden das Bild ab. Man merkt, wie alles von der schlichten Schönheit des galicischen, durch die Jahrhunderte von Feuchtigkeit, Moos und Flechten geprägten Granits umhüllt ist.

Zum Grundstück gehört auch eine Wohnterrasse mit Säulengang, in der verschiedene Ausstellungsstücke mit bedeutendem ethnographischen Wert zu sehen sind, beispielsweise  antike Gerätschaften aus dem Weinbau und Ackerbaugeräte, die im europäischen Katalog  für Weinbautradition und im historisch-künstlerischen Erbe von Galicien verzeichnet sind.

Ein Familienweingut

Der Garten ist umgeben von Weinbergen der Rebsorte Albariño, durch die uns der Rundgang führt. Hier wird ein exquisiter Wein in limitierter Auflage gekeltert - der hoch geschätzte Weißwein aus dem Familienweingut, das sich in einem alten Steingebäude auf dem Grundstück befindet. Im Inneren kann man die erforderliche Ausrüstung für die Criomaceration des Traubenmostes besichtigen sowie für den sich anschließenden Gärungsprozess und die Kontrollen, die bei sehr niedrigen Temperaturen in Edelstahltanks durchgeführt werden. Zum Abschluss der Besichtigung ist es Zeit, einen guten Wein zu kosten.

Abendessen in O Grove und Übernachtung auf der Insel A Toxa

Am Ende dieses Ausflugs, schlagen wir Ihnen vor, in Richtung Südwesten nach O Grove zu fahren, einer Ortschaft, die auch als „die Hauptstadt der Meeresfrüchte“ bekannt ist, um dort vor dem Abendessen ein wenig auf der Strandpromenade zu bummeln und das Treiben im Yachthafen anzusehen. Sobald sich der Hunger meldet, wird jedes der Fischrestaurants im Viertel Ihren Geschmack treffen. Für die Übernachtung finden Sie hochwertige Hotels in der Nähe der Insel A Toxa. Dort stehen zwei Thermalwasser-Hotels sowie ein Thalasso-Hotel, die für Luxus und Thermaltherapie bürgen.

3. Tag

Meeresfrüchte, Gärten und mineralienhaltiges Heilwasser

Eine Fahrt über die Flussmündung von Arousa

Nach einem guten Frühstück mit einem herrlichen Ausblick über das Meer und die Küstenlinie der Bucht von Arousa geht es von A Toxa aus per Schiff auf Entdeckung landschaftlicher Schönheiten und des Reichtums an Meeresfrüchten. Sie sollten nicht vergessen, dass die galicischen Rías Baixas laut der FAO als eines der größten Phytoplanktonreservate der Erde gelten. Aus diesem Grund besitzen die verschiedenen, hier auf Bateas (hölzernen Zuchtkolonien) gezogenen Meeresfrüchte eine besondere Größe und einen außerordentlichen Geschmack.

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Für den Beginn dieses Abenteuers ist es nötig, erneut zum nur fünf Autominuten entfernt liegenden Yachthafen von Grove zu fahren. Hier laufen die Segelboote, Katamarane und die Schiffe mit durchsichtigem Boden aus, die Fahrten auf der Flussmündung anbieten. Auf vielen von ihnen kann man an Bord essen, ein typisch galicisches Menü mit einer Degustation von fangfrischen Meeresfrüchten, einer galicischen Pastete sowie andere lokale Speisen und ein guter Albariño mit Herkunftsbezeichnung Rías Baixas gehören unbedingt dazu. Deshalb empfehlen wir, diese Möglichkeit in Betracht zu ziehen.

Die Arbeit auf den Bateas

Während des Bootsausflugs wird auch neben wahren Algenwäldern, die durch den transparenten Schiffsrumpf leicht zu erkennen sind, geankert. Auch vor den Bateas, den hölzernen Zuchtkolonien, wird ein Halt eingelegt, um den dort beschäftigten Männern bei ihrer harten Arbeit zuzusehen. Mit mechanischer Unterstützung werden die Taue, an denen sich die Meeresfrüchte befinden, abgewickelt. Ein solches Tau wiegt bis zu 300 Kilo. Sie werden von Algen und Parasiten befreit, damit das Wachstum der an der Zuchtstätte hängenden Miesmuscheln, Austern, oder Jakobsmuscheln nicht beeinflusst wird. Der Boden des Schiffes gibt den Blick frei auf die Taue, die auf den Meeresboden hängen. Auch Fischschwärme, Brassen, Bernsteinmakrelen und graue Drückerfische sind gut zu erkennen.

Beim Verlassen des Bootes im Hafen von O Grove, kann man sich von der Fahrt bei einem Erfrischungsgetränk auf einem der nahe gelegenen Straßencafés stärken und dann in Richtung der Gemeinde Meis aufbrechen. Die Fahrt dorthin über die AG-41 dauert kaum eine halbe Stunde.

Das Grundstück A Saleta - eine Referenz für die Botanik

In dieser Umgebung befindet sich das Grundstück A Saleta eine Referenz für die Botanik in den Aufzeichnungen der „Gärten Spaniens“ der spanischen Kameliengesellschaft, die eine bedeutende Rolle für die Zucht dieser besonderen Pflanze spielt. Auf dem Gelände werden 200 Kamelienexemplare um eine Wiese herum gezüchtet, die während der Kamelienblüte (zwischen November und März) weiß, rosa, rot, lila violett und marmoriert erstrahlt.

Tamén nos saen ao paso rododendros, azaleas, protáceas e mirtáceas australianas e ericáceas sudamericanas, perfectamente etiquetadas e identificadas; un corredor con diferentes variedades de enredadeiras e lugares onde os arbustos pasaron á categoría de árbores. O terreo está rodeado por cinco hectáreas de carballos, eucaliptos e sobreiras, entre os que se agacha un pombal octogonal. En xeral imos ver un xardín onde reina un caos perfectamente ordenado, deseñado pola paisaxista Brenda Colvin.

Neben dem großen Bauernhaus stehen ein Getreidespeicher und eine Kapelle, in deren Inneren ein Altaraufsatz und ein bunt bemaltes Deckengewölbe erhalten sind. Hier treffen sich die Einwohner des Ortes, um den Tag der Heiligen Jungfrau von A Saleta zu feiern.

Eine Thermalwasserbehandlung auf A Toxa

Nach der Besichtigung empfehlen wir Ihnen wieder zur A Toxa Insel zurückzukehren und einen Entspannungsnachmittag einzulegen, bei dem die wohltuende Wirkung von Meer- und Quellwasser genutzt wird. Auf Wunsch können Sie auch eine Schönheits-, Entspannungs- oder Wellnessbehandlung in Anspruch nehmen. Angeboten werden verlockende Therapien, bei denen beispielsweise eine Thalassotherapie mit der heilenden Wirkung der Albariño-Traube kombiniert wird. Auf diese Weise wird auch ein ganz anderer Aspekt des Weinbaus von O Salnés berücksichtigt, nämlich seine Bedeutung im therapeutischen und kosmetischen Bereich.

Ein kleiner entspannender Mittagsschlaf ist nach der Thermalbehandlung ratsam.  Nach dem Erwachen fühlt man sich vollständig erholt für einen Spaziergang über die Insel, der vor dem Abendessen sehr wohltuend und appetitanregend ist. Die Küste der Insel bietet herrliche Ausblicke auf die Flussmündung während man den feinen Sandstrand spürt oder die hellen Balustraden betrachtet. Im Inneren der Insel verlaufen mit Palmen gesäumte Wege und es gibt einen Pinienpark, in dem sich wunderbar reine Luft atmen lässt.

4. Tag

Von A Toxa nach Combarro, Pontevedra und Soutomaior

Die Seifentradition von A Toxa

Ao rematar o almorzo, non podemos abandonar a illa sen visitar a singular capela das Conchas, en pleno centro. O interior conserva certo aire mariñeiro, pero a verdadeira atracción é o exterior, completamente recuberto de cunchas de vieira, que nos ofrece un decorado perfecto para inmortalizar a visita cunha foto. Nach dem Frühstück ist noch vor dem Verlassen des Ortes eine Besichtigung der einzigartigen Capela das Conchas (Muschelkapelle) im Zentrum der Insel ein absolutes Muss. Das Innere besitzt ein gewisses Seefahrerflair, die Besonderheit findet sich jedoch an der Außenfassade, die vollständig mit Jakobsmuscheln verkleidet ist - den Anblick sollten Sie unbedingt in einem Foto festhalten.

Einige Ressourcen können ohne Georeferenz sein und sind deshalb nicht auf der Karte dargestellt.

Wenn Sie Einkäufe und Geschenke erwerben möchten, ist das Museumsgeschäft der „La Toja”, eine der ältesten Seifenproduktionen Spaniens, eine gute Adresse, die in ihrem Sortiment auch andere Kosmetika führt. Im Geschäft wird die Geschichte des Unternehmens erläutert. Der Verkaufsraum bietet Badesalze, Seifen und Cremes, die mit Thermalwasser hergestellt werden, zum Verkauf. Beim Verlassen der Insel findet man unweigerlich Verkäuferinnen von Muschelketten, die an der Landstraße stehen, und die Besucher willkommen heißen oder auch verabschieden.

Wir laden Sie ein, die Rundreise auf der PO-316 und der PO-308, der Küstenlandstraße, die das geschwungene nördliche Profil der Bucht Ría de Pontevedra nachzeichnet, fortzuführen. Auf dem Weg fährt man durch kleine Fischerdörfer und die bekannten Touristenorte Sanxenxo und Portonovo

Der Zauber von Combarro

Kurz vor der Ankunft in Pontevedra wird die Ortschaft Combarro, ein typisches Fischerdorf, angekündigt. Wir empfehlen, hier einen kleinen Halt einzulegen, und die Altstadt bis zur Plaza de San Roque anzusehen und durch die steil, zur Küste hin abfallenden Gassen zu schlendern. Der Besucher hat das Gefühl, sich auf einem riesigen Granitblock zu befinden, auf dem die Stein- und Holzhäuser mit ihren Bogengängen und schmiedeeisernen Balustraden wie Skulpturen stehen.

Auf dem Bummel durch den Ort stößt man auf zahlreiche Steinkreuze mit Bildnissen. Die meisten von ihnen sind Darstellungen der Jungfrau mit Jesus, die seitlich miteinander verbunden sind. Folgt man dem Blick Christus führt dieser auf das Land, die Jungfrau sieht auf das Meer hinaus. Hierin liegt die Besonderheit der Steinkreuze von Combarro.

Im Anschluss geht es weiter zum Strand Praia de Padrón, der ein überraschendes Panorama von Combarro bietet: man sieht dreißig am Ufer nebeneinander ausgerichtete Getreidespeicher. Mit Pflanzen geschmückt, abblätternder Farbe und Gras auf dem Dach bieten sie einen bezaubernden Anblick. Früher wurden diese Speicher von den Fischern zum Trocknen von Fisch und zum Aufbewahren von Mais, Kartoffeln und anderen Lebensmitteln, die mit dem Boot von der anderen Flussseite gebracht wurden, genutzt. An der gegenüberliegenden Küsten erstrecken sich die fruchtbaren Felder, da das Land diesseits bergig und für die Landwirtschaft ungeeignet ist.

Die belebten Plätze in der Altstadt von Pontevedra

Nach dem Verlassen von Combarro in Richtung des Inneren der Flussmündung, gelangt man schnell nach Pontevedra. Dort kann man in einer der Tavernen, Bars oder Restaurants in einer der - wie sich die Einwohner des Ortes rühmen, besterhaltenen Altstadt Galiciens - ein Mittagessen zu sich nehmen. Den anschließenden Kaffee sollte man sich für eines der Straßencafés an den schönen Plätzen des Ortes, A Verdura, A Ferrería oder A Leña reservieren. Hier herrscht immer reges Leben, das die Menschen besonders intensiv zu genießen scheinen.

In Pontevedra sollte man unbedingt die Capela da Peregrina, (Kapelle der Pilgerin) besichtigen. Sie ist eines der symbolträchtigsten Gebäude des Ortes, da hier der Altar der Stadtpatronin steht. Der Grundriss der Kapelle ist beinahe rund - er besitzt die Form einer Pilgermuschel. Vor der leicht nach außen gewölbten Fassade liegt ein Atrium, dessen Treppenstufen durch eine Balustrade mit Fialen abgeschlossen sind. Am oberen Teil des Gebäudes sind die Figuren des Heiligen Jakobus, von San Roque und der Pilgerin, der Peregrina, zu erkennen - alle mit der typischen Pilgerkleidung. Die Heiligen beschützen die gläubigen Pilger auf ihrer Reise nach Santiago auf dem Cportugiesischen Pilgerweg.

Kurioses aus dem Garten des Schlosses Castelo de Soutomaior

Als wunderbaren Abschluss des letzten Tagesausflugs zu Weinbergen und Gärten, empfehlen wir Ihnen, den einzigen Garten Spaniens zu besuchen, der von der Internationalen Kameliengesellschaft als „internationaler Exzellenzgarten“ ausgezeichnet wurde. Es handelt sich um den botanischen Garten des Schlosses Castelo de Soutomaior, das in der gleichnamigen Gemeinde in der Region Redondela gelegen ist.

  
Über die Nationalstraße N-550 gelangt man in ca. 25 Minuten zum Schloss. Ein Besuch hier sollte nicht lange hinausgezögert werden, denn der Ort bietet viele Überraschungen. Dazu gehört eine umfassende Kamelienpflanzung mit mehr als 500 Exemplaren von 25 verschiedenen Kameliensorten. Im Mittelpunkt steht die älteste Kamelie. Sie besitzt 18, aus dem Boden wachsende Stämme, die den ausladendsten Kamelienbaum in ganz Galicien bilden. Das älteste Baumexemplar des Gartens ist jedoch eine 800 Jahre alte Kastanie, die im Wald mit heimischen Bäumen steht. Zu finden sind hier ebenfalls Palmen, Mammutbäume, Obstbaumplantagen sowie ein herrlicher Ausblick über die Weinberge, die in sanften Terrassen über den Hang abfallen.

 
Die Besichtigung der Außenanlagen ist kostenlos. Möchte man jedoch das Innere des Landsitzes sehen, sind die Öffnungszeiten am Morgen und am Nachmittag einzuhalten. Wenn Sie die Gelegenheit dazu haben, sollten Sie sich einen Rundgang durch die renovierten Räumlichkeiten dieser Festung nicht entgehen lassen, in der Pedro Madruga, eine Schlüsselfigur der galicischen Geschichte des Mittelalters, seinen Stammsitz hatte.

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