Die Geodestination Terras de Santiago beschreibt die Gemeinden Ames, A Baña, Arzúa, Boimorto, Boqueixón, Brión, Cerceda, Curtis, Frades, Melide, Mesía, Negreira, Ordes, Oroso, O Pino, Padrón, Rois, Santa Comba, Santiago de Compostela, Santiso, Sobrado, Teo, Toques, Touro, Tordoia, Trazo, Val do Dubra, Vedra und Vilasantar.

Diese Region verfügt über ein reiches kunsthistorisches und monumentales Gut wie das mosteiro de Sobrado dos Monxes, ein Meisterwerk der Renaissance und des Barock in Galicien. In Santiago de Compostela, sind es die Kathedrale und die Altstadt aber auch die hochmoderne Cidade da Cultura, ein spektakuläres Bauwerk von Peter Eisenmann, das große Leidenschaft erzeugt.

Terras de Santiago beschreibt ein Netz von Wegen, die alle in den Camino de Santiago münden. Eine spirituelle Route, die auch auf den gastronomischen Genuss ungern verzichtet. In Arzúa trifft der Camino del Norte auf die anderen, vielleicht weil sich keiner den köstlichen Arzúa-Ulloa-Käse entgehen lassen will. Und an den Ufern des Sar erwartet Padrón, die Wiege berühmter Schriftsteller wie Rosalía de Castro oder Nobelpreisträger wie C.J. Cela, alle jene, die vom Meer kommen, mit den berühmten grünen Paprikaschoten Pimientos de Padrón (Pementos de Herbón). Und zum Dessert und zu Ehren des Apostels: Tarta de Santiago. Terras de Santiago: geschmackvolle Wege!

Das Erbe

Acht Wege nach Santiago gliedern diese Geodestination und hinterlassen dabei die Spuren der Jakobskultur. Der Camino del Sureste (Südöstlicher Weg) durchläuft die Gemeinden Vedra und Boqueixón. Der Camino Portugués (Portugiesische Weg) führt über Padrón, Rois und Teo nach Santiago; die Ruta de Fisterra-Muxía durchquert Ames, Negreira und Santa Comba; der Camino Inglés (Englische Weg), Ordes und Oroso; der Camino Francés (Französische Weg) kommt auf seiner letzten Strecke an Melide, Arzúa und O Pino vorbei; der vom Norden an Sobrado, Boimorto, Arzúa und O Pino und der Primitivo geht durch Toques, Melide, Arzúa und O Pino. Die Ruta do Mar de Arousa endete in der Vergangenheit in Padrón.

Einige Ressourcen können ohne Georeferenz sein und sind deshalb nicht auf der Karte dargestellt.

Der Weg der Pilger hat über die Jahrhunderte in dieser Gegend einen langen Schweif künstlerischer, architektonischer und kultureller Statements hinterlassen, die diesem Land den Charakter eines touristischen Reiseziels verleihen. Die majestätische Kathedrale von Santiago erhebt sich an der Praza do Obradoiro, inmitten der Hauptstadt Galiciens, als mächtiges Symbol einer ganzen Zivilisation. Der Stadt Santiago de Compostela, die 1985 von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt wurde, gebührt eine besondere Erwähnung in dieser Geodestination, da sie der Dreh- und Angelpunkt dieser Region und Ziel aller Jakobswege ist. Auch der Französische Jakobsweg ist auf seinen Abschnitten durch Spanien und Frankreich Weltkulturerbe und wurde zum ersten kulturellen Wegs Europas ernannt.

Neben der Kathedrale und der ihr nahe gelegenen Plätze, besitzt Santiago unzählige Erbgüter, die zusammen den architektonischen und kulturellen Schatz bilden, den die Stadt heute darstellt: das Hostal dos Reis Católicos, die Colegiata de Sar, der Pazo de Xelmírez, das Convento de San Martiño Pinario, das Convento de San Paio de Antealtares, die Kirche des San Domingos de Bonaval und das Museo do Pobo Galego, die Kirche des Convento de Santa Clara, das Museo de Terra Santa…, aber auch moderne Bauten wie das Centro Galego de Arte Contemporánea oder die spektakuläre  Cidade da Cultura de Galicia, die dem zeitgenössischen Wissen und der heutigen Kreativität gewidmet ist und der es gelungen ist in einem einzigen Gebäude internationaler Bedeutung ein Instrument zur kulturellen Entwicklung Galiciens zu integrieren.

Diese sind nur einige der wichtigste touristischen Ressourcen dieser weltoffenen Stadt. Terras de Santiago ist dank ihres unglaublich reichen Erbguts eine Geodestination mit unzähligen Möglichkeiten für alle die, die an jakobischer Kult und Kultur Interesse haben, aber auch an Zivilarchitektur, Naturlandschaften, Wehranlagen sowie an volkstümlichen Bräuchen und Traditionen.

Einige der bedeutendsten Beispiele des künstlerischen und monumentalen Erbguts dieser Region Galiciens sind die megalithischen Bauten in Terras de Santiago. Der Dolmen dos Cabaleiros (in Tordoia), auch unter dem Namen Casa da Moura bekannt, ist ein kunsthistorisches Denkmal und ein grandioses Exemplar der Bestattungsarchitektur der Jungsteinzeit im Nordwesten der Iberischen Halbinsel. 

Was das religiöse Erbgut in diesem Teil von Galicien betrifft, so sind unbedingt Heiligtümer zu erwähnen wie die der Santa María de Herbón oder der Kirche des Santiago de Padrón, die den „Pedrón“ (römischer, dem Gott Neptun geweihter Altar, an dem der Überlieferung zufolge das steinerne Boot festgemachte, in dem die Überreste des Apostels Santiago transportiert wurden) aufbewahrt; von ebenso großer Wichtigkeit sind die Kirchen des San Vicente in A Baña, der Santa María und des Sancti Spiritus in Melide, die des San Antolín in Toques, die der Santa María de Mezonzo in Vilasantar, die der Santa María de Lampai in Teo, der Tempel des Bastavales (der in den Gedichten von Rosalía de Castro besungen wird) oder Das Gotteshaus und die Wandmalereien der Santa María de Boimorto

Der Camiño de Santiago begünstigt das Aufkommen zahlreicher Elemente, die mit dem Erbgut und der Geschichte des Jakobsweges eng verbunden sind und über die gesamte Region verstreut sind wie zum Beispiel der barocke Brunnen und die Capela do Santiaguiño en Vedra. In Arzúa wurden in den Kalköfen von A Castañeda die kleinen Steine gesammelt, die die Pilger zu Zeiten des Baus der kompostelanischen Basilika mit sich trugen. In Negreira steht neben dem wunderschönen Pazo do Cotón und dem einzigartigen Weiler A Ponte Maceira mit dem Pazo de Baladrón, auch der Pazo da Chancela, in dessen Wappen die Brücke zu sehen ist, die mit ihrer Zerstörung den Verfolgern der Jünger des Apostels, die vor dem römischen Legaten in Fisterra flohen, den Weg abgeschnitten haben soll; in Brión, der von Festungsmauern umringte Castro Lupario, in dem einst die Königin Lupa herrschte; in Boqueixón, wacht der Pico Sacro über die umliegenden Landschaft und ist eng mit der Tradition der Traslatio des Körpers des Apostels von Iria nach Santiago verbunden. Auch in Bezug auf Museen hat diese Region einiges zu bieten wie die Casa Museo da Matanza in Padrón, wo Rosalía de Castro lebte und starb.

Naturgebiete

Terras de Santiago bietet überraschende Naturgebiete wie das Flusssystem Ulla-Deza die Gebiete von gemeinschaftlicher Bedeutung des Tambre-Flusses (und einen Teil seiner Mündung) sowie die Serra do Careón. Andere Gebiete, in denen die Natur lockt sind die Carballeira de Santa Minia in Brión oder der Xardín Botánico in Padrón.

Einige Ressourcen können ohne Georeferenz sein und sind deshalb nicht auf der Karte dargestellt.

Festlichkeiten und Gastronomie

Was die regionalen Produkte mit Geschützter geographischer Angabe oder Geschützter Herkunftsbezeichnung betrifft, so sind Kastanien, Gemüse, Backwaren, Käse und Weine wie beispielsweise folgende zu erwähnen: Castaña de Galicia, Grelos de Galicia, Torta de Santiago, Queso de Tetilla, Queso de Arzúa-Ulloa und Wein mit D.O. Rías Baixas, auch wenn sie in anderen Geodestinationen produziert werden.

  Abgesehen davon, dass hier berühmte Literaten wie Rosalía de Castro und der Nobelpreisträger Camilo José Cela geboren wurden und es sich um eine Ortschaft handelt, in der Kult und die Kultur rund um den Jakobsweg groß geschrieben wird, ist Padrón vor allem für ein Produkt bekannt, das auf seinen Feldern wächst: die Paprikaschoten von Padrón. Obwohl die geschützte Herkunftsbezeichnung dieses Produktes Pemento de Herbón heißt, nach dem Ortsnamen der Gemeinde, in dem das Kloster des Santo Antonio de Herbón, liegt, dem die Einführung dieser Schote aus Amerika zugeschrieben wird. Kurioserweise haben nicht alle Paprikaschoten den scharfen Geschmack, für den sie berühmt sind; daher der im Volksmund bekannte Spruch: „Los pimientos de Padrón, unos pican y otros no“, was so viel bedeutet wie „Von den Paprika aus Padrón sind einige scharf und andere nicht.“ .

Im Bereich Festlichkeiten und touristische Events gehören zu den bedeutendsten dieser Region jene, die zu Touristisch interessanten festen Galiciens erklärt wurden wie die Festa da Filloa in Lestedo, die Festa do Queixo von Arzúa, die Festa do Pemento de Herbón (in Padrón), die Festa da Troita aus Oroso, die Festa do Galo de Piñeiro e Mostra Cabalar do Piñeiro sowie das einzige Event, das den Charakter eines für internationale Touristen interessantes Festes hat: die Festividade do Apóstolo Santiago. Während der Karnevalszeit finden in den an den Fluss grenzenden Gemeinden die Altos dos Xenerais do Ulla statt.
 

HIGTHLIGHTS: Galicische Kulturstadt

In Santiago de Compostela gelegen, dem Emblem der kulturellen Tradition in Europa und dessen historische Altstadt 1985 von der UNESCO zum Welterbe erklärt wurde, erhebt sich die Cidade da Cultura de Galicia auf der Spitze des Monte Gaiás, wie ein baukünstlerischer Meilenstein des neuen Jahrhunderts. Ein Design des amerikanischen Architekten Peter Eisenman, das die besten kulturellen Ausdrücke Galiciens, Spaniens, Europas, Lateinamerikas und der Welt beherbergen soll. Diese neue einbeziehende und pluralistische „Stadt“ wird dazu beitragen, den Herausforderungen der Informations- und Wissensgesellschaft gerecht zu werden.

Ihre einzigartigen Gebäude, verbunden durch Straßen und Plätze und mit den fortschrittlichsten technologischen Mittel ausgerüstete, bilden einen Raum der Vortrefflichkeit, in dem Überlegungen, Debatten und Handlungen stattfinden, die die Zukunft und die Internationalisierung Galiciens zum Ziel haben. In ihren Räumen werden Serviceleistungen und Aktivitäten angeboten werden, die der Erhaltung des Kulturerbes und der Erinnerung, der Lehre, Forschung, dem Experimentieren, der Produktion und Verbreitung des Wissens in den Bereichen Geisteswissenschaften, Philosophie, Musik, Theater, Tanz, Film, visuelle Künste, audiovisuelle Kreation und Kommunikation gewidmet sind.

Als Ort des Zusammentreffens und der internationalen Projektion, wird die Cidade da Cultura de Galicia im 21. Jh. die doppelte Berufung Galiciens als Reiseziel und Gastgeber revitalisieren, indem sie vom kulturellen Aspekt her zur wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Entwicklung beiträgt.

 

Arriba