Ein Großteil der Strecke verläuft auf einer Höhe von mehr als 800 m über dem Meeresspiegel und zeichnet sich durch ein ständiges Auf und Ab aus. Doch die Unwirtlichkeit und Härte des Wegs wird durch die landschaftliche Schönheit aufgewogen, denn er bedeutet pure Natur, verläuft durch Wälder, über Berge, durch Flüsse, Bäche, Täler, Felder und zauberhafte Dörfer.

Wir schlagen Ihnen ein aufregendes Abenteuer im Geländewagen vor, das dem Ursprünglichen Jakobsweg nach Santiago de Compostela folgt, der ältesten und legendären Route in die Stadt des Apostels Jakobus.

Unser Geländewagen wird dabei auf den Forstwegen der Kiefernwälder in den hohen östlichen Bergen Galiciens fahren, wo uns spektakuläre Landschaften erwarten. Von Sturzbächen unterbrochene Wege werden das fahrerische Können und Geschick am Lenkrad auf die Probe stellen und für ein aufregendes Erlebnis sorgen.

Mehr Info...
- Kreismuseum Fonsagrada. Telefon: (+34) 982 340 507
- Herberge O Cádavo. Telefon: (+34) 981 354 057
- Honigmuseum (Arzúa). www.abelleiro.com
- Kathedrale von Santiago. www.catedraldesantiago.es
- Markthalle. www.mercadodeabastosdesantiago.com

Tag 1º

Von A Fonsagrada begeben wir uns auf den Weg nach Arzúa
  

In A Fonsagrada lernen wir das Leben im Bergdorf kennen

Wir empfehlen, bereits am Nachmittag des Vortags in A Fonsagrada, dem flächenmäßig größten Gemeindebezirk Galiciens, einzutreffen. Der Ort ist zudem mit fast eintausend Meter über dem Meeresspiegel auch die am höchsten gelegene Gemeindehauptstadt der gesamten autonomen Region Galicien. Der Gemeindebezirk befindet sich am Rand der Provinz Lugo und bildet eine Bergkette, die eine natürliche Grenze zur benachbarten autonomen Region Asturien darstellt, mit der sich A Fonsagrada das Biosphärenreservat Río Eo, Oscos und Terras de Burón teilt.

Einige Ressourcen können ohne Georeferenz sein und sind deshalb nicht auf der Karte dargestellt.

Die Hauptzufahrtsstraße ist die LU-530, die A Fonsagrada mit der Provinzhauptstadt Lugo verbindet. Im Ort selbst finden sich verschiedene Hotels und Pensionen, während man in der näheren Umgebung in einem der zahlreichen Landhäuser und dem ein oder anderen Herrensitz die Nacht verbringen kann. Wenn Sie während der Anreise noch nicht zu Abend gegessen haben, empfehlen wir Ihnen, die leckere einheimische Küche zu probieren, darunter Gerichte wie die traditionelle Wurstspezialität Botelo, die mit in Knoblauch und Paprikapulver eingelegter Schweinerippe gefüllt ist und mit gekochten Kartoffeln serviert wird, die in dieser Region von ausgezeichneter Qualität sind. Und zum Nachtisch gibt es hier natürlich den köstlichen Kuchen aus A Fonsagrada, ein traditioneller Mandelkuchen mit einer Vanillecreme-Füllung.

Es lohnt sich, etwas früher aufzustehen und einen Spaziergang durch den Ort zu unternehmen, bevor wir uns im Geländewagen und in Begleitung des Reiseführers und des Fahrers auf den Weg machen. So können Sie das neben der von Bäumen gesäumten Parkallee das Kreismuseum von A Fonsagrada besichtigen, das eine umfangreiche Sammlung von Ausstellungsstücken enthält, die das Leben und die Arbeit in einer typischen Berggemeinde beschreiben. Unter anderem sind ein Weinkeller, eine Schmiede und eine Lareira (typisch galicischer Herd) nachgebildet. Außerdem besitzt das Museum einen Bereich für volkstümliche Architektur, in dem die Besucher anhand von Grundrissen, Entwurfsmodellen und Fotografien über die Baumaterialien, baulichen Besonderheiten sowie Arten der typischen Wohnhäuser der Region informiert werden.

Der botelo ist eine traditionelle Wurstspezialität, die mit Schweinerippe gefüllt ist.

Ruhepause in O Cádavo und Mittagessen in Baamonde

Im Laufe des Vormittags verlassen wir A Fonsagrada im Geländewagen, durchqueren den zugehörigen Gemeindebezirk und fahren in Richtung O Cádavo, wobei wir uns stets auf Forstwegen bewegen, die für das Befahren im Geländewagen zugelassen sind. Diese zerklüftete Bergregion ist voller einzigartiger Landschaften mit steilen Hängen und großen Höhenunterschieden zwischen den Tälern und Gipfeln.
So kommen wir in den Genuss einer spektakulären und atemberaubenden Gebirgslandschaft. Von Sturzbächen unterbrochene Wege werden die Leistungsfähigkeit unseres Fahrzeugs auf eine harte Probe stellen und für ein aufregendes Abenteuer sorgen. Diese Region ist die Heimat von Wildschweinen, Rehen und Wölfen, auch wenn man diese nur selten zu Gesicht bekommt. Häufiger sieht man jedoch Adler, Falken und andere Raubvögel.

In O Cádavo, machen wir eine erste Ruhepause. Hier gibt es eine moderne Herberge und endet eine der Etappen des Ursprünglichen Jakobswegs in Galicien. Es heißt, dass hier einst eine legendäre Schlacht stattfand, in der Alfons II., genannt der Keusche, die muslimischen Heere besiegte und den Weg nach Santiago de Compostela befreite. Ortsnamen wie Campo de Matanza (Schlachtfeld) und zahlreiche Funde von Schwertern und Teilen von Rüstungen bestärken diese Legende. Während wir anschließend langsam aus den Bergen in Richtung Provinzhauptstadt herabfahren, verändert sich das Landschaftsbild und wird zunehmend vom Menschen geprägt. Wir umfahren Lugo. In Baamonde können wir eine Rast einlegen und zu Mittag essen.

Wir besichtigen Sobrado dos Monxes und beenden unsere Etappe in Arzúa

Ausgeruht gehen wir wieder auf den Weg, der uns in der Region von Friol durch herrliche einheimische Eichen- und Kastanienwälder nach Guitiriz führt. Während wir weiter in Richtung Teixeiro hinab fahren, werden die Kiefernwälder langsam immer weniger und die Landschaft wird von den Weideflächen und ihren natürlichen Bewohnern, den Kühen, bestimmt, denn dies ist eine Region mit stark ausgeprägter Milchwirtschaft.

Der Nachmittag wird etwas ruhiger, hält aber trotzdem einige aufregende Momente bereit, denn um unser Tagesziel zu erreichen, müssen wir den ein oder anderen Fluss durchqueren. Unseren ersten Halt am Nachmittag machen wir in Sobrado dos Monxes Wir können ihn für eine Besichtigung des Klosters Santa María de Sobrado, nutzen, das vor über tausend Jahren gegründet und inzwischen zum Nationalen Baudenkmal erklärt wurde. Von hier aus gelangen wir auf einem kurzen Spaziergang zum Teich von Sobrado, der, umgeben von Naturweiden und kleinen Kiefer- und Erlenwäldchen, inmitten einer wunderschönen Landschaft liegt, die von Bergen und Landwirtschaft geprägt ist.

Nach der Besichtigungstour geht es wieder im Geländewagen nach Arzúa, wo die Etappe endet und wir uns in einem der hiesigen Hotels oder Pensionen einquartieren können, oder aber in einem der zahlreichen Landhäuser in der näheren Umgebung. Anschließend essen wir in der Unterkunft oder in einem der Restaurants oder Gaststätten des Ortes zu Abend.

 

Tag 2º

Von Arzúa nach Santiago de Compostela
  

Ein 32 m hoher doppelter Wasserfall und ein Honigmuseum

Sobald Sie am nächsten Morgen bereit sind, sollten Sie einen Abstecher machen und ein wunderbares Naturschauspiel in unmittelbarer Nähe der Ortschaft Dombodán betrachten. Es handelt sich um die Fervenza das Hortas, einen doppelten, 32 Meter hohen Wasserfall des Río Saímes kurz vor seinem Zusammenfluss mit dem Río Ulla.

Einige Ressourcen können ohne Georeferenz sein und sind deshalb nicht auf der Karte dargestellt.

In der Nähe befindet sich auch die Ortschaft Portodemouros mit ihrem Museo Vivente do Mel(Honigmuseum). Hier wird gezeigt, wie unsere Vorfahren den Honig gewonnen haben. Auf dem Museumsgelände können Sie die Nachbildung einer alvariza (Bienenstand) mit ihren cortizos, trobos und covos sowie einen traditionellen Speiseschrank bewundern. Im Vergleich dazu gibt es einen modernen Bienenstock, und in den Ausstellungsräumen des Museums können wir die Prozesse rund um Entnahme, Abguss und Abfüllung des Honigs verfolgen. Im Museumsshop werden schließlich alle erdenklichen Produkte angeboten, die auf der fleißigen Arbeit der Bienen beruhen: Honig, Pollen, Gelée Royale und sogar Kosmetika. Im Laufe des Vormittags verlassen wir das Museum, und wenn es das Wetter zulässt, können wir im nahe gelegenen Stausee von Portodemouros ein erfrischendes Bad nehmen.

In O Pino probieren wir Brathähnchen oder Hahn als Schmorbraten

Die Etappe Arzúa – O Pedrouzo sowie von dort bis Santiago erfolgt bei unserer Geländewagentour auf breiten und gut zugänglichen Wegen, die nahe dem historischen Jakobsweg verlaufen. Zum Mittagessen machen wir in O Pedrouzo Halt, das zur Gemeinde O Pino. gehört. Auf der Speisekarte steht hier eine ganz besondere Spezialität, der Galo Piñeiro, eine nur hier heimische Hahn-Rasse, die gebraten oder als Schmorgericht serviert wird. Das diesem Hahn geweihte kulinarische Fest wird Anfang August gefeiert.

„Der Jakobsweg bedeutet Staub,
Schlamm, Sonne und Regen,
tausende Pilger und
mehr als tausend Jahre."

Auszug aus einem anonymen Gedicht, geschrieben auf dem Jakobsweg.

Vom Monte do Gozo erblicken wir die Türme der Kathedrale von Santiago

Am Nachmittag steigen wir wieder in unseren Geländewagen und fahren in Richtung A Lavacolla sowie zum Monte do Gozo, dem Berg der Freude, von dem die Pilger zum ersten Mal die Türme der Kathedrale erblicken. Seit dem Heiligen Compostelanischen Jahr 1993 ist dieser Bereich mit allen erforderlichen Serviceleistungen für Pilger ausgestattet worden: Herbergen, Hotels, Restaurants und Cafeterias. Wenn wir etwas von der typischen Atmosphäre der Pilgerschaft auf dem Jakobsweg erleben wollen, bevor wir Santiago de Compostela erreichen, dann ist dies genau der richtige Ort.

Auf Tapas-Tour in den typischen Straßen der Altstadt von Santiago de Compostela

Santiago de Compostela erreichen wir gegen Abend, so dass wir die Besichtigung der Kathedrale auf den nächsten Tag verschieben müssen. Aber wir können noch einen Streifzug durch die belebten Straßen der cAltstadt unternehmen und uns unter die Pilger, Studenten, Touristen und Einwohner von Santiago de Compostela mischen.

Wir empfehlen eine Tapas-Tour durch die Straßen der Altstadt, wo wir die typischen Köstlichkeiten entdecken und genießen können. So zum Beispiel die Highlights der galicischen Küche: empanada (gefüllte Teigpastete), pulpo á feira (gekochte Krake mit Olivenöl und Paprikapulver), carne ao caldeiro (geschmortes Rindfleisch mit Kartoffeln und Paprikapulver), Herzmuscheln, Miesmuscheln, raxo (Schweinelende auf galicische Art), zorza (würzig gebratene Würfelchen aus Schweinefleisch mit Paprikapulver), gebratene grüne, teilweise scharfe Padrón-Paprikaschoten, xoubas (kleine Sardinen) oder auch Schweineohr. Und nicht zu vergessen der traditionelle Mandelkuchen Tarta de Santiago zum Nachtisch und die verschiedenen hervorragenden Weine mit galicischer Herkunftsbezeichnung.

Hinsichtlich der Übernachtungsmöglichkeiten wartet Santiago de Compostela mit einem umfangreichen und vielfältigen Hotelangebot auf, das allen Anforderungen gerecht wird und für jeden Geschmack etwas zu bieten hat.

Tag 3º

Die Kostbarkeiten der Kathedrale und die Grünanlagen der Altstadt
  

Eine ungewöhnliche Besichtigung der Dächer der Kathedrale

Nach dem Frühstück schlagen wir vor, die Kathedrale einmal aus einer ganz anderen Perspektive zu entdecken, nämlich von ihrem Dach aus. Dabei handelt es sich um eine Führung, die zwei aufeinander folgende Besichtigungstouren umfasst. Als Erstes steht der Herrensitz Pazo de Xelmírez auf dem Programm, eines der bedeutendsten bürgerlichen Bauwerke der romanischen Kunst in Spanien und Zentrum der von der Kirche in Santiago ausgeübten feudalen Macht. Sie werden von der 32 Meter langen Kreuzrippendecke der Synodenhalle überwältigt sein, auf deren Kragsteinen Szenen eines angeregten Festmahls dargestellt sind

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Anschließend steigen wir die schmale Treppe des Torre del Palacio (Palastturm) hinauf, um die stufenförmigen Dächer der Kirche in ihrer gesamten Ausdehnung zu entdecken. So kann man sich ein viel besseres Bild von den verschiedenen Altersstufen der Kathedrale und den zugehörigen Baustilen machen. Doch am beeindruckendsten ist das Gefühl, dass hier die Türme, Kuppeln und Zinnen der Kathedrale zum Greifen nahe sind und unser Blick über die Dächer von Santiago schweifen kann, bis er sich in den umliegenden Bergen verliert.

Wir umarmen den Apostel und verweilen vor seinen Reliquien

Über die Praza do Obradoiro betreten wir anschließend die Kathedrale, deren beeindruckende Barockfassade von der Figur des Apostels Jakobus im Pilgergewand und mit Wanderstab beherrscht wird. Wir steigen die doppelte Freitreppe hinauf, und beim Eintritt in die Kathedrale bietet sich uns ein wunderbarer Blick auf dasPórtico da Gloria, ein Meisterwerk der spanischen Romanik. Am Tormittelpfosten stoßen wir wieder auf den Apostel Jakobus, wo wir auf mittlerer Höhe auch die Spuren der Pilger sehen, die sie im Marmor hinterlassen haben. Die Kathedrale birgt zahlreiche Schätze und Rituale. Eines der bekanntesten Rituale ist die Umarmung des Apostels im Reliquienschrein des Hochaltars. Außerdem verweilen wir vor seinen Reliquien, die in einer silbernen Urne in der Krypta unter dem Hochaltar verwahrt sind.

Wir probieren den Fisch und die Meeresfrüchte aus den galicischen Rías

Für diesen zweiten Tag in Santiago empfehlen wir nach der Besichtigung der Kathedrale zum Mittagessen einen exzellenten Fisch in caldeirada (im Fischtopf) oder auf galicische Art (mit Olivenöl und Paprikapulver). Gleiches gilt für die hervorragenden Meeresfrüchte aus den galicischen Rías (fjordähnliche Flussmündungen), die gedünstet oder gegrillt zubereitet oder mit verschiedenen Saucen serviert werden. Diese Delikatessen findet man in den Gaststätten oder auf Meeresfrüchte spezialisierten Restaurants rund um die Rúa do Franco und A Raíña.

Von der Alameda zum Park von Bonaval

Am Nachmittag ist der ideale Zeitpunkt, um die Gärten und Parks der Altstadt zu erkunden. Der wohl beliebteste Park ist die Alameda, die grüne Lunge der Stadt. Der Paseo de los Leones bietet uns einen der schönsten Blicke auf die Vorderseite der Kathedrale, ganz besonders im Licht der Abenddämmerung. Hundertjährige Kamelien, riesige Eukalyptusbäume, alte Eichenwäldchen, Skulpturen, Brunnen und sogar die ein oder andere Kirche säumen unseren Spaziergang.
Ein weiterer wunderbarer Aussichtspunkt mit einem herrlichen Blick auf die Stadt ist der Park San Domingos de Bonaval, der sich am östlichen Berghang des Monte da Almáciga befindet. Während wir den Hang hinauf spazieren, breiten sich vor unseren Augen nach und nach die Dächer und Gebäude der Stadt aus. Der Park besitzt wunderschöne und einzigartige Winkel, wie einen ehemaligen entweihten Friedhof, der aufgrund seiner besonderen Akustik und Atmosphäre gelegentlich als Bühne für musikalische Veranstaltungen genutzt wird.

Für das Abendessen schlagen wir Ihnen eines der verschiedenen Gerichte vor, die von den Küchenchefs der neuen galicischen Küche kreiert wurden und in der Stadt in den Restaurants mit Autorenküche angeboten werden.

Tag 4º

Abschied von Santiago in der Markthalle der Stadt
  

Wir verabschieden uns von Santiago de Compostela mit einem Besuch in der Markthalle der Stadt, der zu einem besonderen Erlebnis wird, denn sie ist ein Ort voller Leben und geschäftigem Treiben, an dem die Einwohner der Stadt zusammenkommen und all das finden, was das Meer und das galicische Land bieten. Frischer Fisch und Meeresfrüchte aus den galicischen Rías (fjordähnliche Flussmündungen), hervorragendes Fleisch, traditionell hergestellter Käse, Honig, Blumen etc., und sogar lebende Freilandhühner und andere Produkte aus den umliegenden Bauernhöfen werden auf diesem Platz. verkauft. In manchen der hier ansässigen Restaurants kann man auch die frisch auf dem Markt gekauften Produkte preiswert zubereiten lassen.

Einige Ressourcen können ohne Georeferenz sein und sind deshalb nicht auf der Karte dargestellt.
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