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Galicische Kulturstadt

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In Santiago de Compostela gelegen, Emblem der europäischen kulturellen Tradition und deren  ...

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Terras de Santiago

Das Erbe

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Acht Wege nach Santiago gliedern diese Geodestination und hinterlassen dabei die Spuren der Jakobskultur. Der Camino del Sureste (Südöstlicher Weg) durchläuft die Gemeinden Vedra und Boqueixón. Der Camino Portugués (Portugiesische Weg) führt über Padrón, Rois und Teo nach Santiago; die Ruta de Fisterra-Muxía durchquert Ames, Negreira und Santa Comba; der Camino Inglés (Englische Weg), Ordes und Oroso; der Camino Francés (Französische Weg) kommt auf seiner letzten Strecke an Melide, Arzúa und O Pino vorbei; der vom Norden an Sobrado, Boimorto, Arzúa und O Pino und der Primitivo geht durch Toques, Melide, Arzúa und O Pino. Die Ruta do Mar de Arousa endete in der Vergangenheit in Padrón.

Der Weg der Pilger hat über die Jahrhunderte in dieser Gegend einen langen Schweif künstlerischer, architektonischer und kultureller Statements hinterlassen, die diesem Land den Charakter eines touristischen Reiseziels verleihen. Die majestätische Kathedrale von Santiago erhebt sich an der Praza do Obradoiro, inmitten der Hauptstadt Galiciens, als mächtiges Symbol einer ganzen Zivilisation. Der Stadt Santiago de Compostela, die 1985 von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt wurde, gebührt eine besondere Erwähnung in dieser Geodestination, da sie der Dreh- und Angelpunkt dieser Region und Ziel aller Jakobswege ist. Auch der Französische Jakobsweg ist auf seinen Abschnitten durch Spanien und Frankreich Weltkulturerbe und wurde zum ersten kulturellen Wegs Europas ernannt.

Neben der Kathedrale und der ihr nahe gelegenen Plätze, besitzt Santiago unzählige Erbgüter, die zusammen den architektonischen und kulturellen Schatz bilden, den die Stadt heute darstellt: das Hostal dos Reis Católicos, die Colegiata de Sar, der Pazo de Xelmírez, das Convento de San Martiño Pinario, das Convento de San Paio de Antealtares, die Kirche des San Domingos de Bonaval und das Museo do Pobo Galego, die Kirche des Convento de Santa Clara, das Museo de Terra Santa…, aber auch moderne Bauten wie das Centro Galego de Arte Contemporánea oder die spektakuläre  Cidade da Cultura de Galicia, die dem zeitgenössischen Wissen und der heutigen Kreativität gewidmet ist und der es gelungen ist in einem einzigen Gebäude internationaler Bedeutung ein Instrument zur kulturellen Entwicklung Galiciens zu integrieren.

Diese sind nur einige der wichtigste touristischen Ressourcen dieser weltoffenen Stadt. Terras de Santiago ist dank ihres unglaublich reichen Erbguts eine Geodestination mit unzähligen Möglichkeiten für alle die, die an jakobischer Kult und Kultur Interesse haben, aber auch an Zivilarchitektur, Naturlandschaften, Wehranlagen sowie an volkstümlichen Bräuchen und Traditionen.

Einige der bedeutendsten Beispiele des künstlerischen und monumentalen Erbguts dieser Region Galiciens sind die megalithischen Bauten in Terras de Santiago. Der Dolmen dos Cabaleiros (in Tordoia), auch unter dem Namen Casa da Moura bekannt, ist ein kunsthistorisches Denkmal und ein grandioses Exemplar der Bestattungsarchitektur der Jungsteinzeit im Nordwesten der Iberischen Halbinsel. 
Was das religiöse Erbgut in diesem Teil von Galicien betrifft, so sind unbedingt Heiligtümer zu erwähnen wie die der Santa María de Herbón oder der Kirche des Santiago de Padrón, die den „Pedrón“ (römischer, dem Gott Neptun geweihter Altar, an dem der Überlieferung zufolge das steinerne Boot festgemachte, in dem die Überreste des Apostels Santiago transportiert wurden) aufbewahrt; von ebenso großer Wichtigkeit sind die Kirchen des San Vicente in A Baña, der Santa María und des Sancti Spiritus in Melide, die des San Antolín in Toques, die der Santa María de Mezonzo in Vilasantar, die der Santa María de Lampai in Teo, der Tempel des Bastavales (der in den Gedichten von Rosalía de Castro besungen wird) oder Das Gotteshaus und die Wandmalereien der Santa María de Boimorto

Der Camiño de Santiago begünstigt das Aufkommen zahlreicher Elemente, die mit dem Erbgut und der Geschichte des Jakobsweges eng verbunden sind und über die gesamte Region verstreut sind wie zum Beispiel der barocke Brunnen und die Capela do Santiaguiño en Vedra. In Arzúa wurden in den Kalköfen von A Castañeda die kleinen Steine gesammelt, die die Pilger zu Zeiten des Baus der kompostelanischen Basilika mit sich trugen. In Negreira steht neben dem wunderschönen Pazo do Cotón und dem einzigartigen Weiler A Ponte Maceira mit dem Pazo de Baladrón, auch der Pazo da Chancela, in dessen Wappen die Brücke zu sehen ist, die mit ihrer Zerstörung den Verfolgern der Jünger des Apostels, die vor dem römischen Legaten in Fisterra flohen, den Weg abgeschnitten haben soll; in Brión, der von Festungsmauern umringte Castro Lupario, in dem einst die Königin Lupa herrschte; in Boqueixón, wacht der Pico Sacro über die umliegenden Landschaft und ist eng mit der Tradition der Traslatio des Körpers des Apostels von Iria nach Santiago verbunden. Auch in Bezug auf Museen hat diese Region einiges zu bieten wie die Casa Museo da Matanza in Padrón, wo Rosalía de Castro lebte und starb.

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